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Lindenberg macht sein Ding und ist damit als Testimonial eher ungeeignet

Mit der CD „Stark wie zwei“ hat Udo Lindenberg sowohl seinen Markenkern erhalten („Ich mach mein Ding“) als auch seiner Marke behutsam neues Leben eingehaucht. Seinem Produkt (Musik) hat er frischen zeitgemäßen Sound spendiert, für Duette junge Künstler wie Clueso, Jan Delay oder Jennifer Rostock gewonnen (CoMarketing) und damit eine beispielhafte Zielgruppenerweiterung geschafft. Da er seinen Markenkern nicht beschädigt hat, sind auch alte Fans wieder voll dabei. Ein schöner Beleg sind die Ergebnisse der Analyse der CPI Celebrity Performance . Die „Promitester“ haben ermittelt: Lindenberg genießt innerhalb Deutschlands eine beinahe hundertprozentige Bekanntheit und über 61 Prozent der Befragten halten ihn für einzigartig. Er gehört damit zu den klassischen High Performern wie beispielsweise auch Günther Jauch.

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Von Christian Thunig

Für junge Menschen, die Ende der 1990er Jahre geboren sind, sieht es fast wie ein kometenhafter Aufstieg aus, aber Kenner wissen: Die Marke „Udo Lindenberg“ war nie wirklich weg. Vielleicht war sie ein bisschen verstaubt, aber der Relaunch 2008 hat Fans und Musikkenner überzeugt. Bei Männern und Menschen ab 40 Jahren ist Udo Lindenberg sehr beliebt – hier mögen ihn rund ein Drittel der Befragten sehr. Aber selbst in der Altersgruppe 14 bis 24 Jahre kommt der 64-jährige Altrocker auf eine Beliebtheit von 15 Prozent.

Selbst sein Meinungsführerpotenzial und seine Vorbildfunktion sind mit 18,2 beziehungsweise 22,7 Prozent überdurchschnittlich, obwohl er sich als Testimonial der CPI-Analyse zufolge vor allen Dingen für alkoholische Getränke eignet. Möglicherweise ist er aber als Werbetestimonial insgesamt ungeeignet, denn Udo Lindenberg wird im Vergleich zu anderen Celebrities weniger oft in der Werbung wahrgenommen und auch nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Bevölkerung wünscht sich, mehr von Udo in der Werbung zu sehen.

Das ist bemerkenswert. Während andere Promis wie Günther Jauch früher im Werbeumfeld unglaubwürdig wirkten, hat sich hier eine Normalisierung eingestellt. Es scheint aber Persönlichkeiten zu geben, die mit einem kommerziellen Umfeld nicht kompatibel sind. Obwohl Lindenberg mit einer Imagestärke von 52,7 Prozent knapp unter dem Durchschnitt liegt, kann er an dieser Stelle nicht punkten. Vielleicht liegt es auch daran, dass er bei Extravaganz und Coolness weit über dem Durchschnitt liegt.

Dennoch: Udo Lindenberg wird viel Erfolg zugesprochen. Vor allem für die Vergangenheit wird seine Leistung als überdurchschnittlich hoch wahrgenommen. Aber auch aktuell liegt seine Leistung in den Augen der Bevölkerung leicht über der anderer Celebrities. Der Höhepunkt seines Erfolges liegt zwar eher in der Vergangenheit, ein guter Teil der Bevölkerung spricht ihm jedoch auch zukünftig ein hohes Leistungsniveau zu. Das verwundert nicht: Das Live-Album „Live aus dem Atlantic Hotel“, das er kürzlich nachlegte, stürmte wiederum die Charts. Bei seiner aktuellen Tournee spielt er vor ausverkauften Häusern mit teilweise 17 000 Menschen pro Auftritt. Auch wenn seine Marke für Werbungtreibende nicht interessant ist, baut Udo Lindenberg weiterhin Markenstärke auf. Hut ab!

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