Suche

Werbeanzeige

Medien werden als korrupter wahrgenommen als die Öffentliche Verwaltung

Durch eine Bevölkerungsumfrage in 107 Ländern untersuchte die Antikorruptionsorganisation Transparency International, wie korrupt einzelne Sektoren wahrgenommen werden. In Deutschland schneiden auf einer Skala von eins (überhaupt nicht korrupt) bis fünf (höchst korrupt) Justiz (2,6), Polizei (2,7) und das Bildungswesen (2,7) besonders gut ab. Spitzenreiter im negativen Sinne sind die politischen Parteien (3,8) und die Privatwirtschaft (3,7).

Werbeanzeige

Auch weltweit werden die politischen Parteien am häufigsten als die korruptesten Institutionen wahrgenommen. Auffällig ist das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Medien (3,6) in Deutschland. Sie rangieren erstmals hinter der Öffentlichen Verwaltung (3,4) und dem Parlament (3,4). Nichtregierungsorganisationen liegen mit 3,0 Punkten im Mittelfeld.

Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland, erklärt: „Das Korruptionsbarometer zeigt, dass Antikorruptionsbemühungen in allen gesellschaftlichen Bereichen verstärkt werden müssen – ob in der Wirtschaft, in den Medien oder in der Zivilgesellschaft.“ Korruptionsprävention müsse von Führungspersonen in allen Bereichen als Führungsaufgabe angesehen werden.

Antikorruptionsbemühungen der Verlage und Rundfunkanstalten

Müller stellt weiter fest, dass die kritische Berichterstattung durch die Medien eine wichtige Rolle bei der Korruptionsbekämpfung spiele. Es sei daher ein alarmierendes Zeichen, wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien zu sinken scheine. Sie betont: „Wir brauchen eine Diskussion darüber, wie die Unabhängigkeit und Qualität der Medien langfristig gewährt werden kann.“

Zunehmende wirtschaftliche Probleme, vor allem bei den Printmedien, prekäre Arbeitsverhältnisse von Journalisten und Abhängigkeiten von Anzeigekunden könnten in der Praxis immer wieder zu Interessenkonflikten führen. Transparency Deutschland fordert daher, dass Strukturen und Prozesse der Verlage und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unter dem Gesichtspunkt der Korruptionsbekämpfung und der Transparenz zu überprüfen und zeitgemäßen Compliancemanagement-Systemen anzupassen sind. Darüber hinaus müsse der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einem jährlichen Bericht detailliert und öffentlich über die Verwendung der Gebühreneinnahmen Auskunft geben.

Der ausführliche Bericht des Global Corruption Barometer 2013 steht in englischer Sprache hier zur Verfügung: www.transparency.org

(Transparency Deutschland / asc)

Kommunikation

„Komplett skrupellos, ohne ein Fünkchen Moral“: Facebook-Chef Mark Zuckerberg nach verkorkstem Jahr im Image-Tief

Der Gegenwind Richtung Facebook und seinen Gründer Mark Zuckerberg wird stärker. Während die Aufarbeitung der russischen Einflussnahme auf die US-Wahl dem weltgrößten Social Network immer schlechtere Presse beschert, gab Zuckerberg zuletzt bei seinem VR-Trip nach Puerto Rico ein jämmerliches Bild ab. Den 33-Jährigen holen die Geister der Vergangenheit ein: Trotz aller PR-Anstrengungen wirkt Zuckerberg wieder wie der empathielose Nerd aus dem Kassenschlager "The Social Network" – manche Vertraute halten ihn gar für einen modernen Howard Hughes... mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

WeChat-Expertin: „Ich warne davor zu behaupten, dass WeChat im Westen gescheitert sei“

Janette Lajara hat mehrere Jahre in China gelebt und dort für OSK das…

Neocom 2017: Die Messe der Zukunft ist ein Happening und noch keine Virtualisierung

Nicht nur die Neocom befindet sich im ständigen Wandel und muss die Kombination…

Bier oder Business? Wie sich Messen durch junge Formate grundlegend reformieren

Die Zeiten stundenlangen Frontalunterrichts in Kongresssälen sind vorbei. Bei immer mehr Business-Events sind…

Werbeanzeige

Werbeanzeige