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Konsumklima stagniert auf hohem Niveau

Kleine Verschnaufpause für das Konsumklima: Die monatlichen Verbraucherinterviews der Gesellschaft für Konsumforschung zeigen zwar weiterhin ein hohes Niveau, aber keinen eindeutigen Trend. Obwohl die Deutschen nach wie vor viel Geld für den Konsum ausgeben wollen, halten sie auch das Sparen für sinnvoll. Und im Vergleich zum Vormonat sind sie bei der Einkommenserwartung etwas pessimistischer gestimmt.

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Der Gesamtindikator für das von der GfK ermittelte Konsumklima prognostiziert für April 2014 einen Wert von 8,5 Punkten nach ebenfalls 8,5 Zählern im März. Die Konjunkturaussichten der Konsumenten sind nach einem kleinen Rückschlag im Vormonat im März wieder auf ihren Erholungskurs zurückgekehrt. Der Indikator gewinnt leicht hinzu, damit hat sich der Aufwärtstrend etwas verstärkt. Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft weiter auf im Aufwind. Günstige Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft mit verbesserten Exportaussichten sowie ein nach wie vor sehr niedriges Zinsniveau in Deutschland werden die bislang schwächelnde Investitionsneigung nach und nach stimulieren.

Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die aktuellen Ereignisse auf der Krim die Konsumenten künftig gerade in der Beurteilung der weiteren Konjunkturaussichten verunsichert. Dies wird umso wahrscheinlicher, wenn sich die Krimkrise auch auf andere Teile der Ukraine ausweiten und der Westen mit härteren Sanktionen reagieren würde. In diesem Falle ist eine Auswirkung auf die Verbraucherstimmung sehr wahrscheinlich.

Hoffnung auf steigende tarifliche Einkommen

Die Einkommenserwartung hat im März ihren im Vormonat errungenen Rekordwert nicht ganz behauptet. Der Indikator muss einige wenige Punkte abgeben, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Dieser anhaltende Optimismus unter den Verbrauchern hat sicherlich einige Berechtigung. Eine stabile Arbeitsmarktsituation mit einer noch leicht steigenden Beschäftigung nähren die Hoffnungen auf stärker steigende tarifliche Einkommen. Diese Hoffnungen spiegeln sich gegenwärtig im Einkommensindikator wieder. In der Tat zeichnet sich ab, dass die Tarifverhandlungen für dieses Jahr insgesamt ein Plus von drei Prozent oder sogar leicht darüber ergeben können.

Von der guten Lohnentwicklung werden darüber hinaus auch die Rentner profitieren. Nach den aktuell vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung sollen die gesetzlichen Altersbezüge im Juli dieses Jahres in Westdeutschland um 1,67 und in den neuen Ländern sogar um 2,53 Prozent zunehmen. Unter der Annahme einer erwarteten moderaten Inflationsrate von 1,5 Prozent in 2014 bedeutet dies auch für die Rentner reale Einkommenszuwächse.

Viel Geld fließt in den Immobilienbereich

Die Anschaffungsneigung setzt ihren Höhenflug fort. Nach den geringen Verlusten im Vormonat legt der Indikator wieder deutlicher zu. Die für die Konsumneigung entscheidenden Rahmenbedingungen, wie stabiler Arbeitsmarkt, gute Einkommensentwicklung und moderate Inflation, sind weiterhin günstig. Das anhaltend niedrige Zinsniveau stützt die Anschaffungsneigung zusätzlich. Diese überaus gute Konsumneigung kommt gegenwärtig jedoch nur zum Teil beim Einzelhandel an. Vielmehr profitieren der Dienstleistungsbereich, wie er beispielsweise für Renovierungen benötigt wird, aber auch Urlaubsreisen. Der nach wie vor hohe Stand an Baugenehmigungen lässt zudem den Schluss zu, dass auch weiterhin beträchtliche Mittel in den Immobilienbereich fließen werden.

(GfK/asc)

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