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Mit neuen Strategien in die Provinz

Indien ist der attraktivste Markt für Einzelhandelsinvestitionen, gefolgt von Russland und China. Vor allem mittelgroße Städte sind interessant. Das geht aus dem Global Retail Development Index (GRDI) 2007 der Beratung A.T. Kearney hervor.

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Mit dem Index untersuchen die Berater jährlich die Attraktivität von 30 Wachstumsmärkten für Handelsunternehmen. In diesen Ländern seien die Verbraucher auch außerhalb der großen Metropolen durch den Einfluss von Fernsehen, Film und Internet bereit, Einzelhandelskonzepte und -produkte nach westlichem Muster anzunehmen, berichten die Berater.

Die beiden Top-Positionen im GRDI 2007 besetzen wie in den letzten drei Jahren zuvor Indien und Russland. China konnte sich beim diesjährigen Index von Rang 5 auf Rang 3 verbessern und an Vietnam und der Ukraine vorbei ziehen. Dies sei in erster Linie auf das anhaltende Wachstum bei den Verbraucherausgaben und das Engagement der Einzelhändler zurückzuführen, in kleinere Märkte in den Provinzen vorzustoßen, kommentieren Analysten bei A.T. Kearney.

„Moderne Einzelhandelsformate konnten im letzten Jahr in Indien zwischen 25 und 30 Prozent, in China und in Russland um 13 Prozent zulegen“, präzisiert Dr. Peter Pfeiffer, Vice President bei A.T. Kearney und verantwortlich für den Bereich Konsumgüterindustrie und Handel. Bis vor kurzem noch habe sich ein solch rapides Wachstum ausschließlich auf die Metropolen beschränkt. Der scharfe Wettbewerb in diesen Städten zwinge jedoch lokale und globale Einzelhändler zur Ausweitung auf kleinere Städte und die Provinz, um weiteres Wachstum zu generieren.

„So eröffnen in China bereits ausländische Einzelhandelsketten wie Wal-Mart und Tesco oder die in Hongkong ansässigen Einzelhändler ihre Filialen in mittelgroßen Städten wie Yuxi, Weifan, Nanchang und Wuhu. In Russland hat Carrefour vor kurzem angekündet, das Land über eine Reihe mittlerer Städte zu erschließen“, berichtet Pfeiffer: „In Indien konzentriert sich Prozone, der Betreiber eines Einkaufzentrums, auf die Erschließung kleinerer Städte, da hier eine steigende Nachfrage erwartet wird.“

„Der Einzelhandel sollte jedoch keinesfalls kleinere und mittlere Städte mit den bisherigen Strategien angehen, die auf einen Markteintritt über die jeweiligen Landesmetropolen ausgerichtet sind“, warnt Dr. Mirko Warschun, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung bei A.T. Kearney und verantwortlich für den Handelssektor in Mittel- und Zentraleuropa: „Handelsunternehmen, die ein Land über kleinere Städte erfolgreich erschließen wollen, sollten zunächst sorgfältig untersuchen, ob die Verbraucher auch bereit sind, moderne Einzelhandelsformate anzunehmen. Die Einkommen sind kleiner, zudem müssen Produkte für unterschiedlichste Märkte maßgeschneidert werden. Mit der richtigen Strategie sind kleinere Städte jedoch attraktive Ziele für Einzelhändler, die nun nach weiteren Wachstumspotenzialen suchen oder ihre Chancen in den Metropolen verpasst haben.“ mu

Die GRDI-Studie 2007 steht zum Download bereit.

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