Suche

Werbeanzeige

„Kind, bist Du verrückt, die sind pleite“ – die besten Sprüche vom Marketing Tag 2014

© DMT 2014

Im Zentrum des 41. Deutschen Marketing Tages stand nicht nur die Verleihung des Marketing Preises, sondern auch das Stichwort der digitalen Transformation. Der Wandel durch das Internet stellt auch die Marketing-Branche vor neue Herausforderungen, der sich die Verantwortlichen durchaus bewusst sind. Absatzwirtschaft dokumentiert die besten Zitate des Tages.

Werbeanzeige

Rund 670 Teilnehmer hörten ein dicht gepacktes Kongressprogramm: Ex-Alibaba Vice President Porter Erisman, Wolfgang Merkle, Director Corporate Marketing bei Tchibo, BMW-Markenchef Steven Althaus oder Opel-Vorstand Tina Müller sorgten für einen Blick in das Innerste des Marketings der jeweiligen Unternehmen. In Chats diskutierten unter anderem Ulrich Klenke, Leiter Konzern Marketing Deutsche Bahn, Alexander Schlaubitz, Vice President Marketing der Lufthansa, Andrea Hoelken, Leiterin des Strategischen Marketings bei Ergo, Ulrich Hauschild, Mitglied der HRS-Geschäftsleitung oder Deutschlandchef von British American Tobacco, Ralf Wittenberg.

Fazit: Alle gemeinsam bewegt die digitale Transformation. Ralf Strauß betont: „Die fortschreitende Digitalisierung ist im Marketing derzeit eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Um sich für die digitale Zukunft fit zu machen ist es dabei vor allem wichtig, die gesamte Organisation strukturell zu überdenken – hier sind neue Kompetenzen sowie ein höherer Grad an Dezentralisierung und Selbstorganisation gefragt.“

Positive Reaktionen auf Opel-Marketing-Chefin Tina Müller

Genau darum ging es in Diskussionen, Best Practices und Break out Sessions. Außerordentlich positiv reagierte die versammelte Branche auf den Vortrag von Opel-Marketingvorstand Tina Müller. Zunächst kritisch beäugt war die Ex-Henkel-Strategin bei Opel im August 2013 gestartet. Beim Deutschen Marketing Tag konnte sie erste Erfolge vermelden. Es sei ihr gelungen, den Opelanern wieder mehr Selbstvertrauen zu geben. Mit der Kampagne „Umparken im Kopf“ scheint sie auch in der Käuferschaft eine Trendwende herbeigeführt zu haben. Erstmalig hat Opel 2014 nicht mehr Marktanteile verloren, sondern leicht gewonnen. Dennoch komme jetzt erst der schwierige Teil der Mission, wie sie offen einräumt. Nicht nur ihr Vortrag war mit guten Sprüchen gespickt. Hier die besten des Marketingtages:

„Kind, bist Du verrückt, die sind pleite!“ – Tina Müllers Vater, als sie ihren Eltern gestand, bei Opel anzufangen.

„Wenn Du glaubst, Du bist der einzig Sehende unter den Blinden, dann hast Du Dich geschnitten“ – Ulrich Klenke, Leiter Konzernmarketing Deutsche Bahn zur Attitüde, die Digital Marketer hin und wieder an den Tag legen.

„Muss ich mit dem IT-Gedöns beschäftigen?“ – Ralf Strauß, Präsident des Deutschen Marketingverbandes, zitiert in seiner Keynote gestandene Marketer, die fragen, ob sie sich tatsächlich mit IT auseinandersetzen müssen.

„Man darf nicht vergessen, dass es nicht nur Schwarmintelligenz, sondern auch Schwarmdummheit gibt.“ – Ulrich Klenke, Leiter Konzern Marketing, Deutsche Bahn AG.

„China is an exciting laboratory for e-commerce innovation.“ – Ex-Alibaba Vice President Porter Erisman.

„Marketing ist oft der tollste Breitensport im Unternehmen – weil sich jeder dazu befähigt fühlt.“ – Alexander Schlaubitz, Vice President Marketing, Deutsche Lufthansa AG.

„Die Menschen sollen lieber vier Stunden in unseren Autos als vier Stunden auf unserer Website verbringen.“ – Steven Althaus, Leiter Markenführung BMW, plädiert trotz digitaler Transformation für das Produkterlebnis.

„Wenn wir Marketing nicht ganzheitlich verstehen, sind wir tot.“ – Joseph Gross, Head of Group Market Management Allianz SE.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich im Laufe meines Berufslebens mal nicht kurz vor oder nach einer Neuorganisation gestanden habe …“ – Andrea Hoelken, Leiterin Strategisches Marketing, ERGO Versicherungsgruppe AG.

„Ich höre, dass sich immer mehr Unternehmen einen Digital Director leisten … der soll das Unternehmen in Richtung digital bringen – daran glaube ich nicht.“ – Ulrich Hauschild, VP Consumer Solutions, Mitglied der Geschäftsleitung, HRS – Hotel Reservation Service.

„Marketing dient nicht der Oberflächenbeschichtung des Unternehmens, sondern der marktorientierten Unternehmensführung.“ – Steven Althaus, Leiter Markenführung BMW.

„Ich muss einem CEO unternehmerisch vertrauen. Er muss Ideen haben, die Menschen begeistern, er muss Inhalte schaffen, um Ressourcen kämpfen, Dinge umsetzen … damit hat er die Second Comand-Rolle im Unternehmen.“ – Ralf Wittenberg, Sprecher der Geschäftsführung, British American Tobacco (Germany).

„Wir müssen den Glauben daran, dass Marke Relevanz schafft, ins ganze Unternehmen tragen … dazu bedarf es immer der Unterstützung des CEOs, der die Marke nach vorne treibt.“ – Andrea Hoelken, Leiterin Strategisches Marketing, ERGO Versicherungsgruppe AG.

Kommunikation

Büro-Buddies und Karriere-Kumpel: Die Hälfte der Deutschen findet im Job Freunde fürs Leben

Viele Deutsche verbringen sehr viel Zeit mit Kolleginnen und Kollegen: Eine 40-Stunden Woche, und nach Feierabend gerne noch ein gemeinsames Getränk im Kollegenkreis. Die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland hat im Büro bereits Freundschaften fürs Leben geschlossen. Immerhin jeder Zehnte pflegt sogar eine eheähnliche Vertrauensbeziehung am Arbeitsplatz. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Facebook testet Abo-Modell bei Instant Articles – aber Apple blockt das Vorhaben auf dem iPhone

Interessenskonflikt von zwei Tech- und Internet-Titanen: Facebook startet wie angekündigt im Oktober Tests…

Zehn Beispiele für intelligente Software, die unsere Arbeit erleichtern wird

Macht künstliche Intelligenz uns die Arbeit leichter? Laut einer Umfrage von TNS Infratest…

WeChat-Expertin: „Ich warne davor zu behaupten, dass WeChat im Westen gescheitert sei“

Janette Lajara hat mehrere Jahre in China gelebt und dort für OSK das…

Werbeanzeige

Werbeanzeige