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Konsumenten schreiben Computerbranche größten Erfindungsreichtum zu

Derzeit vielfach als Allheilmittel in der Krise gehandelte Innovationen werden von Verbrauchern weltweit ganz unterschiedlich bewertet. Als innovativste Sparte gilt für den Durchschnitt der Weltbevölkerung in 22 Ländern, in denen das Marktforschungsinstitut Ipsos mit der „Global@dvisor“-Studie mehr als 12000 Personen befragte, mit einigem Abstand die Technologiebranche. Dabei führe die Computerbranche, die 60 Prozent der Bevölkerung für „extrem“ oder „sehr“ innovativ halten.

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Dahinter würden mit 58 Prozent der Stimmen elektronische Medien wie beispielsweise Musikplayer, DVDs und Fernsehgeräte folgen. An dritter Stelle im Ranking der Innovationen stehe der Markt für Kameras und Videozubehör, den 54 Prozent als innovativ bezeichneten. „Innovativ“ bezöge sich bei der Einschätzung auf die Einführung von neuartigen Produkten, die sich von dem unterscheiden, was derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Das Mittelfeld der Innovationsskala werde von der Automobil- und Mobilfunkindustrie besetzt, wohingegen Produkte für den persönlichen Bedarf wie beispielsweise Shampoo oder Deo sowie Lebensmittel und Getränke nur bei wenigen Befragten als innovativ gelten. Das Schlusslicht in Sachen neuer Produkte und Dienstleistungen würden Finanzinstitutionen und Versicherungsunternehmen bilden.

Auffällig sei, dass die Befragten in lateinamerikanischen Staaten, dem asiatisch-pazifischen Raum und den sogenannten Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) die verschiedenen Branchen und Produktkategorien tendenziell innovativer einstufen als dies bei der Bevölkerung in Nordamerika und Europa beziehungsweise in den großen Industrienationen der Fall ist. Dies falle besonders bei den Produkten für den persönlichen Bedarf auf. Lateinamerikaner stuften zusätzlich die Technologie-, Elektronik und Automobilbranche überdurchschnittlich als innovativ ein. Ein Grund für die Diskrepanz der Beurteilungen könnte sein, dass die meisten Innovationen in der Regel in den hochindustrialisierten und -technologisierten Ländern entwickelt werden und dort zuerst auf den Markt kommen. In einigen Branchen könnte es zudem schon zu einer gewissen Sättigung gekommen sein, sodass die Konsumenten eventuelle Neuerungen in Bereichen wie Haushaltsprodukte manchmal nicht mehr als solche wahrnehmen. In Deutschland ähnelt das Branchenranking dagegen dem Durchschnitt der 22 Länder, jedoch wie in ganz Europa auf einem niedrigeren Niveau. Als am innovativsten gelten die drei Technologiebranchen Computer, elektronische Medien, Kameras und Video und knapp ein Drittel der Bevölkerung hält die Automobilbranche für extrem/sehr innovativ.

www.ipsos.de

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