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Konsumstimmung im Abschwung

Es sieht so aus, als zeitige die aktuell die Deutschen verunsichernde Diskussion um Renten, Arbeitsplätze und Steuern Wirkung. Die Talfahrt der Verbraucherstimmung, die bereits im Oktober begann, setzte sich auch im laufenden Monat nahezu unvermindert fort.

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Dies ist das Ergebnis der im Auftrag der EU-Kommission durchgeführten Studie der GfK Marktforschung zum Konsumklima im November.
Der moderate Optimismus gegenüber der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, den die deutschen Bürger noch bis hinein in den Sommer dieses Jahres gehegt hatten, hat sich im Nichts aufgelöst. Nach einem Minus des Indikatorwertes um etwa zehn Punkte im Oktober verlor dieser im November noch einmal gut 27 Zähler. Betrachtet man die über einen Zeitraum von mehreren Monaten geglättete Entwicklung, so zeigt sich, dass sich der Abwärtstrend gefestigt hat.

Die gegenwärtige Diskussion um Steuern und Abgaben, die nach wie vor hohe und weiter steigende Arbeitslosigkeit, all dies veranlasst bundesdeutsche Konsumenten derzeit zu glauben, dass die Konjunktur in den nächsten Monaten ein Tief durchlaufen wird. In der ersten Hälfte dieses Jahres wähnten die Verbraucher die deutsche Wirtschaft dagegen noch auf einem moderaten Wachstumskurs.
Im Schlepptau der in Talfahrt befindlichen Konjunktur- und Einkommenserwartungen ließ auch die Anschaffungsneigung im November Federn. Der Indikator verlor gegenüber dem Vormonat zehn Zähler. Mit einem ungeglätteten Wert von minus 55,4 Punkten erreichte er exakt den bisherigen historischen Tiefststand im diesjährigen Monat April.

Die Aussichten für die Konsumstimmung der nächsten Monate sind laut GfK weiterhin als eher bescheiden anzusehen. Wenn die Deutschen die ersten Lohn- und Gehaltsabrechnungen des kommenden Jahres ausgehändigt bekommen und die tatsächlichen Einbußen aufgrund der gestiegenen Sozialversicherungsbeiträge erkennen, könnte es sein, dass die Konsumstimmung noch einmal ihre Talfahrt fortsetzt. Eine Besserung scheint – aus heutiger Sicht – frühestens im Frühjahr des nächsten Jahres in Sicht zu sein.

www.gfk.de

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