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Maschinenbauer nehmen Kundenzufriedenheit ins Visier

Künftig wollen im Vertrieb 98 Prozent und damit fast alle von zirka 100 Geschäftsführern sowie Marketing- und Vertriebsleitern des deutschen Maschinenbaus Maßnahmen zur Neukundenakquise verstärken. Eine mit 93 Prozent ähnlich hohe Anzahl von Befragten möchte in die Erschließung neuer Märkte investieren, wie das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Prof. Homburg & Partner im Rahmen des Maschinenbau-Monitors 2010 ermittelte.

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Danach erhole sich die Situation der deutschen Maschinenbauer zwar langsam, doch gebe es noch keinen Anlass zur Euphorie. Im Vergleich zu Ergebnissen des Maschinenbau-Monitors aus dem März 2009 sei bezüglich der Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage keine signifikante Verbesserung zu erkennen. Geschäftserwartungen für das laufende Jahr sehen laut Rolf Kunold, Leiter des Kompetenzzentrums Industrial Goods/Machinery, allerdings positiver aus: „Nach den massiven Umsatzeinbrüchen von durchschnittlich zirka 20 Prozent im Jahr 2009 rechnet der deutsche Maschinenbau für 2010 mit einer leicht positiven Umsatzentwicklung von plus 0,25 Prozent.“ Dabei würden 60 Prozent der Befragten damit rechnen, dass eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Lage im Maschinenbau spätestens im dritten Quartal 2010 einsetzt.

Zusätzlich zu Investitionen in Marketing- und Vertriebsmaßnahmen würden viele deutsche Maschinenbauer anstreben, ihre Besuchshäufigkeit bei Kunden zu erhöhen, da es gerade in der Krise von zentraler Bedeutung sei, Kontakt zu halten und sie bei krisenbedingten Herausforderungen zu unterstützen. „Dabei sehen fast vier von fünf deutschen Maschinenbauern in der Fokussierung auf Key Accounts einen wichtigen Beitrag der Krise zu begegnen“, betont Tarik Harter, Studienleiter des Maschinenbau-Monitors bei Prof. Homburg & Partner. Zudem würden 80 Prozent einen Ausbau der Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Vertriebsmitarbeiter planen.

Im Marketing-Bereich hätten die Befragten angegeben, zielgerichtete Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit ergreifen zu wollen. In 70 Prozent der Unternehmen soll die Kundenzufriedenheit 2010 auch verstärkt gemessen werden. Das damit verfolgte Ziel bestehe darin, Kundenbedürfnisse, Potenziale und künftige Trends der Branche zur Verbesserung der eigenen strategischen Positionierung zu erkennen und daraus Maßnahmen zur Steigerung der Kundenbindung abzuleiten. Zudem soll die Kundenzufriedenheit durch den Ausbau von Serviceleistungen und Produktinnovationen gestärkt werden. Beispielweise wollen 80 Prozent der Befragten die Serviceleistungen und immerhin 70 Prozent ihre Investitionen im Bereich der Produktmarktforschung sowie in Produkt- und Serviceinnovationen erhöhen.
Ein Großteil verringere jedoch auch Sponsoring-Aktivitäten und Investitionen in Printwerbung.

www.homburg-partner.com

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