Suche

Werbeanzeige

Markenlexikon

Web 2.0

ein von Dale Dougherty, einem Mitarbeiter des Verlags von Tim O’Reilly 2004 geprägter Begriff, mit dem die 2. Entwicklungsstufe des World-Wide-Web beschrieben wird: Die Verbindung von jedem mit jedem über das Internet. Vielfach ist in Bezug auf Web 2.0 auch vom „sozialen Netz(werk)“ (Social Network) oder vom „Mitmach-Internet“ die Rede. Weinberger zufolge „[vermittelt] das neue Medium nicht länger nur Informationen zwischen den Menschen, sondern es wird zu einem geistigen und sozialen Raum, in dem sich Menschen bewegen – fast als wäre es ein realer Raum.“ (Schirawski, Die Intelligenz-Explosion!, in: P.M., 2/2007, S. 25) Insbesondere für 3D-Onlinewelten wie Second Life dürfte diese Definition absolut zutreffen. Weitere prominente Beispiele für Web 2.0 sind Wikipedia, Flickr, MySpace und YouTube. Allen Portalen gemeinsam ist der Mitmach- und Vernetzungsgedanke, der soziale Austausch mit Freunden und Unbekannten (Online-Communities) sowie die Einfachheit der Nutzung, wobei bei allen Portalen ein Großteil der Inhalte (Content) von den Nutzern bereitgestellt wird (User-generated Content).
Für Marken ist das Web 2.0 aus zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Zum einen bieten virtuelle Räume wie Second Life Unternehmen die Möglichkeit, sich und ihre Marken in einem neuen Umfeld zu präsentieren und erlebbar zu machen. Zum anderen führt der Mitmachgedanke dazu, dass z.B. in Weblogs, Videoblogs oder Meinungs- und Erfahrungsportalen Aussagen über Marken getroffen werden, die sich fallweise viral verbreiten (vgl. Virales Marketing). Sie können einerseits dazu führen, dass z.B. Neuentwicklungen schnell bekannt werden, zum anderen können Marken durch kritische Äußerungen, z.B. bei Qualitätsproblemen, nachhaltig Schaden nehmen. Die bisherige Entwicklungsgeschichte des World-Wide-Web, kurz „Web“, lässt sich wie folgt untergliedern: (1) Web 1.0: Eindimensionale Online-Marktplätze und -Kaufhäuser (z.B. Google und eBay; hat mit dem Platzen der „Internetblase“ 2000/2001 relativ an Bedeutung verloren), (2) Web 2.0: Die Internetwelt als interaktiver, multimedialer und virtueller sozialer Kommunikationsraum mit eigener „Netzkultur“ (seit 2004): (a) Multimedia-Netzwerke, z.B. Last.fm, MyVideo und s.o. (YouTube & Co.), (b) Meinungs-/Erfahrungsportale, z.B. Ciao, Holidaycheck und Dooyoo, (c) soziale Gemeinschaften, z.B. Facebook, LinkedIn und Xing, (d) soziale Lesezeichen, z.B. del.icio.us und Mister Wong, (e) Weblog-Plattformen, z.B. Blogger, Myblog und Technorati und (f) Mitteilungsbörsen, z.B. Twitter, Frazr und Texteln sowie (3) Web 3.0: Hyperintelligentes, semantisches Web (im Entstehen).

Verwandte Fachbegriffe:

Kommunikation

Terror in Barcelona: So trauern Sportler, Politiker und Prominente im Social Web

Die Welt blickt nach dem Terroranschlag von Barcelona in die katalanische Hauptstadt. Ein Lieferwagen war am Nachmittag auf der Flaniermeile Las Ramblas in die Menschenmenge gerast – 12 Menschen kamen dabei ums Leben, mindestens 80 sind verletzt. In den sozialen Medien bekundeten zahlreiche Prominente und Politiker rund um die Welt ihre Anteilnahme. Vor allem Fußballer drückten ihre Solidarisierung mit der Stadt des vierfachen Champions League-Siegers in zahlreichen Tweets aus. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

„Air Berlin wächst wieder“: Die Katastrophenkommunikation der Airline vor der Pleite

Air Berlin in der Krise: Die verlustreiche Gesellschaft musste diese Woche Insolvenz anmelden,…

Wechsel des DFB-Sponsoringpartners: Warum Volkswagen noch nicht zum DFB passt

Nach 45 Jahren Partnerschaft zwischen dem Deutschen Fußballbund und Mercedes-Benz und fünf gewonnenen…

Facebook bringt Kleinanzeigen-Plattform Marketplace nach Deutschland

Facebook wird auch in Deutschland ein Stück mehr zum Konkurrenten für Ebay und…

Werbeanzeige