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Digitales Markenerlebnis: Eine Inszenierung von Rocker Udo Lindenberg in 360-Grad, AR und VR

Die Marke Udo Lindenberg wird bei der "Panik City" interaktiv inszeniert © Tine Acke

Ein multimediales Museum mit und über Udo Lindenberg: Die Besucher von „Panik City“ gehen mit dem Rocker auf Zeitreise in die DDR, sitzen mit ihm in der Lounge des Hotel Atlantic und produzieren gemeinsam einen Song. Die Macher bedienen sich dabei interaktiver Elemente gepaart mit Virtual und Augmented Reality. Nicht nur dafür, sondern für seine lange Karriere und seine Marken-Präsenz erhält Lindenberg den Preis der „Besten Markenpersönlichkeit“.

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Unverkennbar sitzt er da – in einem tiefen, braunen Ledersessel, an einer Zigarre ziehend – und fängt an zu erzählen. Udo Lindenberg sieht aus, wie ihn die Öffentlichkeit seit Jahrzehnten kennt: Der dunkle Hut mit der breiten Krempe ragt in sein Gesicht, dazu die Sonnenbrille mit den großen Gläsern; Hemd, Mantel und eine Krawatte trägt er in dunklen Farben. Eine Gruppe von knapp 25 Leuten sitzt dem Rocker in einem Raum gegenüber, der der Raucherlounge des Atlantic Hotels in Hamburg nachempfunden ist. Jenem Hotel an der Außenalster, in dem Lindenberg seit einer gefühlten Ewigkeit residiert und in dem die Aufnahmen für diesen Einspieler entstanden sind.

Ziemlich hochauflösend schaut der 71-Jährige auf der 270-Grad-Leinwand aus, die die Macher in einem der Räume der digitalen Tour Panik City am Spielbudenplatz auf St. Pauli installiert haben. Hinzu kommt exklusives Filmmaterial, beispielsweise von Lindenbergs Heimatstadt Gronau. In jenem Raum geht es um Lindenbergs Herkunft, die dort im Wortwechsel zwischen ihm und seiner Schwester in kurzen Statements auf den Bildschirmen erzählt wird.


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DDR-Vergangenheit, Gronau und Tonstudio

In einem anderen Teil der Lindenberg-Ausstellung, die sich auf rund 700 Quadratmeter erstreckt, nehmen die Besucher Tablets zur Hand und reisen mit dem Musiker in einem fast gänzlich in weiß gehaltenen Raum durch dessen DDR-Erlebnisse. Lediglich einige wenige Gegenstände wie eine Gitarre, ein altes UKW-Radio und ein Trabi stehen dort. Wer dann eines der platzierten Gegenstände mit der Kamera einfängt, bekommt über den Bildschirm weitere Elemente zu sehen, die in der Realität nicht vorhanden sind. Dies passiert mit Hilfe von Augmented Reality (AR), mit der die Gestalter zusätzliche Informationen in die Tour integrieren.

In einem weiteren Raum haben die Besucher die Gelegenheit, mit Udo Lindenberg und zwei Tontechnikern in einem nachgebauten Tonstudio zu stehen und ein Lied aufzunehmen, während der Rocker mit der Gruppe per Video-Einspieler spricht. Ein weiterer Lebensabschnitt, der in der Ausstellung verarbeitet wird, ist sein zweites Standbein als Maler: In der Likörell-Bar färben die Besucher seine Kunstwerke – eben jene Likörelle – per Touchfunktion ein und versehen sie mit Zitaten.

Hier singen die Besucher mit Lindenberg © Tine Acke

Hier singen die Besucher mit Lindenberg © Tine Acke

Für die konzeptionelle und technologische Umsetzung der 90-minütigen Udo Lindenberg-Tour zeichnet die Firma Pilot Screentime verantwortlich. Deren Geschäftsführer Damian Rodgett sagt in einer offiziellen Mitteilung zum Projekt: „Wir verstehen die Panik City als eine geführte Reise durch Udos Lebensstationen.“ Um die sogenannte Nonstop-Experience für mehrere hundert Besucher täglich zu ermöglichen, bediene man sich der RFID-Technologie, mit der „die Zugänge zu den jeweiligen Bereichen“ über Backstage-Pässe gesteuert und so die zeitlichen Abläufe optimiert würden.

„Wir möchten seine Geschichte mit allen möglichen multimedialen Mitteln erzählen“, betont Rodgett. Und die soll nicht ausschließlich den unzähligen Lindenberg-Fans mitgeteilt werden, die an diesem „Markenerlebnis“ ohnehin ihre Freude haben werden, sondern auch Touristen – die werden jedenfalls im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und dem Tourismusverband gezielt angesprochen. Hinzu kommen Kooperationen mit dem Miniatur Wunderland und Schmidts Tivoli.

Markenkommunikation im multimedialen Format

Rodgett und Pilot Screentime sind mit 25 Prozent an der Panik City beteiligt. Weitere Gesellschafter sind die Hamburger Unternehmer Axel Strehlitz, Volker Filipp und Corny Littmann. Die Projektkosten beliefen sich, wie Rodgett in einem Gespräch wenige Tage vor der Eröffnung Mitte März gegenüber der asw sagte, auf rund zwei Millionen Euro.

Dass die einzelnen multimedialen Elemente für sich genommen nicht das Nonplusultra des technisch gegenwärtig Machbaren ausreizen, wissen Rodgett und sein Team. Da hätte man durchaus mehr bieten können, sagt der Chef im Vorgespräch. Allerdings habe nicht die Demonstration von VR, AR & Co. im Fokus gestanden, sondern die sinnvolle Einbindung der Techniken in Einklang mit der zu erzählenden Geschichte. Interaktives Storytelling soll die „Konsumenten emotional erreichen, Nähe aufbauen und eine positive Markenwahrnehmung nachhaltig verankern“.

„Marken zu inszenieren – und das scheinbar grenzenlos“, erklärt Rodgett und benennt damit das Motto des Projekts. In Kombination mit neuen Technologien wie AR wird die Geschichte der deutschen Musikerlegende digital erzählt, der Besucher in die Führung eingebunden und die Marke Lindenberg fortwährend in Szene gesetzt.


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