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Kik visiert Wachstum durch Werbung an

Der Textildiscounter Kik will in der Krise weiter wachsen. Um zusätzliche Marktanteile zu gewinnen, will Firmenchef Stefan Heinig in den nächsten beiden Jahren eine Strategie des Angriffs fahren. Dafür wird das Unternehmen aus Bönen laut Informationen des Onlineportals der „Welt“ Werbeausgaben steigern und pro Jahr weiterhin rund 300 neue Filialen eröffnen.

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„Wir wollen denen, die noch nicht bei uns kaufen, zeigen, was wir können. Deshalb steigern wir unsere Werbeausgaben massiv, schalten Fernsehspots, ganzseitige Zeitungsanzeigen. Auch in türkisch- und russischsprachigen Medien in Deutschland. Das sind attraktive Kundengruppen für uns“, sagt Heinig. Inzwischen betreibe das Unternehmen 2700 Filialen in sechs Ländern Europas, womit im vergangenen Jahr ein Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielt wurde. Die Konsumkrise gehe allerdings auch am 1994 von Tengelmann und Stefan Heinig gegründeten Modediscounter nicht spurlos vorbei. So würden Kunden zwar mehr Ware kaufen, doch sorge dies nicht für mehr Geld in der Kasse, weil die Preise gefallen seien. Zudem sei der Umfang des Textilmarktes in Deutschland von 64 auf 56 Milliarden Euro gesunken und wird nach Einschätzung des heute 46-Jährigen in diesem Jahr um weitere ein bis zwei Milliarden Euro schrumpfen. Mit Neueröffnungen und dem Europageschäft erwarte er jedoch einen Umsatzzuwachs von mehr als 10 Prozent für die gesamte Gruppe.

Inzwischen gewinne Kik auch Kunden mit dickerem Portemonnaie aus dem mittleren Preissegment und profitiere stark von „Smart Shoppern“, die teure Markenware und Produkte des Unternehmens kombinieren. Nach der Übernahme des Strumpfherstellers Ergee sollen im April beispielsweise die ersten Socken in die Läden kommen. Um Wachstum zu generieren, plane das Unternehmen noch weitere Marken zu kaufen.

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