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Marc Schachtel, Geschäftsführer Parship: „Ziel aller Marketingmaßnahmen sind Neuregistrierungen“

Marc Schachtel ist Geschäftsführer und CTO der PARSHIP GmbH. Der Diplom-Informatiker verantwortet insbesondere die Bereiche Produkt-Entwicklung und Technologie

Wenn die Menge der Neukunden zum Qualitätsfaktor des Produktes gehört, dann wird Werbung zum integralen Bestandteil der Pflege der Bestandskunden. Parship sieht sich genau diesem Szenario gegenüber

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Herr Schachtel, was versteht Parship unter der Idee der konsistenten Kommunikation über alle Kanäle?

MARC SCHACHTEL: Das Besondere an Parship ist, dass unser Geschäftsmodell anders aufgestellt ist, als das vieler anderer Online-Businesses. Im Idealfall sehen wir unseren Kunden nur einmal, denn wer über uns einen Partner für eine langfristige und glückliche Beziehung findet, braucht unseren Service kein zweites Mal. Diese Tatsache hat einen starken Einfluss, zum Beispiel auf die Kanalwahl. Gleichzeitig bedienen wir ein sehr emotionales Thema. Unser Leistungsversprechen hat also eine enorm hohe Bedeutung und das zieht sich durch den ganzen Service durch. Es endet eben nicht beim Marketing.

Unsere Botschaft lautet daher, dass bei Parship die Chance am größten ist, einen Partner für eine ernsthafte Beziehung zu finden. Und das wird natürlich dann erreicht, wenn es uns gelingt, immer wieder neue Singles anzusprechen und im Idealfall zu Mitgliedern zu machen. Davon profitieren ja auch unsere bestehenden Mitglieder, weil die Trefferchancen einfach höher werden. Und es geht eben nicht um beliebigen Traffic sondern um qualitativ hochwertige Kontakte, die zu uns passen. Auch das muss sich über die komplette Kontaktstrecke abbilden.

Für Parship ist die Neukundenakquise also gleichzeitig Kundenpflege gegenüber den Bestandskunden?

Absolut. Primär ermöglichen wir nicht den Zugang zu einer technischen Plattform, sondern zu Singles auf der Suche nach einer festen Partnerschaft. Je mehr Singles bei uns ernsthaft eine Beziehung suchen, umso besser ist unser Produkt. Aus diesem Grund ist unser Service auch kostenpflichtig – um sicherzustellen, dass alle Mitglieder bei uns dasselbe suchen. 

Nimmt man in den vergangenen Monaten deutlich mehr klassische Werbung war?

Unsere Branche war schon immer sehr Klassik-lastig. Unser Schwerpunkt liegt im Bereich TV, seit ein, zwei Jahren ist der Anteil von Out of home jedoch gestiegen. Inzwischen werden auch mobile Werbeformate stärker.

Wie hoch ist die Mobile Nutzungsrate?

Über 50 Prozent.

Letztes Jahr gab es bei einem großen Datingportal einen handfesten Skandal wegen gefälschter Profile, die von Bots bespielt werden. Wie sehr schadet das Parship oder kann ihre Qualitätsmarke daraus einen Nutzen ziehen?

Beides. Natürlich freut es uns nicht und schadet der ganzen Branche, wenn solche Dinge passieren. Das gab es ja in der Vergangenheit auch immer wieder. Jedoch können wir uns im Wettbewerb schon als authentisch und qualitativ hochwertig positionieren.

Genügt es, wenn man da von der Marketingseite entgegenwirkt oder muss man auch das Geschäftsmodell anpassen? Beim letztjährigen Fall ging es um illegitime Upselling-Methoden.

Das müssen wir nicht und tun es auch nicht. Wir garantieren, dass wir echte Profile haben. Das würde doch auch nachhaltig nicht funktionieren.

Und wie kommuniziert man das? Bewertungen reichen dafür nicht aus, oder?

Im ersten Schritt sorgen wir für maximale Bekanntheit unserer Marke und sind entsprechend in sämtlichen Kanälen sehr sichtbar. Dabei kommunizieren wir ganz klar unser Versprechen, dass Singles bei uns als größter Online-Partnervermittlung die größten Erfolgschancen haben. Ein wichtiges unterstützendes Element ist die qualitative Komponente, die durch regelmäßige Tests von Dritten belegt wird. Wir werden beispielsweise jährlich vom TÜV geprüft und sind aktuell Testsieger beim Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) sowie der Stiftung Warentest. Das sind beides anerkannte und unabhängige Institute – diese Siegel schaffen Vertrauen bei unseren Kunden.

Unsere besten Fürsprecher und schönster Erfolgsbeweis sind aber letzten Endes unsere Paare: In den vergangenen 15 Jahren haben wir zahlreiche Beziehungen gestiftet – und viele Paare erzählen in ihrem Freundeskreis gern darüber.

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