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Mehr Eigenverantwortung für eine „Agenda 2020“ zur Stärkung der „Marke Deutschland“

Es muss etwas passieren in Deutschland, denn das einstige Gütesiegel „Made in Germany“ ist verblasst. Eine zukunftsfähige „Marke Deutschland“ braucht Mut, Verantwortungsbereitschaft und Risikofreude. Unter diesem Tenor haben sich auf dem „Kongress der Generationen“ mehrere Reforminitiativen gemeinsam für eine nachhaltige Stärkung des Standorts und einer Schärfung des Selbstverständnisses Deutschlands ausgesprochen.

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Die über 300 Gäste des Kongresses erarbeiteten konkrete Vorschläge für eine „Agenda 2020“ und fassten ihre Diskussionen in einem Appell an die politischen Entscheider zusammen, Entscheidungsblockaden in allen Bereichen schnellstmöglich aufzuheben.

Die Teilnehmer hatten am 26. und 27. Juni über Inhalt und Bild der „Marke Deutschland“ debattiert und dabei die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Faktoren, die das Image des Landes prägen, beleuchtet. Dabei bot sich zahlreichen Akteuren aus Politik und Wirtschaf die Gelegenheit zum inhaltlichen Austausch.

Organisiert von der Initiative „Marke Deutschland“ von Accenture, ECC Kohtes Klewes und Wolff Olins, sowie von „Deutschland packt´s an“, BerlinPolis und der Bundeszentrale für Politische Bildung war auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft auf dem Kongress als Unterstützer vertreten.

Nach der Auftaktrede des Bundesbeauftragten für Auslandsinvestitionen, Hilmar Kopper, diskutierte TV-Talkerin Sandra Maischberger mit den Gästen, wie sich Deutschland als Marke positionieren kann. Das gemeinsame Fazit: Mehr Mut und Fehlertoleranz, weniger Staat und Bürokratie und eine offene Einstellung zum Heimatland ist das, was den Deutschen fehlt. Die Marke Deutschland müsse durch Forschrittsglauben und Generationendialog wieder an Vertrauen und Durchsetzungskraft gewinnen.

„Die meisten Reformen in Deutschland scheitern am Besitzstandsdenken einzelner Interessengruppen und Bedenkensträger. Damit muss endlich Schluss sein! Hier kann jeder Einzelne, jedes Unternehmen, jede Person, jeder Verband etwas beitragen“, so Stephan Scholtissek, Geschäftsführer von Accenture in Deutschland. Daniel Dettling, Vorsitzender von BerlinPolis, forderte ein Ende der Krisen-Rhetorik in Deutschland. Stattdessen müsse eine Debatte über den Aufbruch geführt werden, ebenso selbstkritisch wie selbstbewusst. Tasso Enzweiler, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft fügte hinzu, dass die „Agenda 2010“ einen ersten wichtigen Schritt darstelle und keinesfalls im Bundesrat blockiert werden dürfe. Sie reiche aber nicht aus, um Deutschland fit für die Zukunft zu machen.

Ergebnisse des Kongresses gibt es unter www.berlinpolis.de/Kongress_MD.pdf oder unter www.marke-deutschland.de.

eingestellt am 24. September 2003



Lesen Sie mehr dazu in unserem Special:

>Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht

>Ist die Marke Deutschland noch attraktiv?

>Müssen die Marken in Zukunft ihre Herkunft verleugnen ?

>Die Wertigkeit der Marke Deutschland nimmt ab

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