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„Konsolidierung im Automarkt setzt sich länderübergreifend fort“

Die Unternehmensgruppe Gottfried Schultz zählt zu den größten Autohändlern. Was folgt nach Auslaufen der Abwrackprämie? Fünf Fragen an Geschäftsführer Nicholas J. Dunning.

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Herr Dunning, lässt sich beziffern, wie stark Sie von der Abwrackprämie profitiert haben?

NICHOLAS DUNNING: Bei Einzelkunden konnten wir über 30 Prozent mehr und vorwiegend kleinere Autos absetzen und so die Baisse im gewerblichen Bereich kompensieren.

Hat die staatliche Förderung den Konsolidierungsprozess nur hinaus gezögert? Und wenn ja: Werden Autohändler zunehmend grenzübergreifend fusionieren?

DUNNING: Diese Förderung hat das Geschäft von Händlern und Herstellern bis zu den Zulieferern belebt und war sicherlich für Einige eine sehr notwendige finanzielle Hilfe. Nach Abschluss dieser Phase wird sich der Prozess der Konsolidierung fortsetzen – darunter auch über Fusionen. Dieses gilt dann auch länderübergreifend.

Experten wie Prof. Dudenhöffer sagen Deutschland für 2010 die stärksten Verluste im Automarkt voraus. Teilen Sie sein Urteil?

DUNNING: Die Automobilmärkte in anderen Ländern haben die Rezession in 2009 stärker gespürt als Deutschland dank der Umweltprämie. Wenn diese Unterstützung jetzt wegfällt, ist mit einem starken Rückgang vor allem im Einzelkunden-Bereich zu rechnen. Die absolute Höhe des Marktes in 2010 hängt maßgeblich von dem Verhalten der gewerblichen Kunden ab.

Welche Geschäftsfelder bieten Autohändlern aktuell noch gute Chancen trotz des schwierigen Umfeldes?

DUNNING: Aufgrund der neu akquirierten Kunden durch die Umweltprämie sehe ich Chancen vor allem für Markenhändler im Bereich After Sales und Service. Nach erheblichen Verlusten in 2009 rechnen wir nächstes Jahr mit einer Stabilisierung des Gebrauchtwagen-Marktes.

Wie steuern Sie aktiv über Marketing und Vertrieb, dass die Unternehmensgruppe Gottfried Schultz mehr Absatz erzielt?

DUNNING: Hier steht vor allem die aktive Betreuung unserer bestehenden Kunden im Mittelpunkt. Bekanntlich ist es viel effizienter, einen bestehenden Kunden zu halten als einen neuen Kunden zu akquirieren, das gilt natürlich umso mehr in diesen schwierigen Zeiten.

Die Fragen stellte Thorsten Garber.

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