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Mehr Werbung im Web und Social Media: Luxusartikelhersteller zeigen Print die kalte Schulter

Wer will nicht mehr Geld für seine geleistete Arbeit?

Uhren, Mode, Sportwagen - für Hersteller von Luxusgütern waren Magazine und Zeitungen in Deutschland jahrelang eine begehrte Plattform, um für ihre Produkte zu trommeln. Jetzt ändern die Unternehmen in Deutschland ihre Marketingstrategie. Sie wollen mehr Werbegelder im Web und in den sozialen Medien investieren. Leidtragende der Entwicklung sind die gedruckten Medien.

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Vergoldete Uhren, schnelle Flitzer, teure Parfüms – Hersteller von Luxusartikeln profitieren von der Shoopinglust der Wohlbetuchten. Sie investieren deshalb seit Jahren kräftig in Werbung. Vor allem Magazine und Zeitungen galten als beliebte Plattform, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Doch die Produzenten von hochwertigen Gütern ändern jetzt offenbar ihre Marketingstrategie. Sie wollen künftig mehr Anzeigen im Web und in den sozialen Medien schalten.

„Den Shift der Werbeinvestitionen Richtung Online und Social sehen wir in Deutschland ebenfalls. Luxuszielgruppen erwarten für sie relevante Markengeschichten und persönlich erfahrbare Luxuserlebnisse. Beides lässt sich in adressierbaren digitalen Kanälen besser umsetzen als in Print“, erklärt Dirk Lux, Chef der Mediaagentur Zenith.

Anteil der Werbeinvestitionen sinkt

Der Manager erwartet deshalb, dass der digitale Anteil der Werbeinvestitionen im Luxussegment in Deutschland von 24,5 Prozent in 2016 auf 27,4 Prozent in 2018 zulegt. Leidtragende dieser Entwicklung seien die gedruckten Medien. Hier sinkt der Anteil der Werbeinvestitionen bei den Zeitschriften von 25,4 Prozent in 2016 auf 23,2 Prozent in 2018. Auch die Zeitungen können sich nicht von der Entwicklung abkoppeln. Laut Zenith sinkt hier der Anteil im Berichtszeitraum von 13,3 Prozent auf 12,2 Prozent.

Werbeausgaben für Luxusartikel nehmen weiter zu

Insgesamt brummt das Geschäft mit Luxusgütern hierzulande wieder. Der Absatz hochpreisiger Produkte legte im vergangenen Jahr um drei Prozent zu. Als Grund nennt Zenith die niedrige Arbeitslosigkeit und die hohe Konsumbereitschaft der Deutschen. Entsprechend seien auch die Werbeausgaben in 2016 um 2,4 Prozent gestiegen. „Für 2017 und 2018 prognostizieren wir ein Wachstum um weitere 1,8 Prozent jährlich“, betont Lux. In 2016 übte sich die Branche hingegen in Zurückhaltung. Die Werbeinvestitionen schrumpften kräftig um 7,8 Prozent.

Auch weltweit sollen die Werbeausgaben für Luxusartikel weiter zunehmen. So erwartet Zenith in diesem Jahr einen Zuwachs von 2,9 Prozent und im nächsten Jahr von 3,9 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten die Werbetreibenden hingegen ihre Geldbörsen zugeknöpft. Die Werbeausgaben sanken um 0,5 Prozent. Als Grund hierfür nannte Zenith diverse Terrorangriffe in Europa. Sie führten dazu, dass die Pro-Kopf-Ausgaben der Touristen deutlich zurückgingen – insbesondere bei Reiselustigen aus China.

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