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Markenlexikon

Selbstähnlichkeit

beschreibt ganz allgemein die selbstähnliche Reproduktion eines Systems, im Gegensatz zur identischen Reproduktion (klonen). Dabei wird jenes Muster aufrechterhalten, dem es sein Leben und Wachsen verdankt: „Die selbstähnliche Reproduktion seines Musters befähigt ein lebendes System, sich auszubreiten, sein Umfeld zu besetzen und im Wettbewerb zu überleben“ (Brandmeyer et al., Marken stark machen, 2008, S. 19 in Anlehnung an den Evolutionstheoretiker Gerd Binnig). Es geht also stets, auch bei Marken, um eine „geregelte und zugleich variable Reproduktion“ (ebenda, S. 21).Hinzu kommt, dass ein System, je selbstähnlicher es auftritt, umso anziehender wirkt.
Hierzu eine nette Anekdote. Der Naturwissenschaftler und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz, nach dem u.a. auch der Leibniz-Keks benannt wurde, philosophierte gerne am Königshofe in Hannover. Dabei kam es häufiger vor, dass der ein oder andere Teilnehmer störte. Leibniz entsandte den Störenfried dann immer auf ganz diplomatische Weise, indem er ihm die Aufgabe gab, ihm doch bitte im Park zwei gleiche Eichenbaumblätter zu suchen, was dazu führte, dass der Nichtsahnende dann immer ganz lange wegblieb. Denn Leibniz wusste nur zu gut, dass es zwei identische Blätter niemals gibt: „Doch sind die Eichenblätter alle von gleicher Gestalt, unverkennbar Eichenblätter und nicht Buchenblätter oder gar Tannennadeln. Das Verhältnis aller Eichenblätter zueinander ist allerdings nicht das der Identität, der hundertprozentigen Kopie, sondern der Selbstähnlichkeit. Jedes verkörpert auf seine Weise das Muster „Eichenblatt“.“ (Brandmeyer et al., Marken stark machen, 2008, S. 18)

Synonym(e):

Self-Similarity

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