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Kontogebühren mit ökologischer Komponente?

Die Verquickung der Verkaufsargumente Regionalität und ökologische Verantwortung bietet nicht allein bei Lebensmitteln, sondern auch im Finanzmarkt ein gewisses Potenzial, wie das Marktforschungsinstitut Yougovpsychonomics ermittelt hat. Stünde der Kunde zum Beispiel vor dem Abschluss eines neuen Bankproduktes und hätte die Wahl zwischen einer gebührenpflichtigen und einer kostenlosen Variante, würden sich neun Prozent aller Deutschen für die gebührenpflichtige entscheiden, wenn der Abschluss an die Unterstützung einer regionalen Umweltschutz-Aktion gekoppelt wäre. Denkbar wäre etwa, dass das Kreditinstitut für jeden Produktabschluss einen Baum im örtlichen Forst pflanzt. Solche Ideen passen allerdings nicht zu jedem Unternehmen.

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Die Analyse-Ergebnisse basieren auf einer Blitzlicht-Befragung von 1 000 Bundesbürgern im Rahmen der Langzeitstudie „Kundenmonitor Banken“. Sie belegen, dass 32 Prozent aller Befragten die Idee eines gebührenpflichtigen Bankprodukts mit ökologischer Komponente gutheißen, mehr als jeder Zehnte hält sie sogar für „ausgezeichnet“. Unter den Fans der Idee kann sich mehr als jeder Zweite vorstellen, die gebührenpflichtige Variante mit regionalem Umweltschutz-Aspekt der gebührenfreien Variante ohne ökologischen Mehrwert „wahrscheinlich“ vorzuziehen. 15 Prozent der Fans würden sich nach eigener Aussage sogar sicher für die regionale Umweltschutz-Produktvariante entscheiden. In der Gesamtheit aller Befragten liegt dieser Anteil bei immerhin neun Prozent, 37 Prozent halten die Entscheidung für die gebührenpflichtige Produktvariante mit Umwelt-Komponente für „wahrscheinlich“.

„Überdurchschnittlich positiv bewerten die weiblichen Befragten und die Altersgruppen unter 35 Jahren entsprechende Produktideen“, konkretisiert Studienleiterin Stefanie Prins die Resultate. „Was die tatsächliche Abschlussbereitschaft betrifft, stechen allerdings die Haushaltsnettoeinkommen von 3 500 bis 5 000 Euro deutlich heraus.“ Der Anteil derjenigen, die nach eigener Aussage bereit wären, ein gebührenpflichtiges Bankprodukt mit Umwelt-Komponente vorzuziehen, liege in dieser Einkommensgruppe deutlich über dem Durchschnitt – sowohl bei der Gesamtheit der Befragten als auch bei den Fans.

Die Passung derartiger Produktideen zu unterschiedlichen Finanzinstituten falle allerdings höchst heterogen aus. Die Ergebnisse des Highlightthemas „Social Banking“ der Langzeitstudie zeigten deutlich, dass die Wahrnehmung und die Erwartungshaltung der Befragten gegenüber unterschiedlichen Instituten stark voneinander abweicht. „Spannend sind solche Konzepte vor allem für solche Institute, die als regional verankert wahrgenommen werden und von denen in erhöhtem Maße eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft erwartet wird“, ergänzt Sven Hiesinger, Studienleiter des Kundenmonitors Banken. Diese könnten den Aspekt der Regionalität durch die unmittelbare Erlebbarkeit einer solchen Umweltaktion dann allerdings optimal für sich nutzen und sich dadurch positiv vom Konkurrenzumfeld abheben.

www.psychonomics.de

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