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Millionen Jobs schlummern im Bereich Big Data – Ergreift sie, Marketer!

Marketer, kümmert euch um die Daten! Big Data wird in den kommenden Jahren 4,4 Millionen neue Jobs schaffen und neue Jobprofile kreieren. Darüber sind sich Analysten und IT-Experten einig. Gesucht wird nun ein Unternehmensbereich, der sich dem Thema Big Data annimmt. Wer, wenn nicht das Marketing, sollte das sein? Dazu müssen die Abteilungen aber erst mal in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und die Anwerbung von Spezialisten investieren.

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Von Anne-Kathrin Keller

4,4 Millionen Arbeitsplätze sollen innerhalb der kommenden drei Jahren weltweit durch Big Data entstehen: Gartner-Chefanalyst Peter Sondergaard ist fest davon überzeugt, dass Big Data die Wirtschaft radikal verändern wird. Es ist also kein Zufall, dass er gleich zu Beginn seiner Eröffnungsrede des Gartner-Symposiums in Orlando über die wirtschaftliche Relevanz von Big Data spricht: „Bis 2015 werden weltweit rund 4,4 Millionen IT-Jobs entstehen, die das Feld Big Data umfassen. Alleine in den USA werden es 1,9 Millionen Stellen sein.“

Doch woher sollen die Bewerber kommen? „Es gibt nicht genügend Fachkräfte. Staatliche und private Bildungseinrichtungen haben versagt. Daher werden sich nur ein Drittel der Stellen besetzen lassen. Daten-Experten werden zur raren und wertvollen Ressource“, sagt Sondergaard.

Spezialisten dringend gesucht

„Die Unternehmen wollen mehr Informationen und Entscheidungshinweise aus ihren Datenbergen herausholen, doch dazu bedarf es neuer Mitarbeiter, die sowohl die analytischen Möglichkeiten, als auch die Business-Relevanz der vorhandenen Datenmengen kennen und beherrschen“, sagt Sondergaard. Damit sei nicht gemeint, dass auch 4,4 Millionen Menschen einen neuen Arbeitsplatz finden werden. „Das Problem bei diesen Jobs ist, dass es die erforderlichen Fachkräfte kaum gibt – höchstens ein Drittel der neuen Position werden die Unternehmen besetzen können.”

Gartner listet Big Data als einen der zehn wichtigsten technologischen Zukunftstrends. Es ginge bei Big Data allerdings nicht bloß darum, Datenmengen zu sammeln und zu horten oder wissenschaftliche Analysen zu betreiben. Entscheidend sei, dass diese Datenmengen strategisch nutzbar gemacht werden.

Big Data schafft nicht nur Jobs, sondern auch neue Berufsbilder. Das Potenzial vorhandener Daten zu entdecken und diese nutzbar zu machen, kann nicht die Nebenaufgabe einer IT-Abteilung sein. Genauso wenig können die einzelnen Fachbereiche die Aufgabe jeweils nur für ihren Bereich übernehmen. Es braucht ein übergeordnetes Big-Data-Management, das eng mit Geschäftsführung und Controlling zusammenarbeitet.

Positionierung des Marketings

Genau hier ist das Marketing gefragt. Marketingabteilungen sind neben dem Controlling die Bereiche, die von den Datenvolumina, die derzeit in Unternehmen und Internet vorhanden sind, am stärksten profitieren und die daraus den größten Nutzen generieren können.

Das Marketing sollte seine Hand über das Thema Big Data halten und die Datenanalyse managen und an die Geschäftsführung berichten. Denn im Marketingbereich schlummern die Daten, mit deren Hilfe Unternehmen langfristig Geld verdienen können. Hierbei geht es besonders um die Daten, die Kunden in Webshops, auf Websites, auf Facebook, im Callcenter oder im CRM-System hinterlassen.


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In der letzten Woche erschienen:

>>>Wie Marketing-IT und Big Data das Berufsfeld Marketing verändern


Die gezielte Nutzung von Daten bedeutet schlicht einen besseren Service für den Kunden und damit Erlösmöglichkeiten für das Unternehmen. Dazu müssen aus den gewonnenen Informationen Services kreiert werden, die der Kunde als Mehrwert empfindet. Es ist nur folgerichtig, wenn gerade das Marketing in die Qualifizierung der Mitarbeiter investiert und Datenspezialisten anwirbt.

Jobprofile im Big-Data-Bereich

Zwei dieser Jobprofile sind sogenannte Data Scientists und Data Artists. Der Data Scientist erforscht in erster Linie alle Arten von Daten. Er liefert sozusagen die Arbeitsbasis. Der Data Artist ist derjenige, der die gewonnen Informationen visualisiert und somit nutzbar macht. Dabei geht um es um die reine Aufbereitung der Daten in Tabellen, bis hin zu komplexen Grafiken und Datensätzen. In beiden Berufen arbeiten die Datenspezialisten frei, kreativ und möglichst bereichsübergreifend.

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