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Deezer-CIO: „Wir wollen unser Wachstum noch weiter ausbauen – sogar schneller als der Gesamtmarkt“

Michael Krause ist Chief International Officer bei Deezer

Wer das Wort "Deezer" hört, denkt direkt an den Spot von 2014 und den dazugehörigen Slogan: "Hör nur noch, was du hören willst." Mit der ziemlich witzigen Kampagne drängte sich der französische Streaming-Dienst in Deutschland ins Gedächtnis von Musikliebhabern. Was erwarten wir in Zukunft von Deezer? Ein Interview mit Michael Krause, Chief International Officer bei Deezer.

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Herr Krause, was hören Sie denn gerade für Musik? Lieber Hörbücher oder doch klassisch Musikstreaming?

Ich höre sehr gerne Punk, Posthardcore, deutschen HipHop und Alternative Rock. In meinem Deezer Flow findet man aktuell zum Beispiel das neue Album von Taking Back Sunday oder Yellowcard, aber auch MoTrip, die Beginner, Feine Sahne Fischfilet oder Von Wegen Lisbeth. Hörbücher finde auch toll – vor allem zum Einschlafen höre ich sie gerne.

Was unterscheidet Deezer grundlegend von anderen Streaming-Anbietern?

Deezer ist der globalste Anbieter im Streaming-Markt, 2007 sind wir mit Deezer in Frankreich gestartet – mittlerweile gibt es den Service bereits in über 180 Ländern. Produktseitig ist unser USP vor allem unser Flow. Der Flow ist ein personalisierter Soundtrack, der mit nur einem Klick die perfekte Mischung aus Lieblingssongs und Neuheiten vorschlägt, die genau zu einem passen. Mein Flow ist toll, er kennt meinen Musikgeschmack mittlerweile besser als meine Frau.

Sie bieten Fußballplaylists, Hörbücher, Hörspiele und Inhalte für Kinder an. Was ist Ihnen bei der großen Content-Auswahl wirklich wichtig?

Wir fokussieren uns auf Audio Entertainment. Wir wollen unseren Nutzern genau das bieten, was sie unterhält. Daher gibt es die Mischung aus Hörbüchern Kids Content, Live-Fußball, Musik und Podcasts, die durch redaktionelle Empfehlungen und die Personalisierung des Produkts genau die Nutzer erreicht, die den jeweiligen Content spannend finden.

Wie sehen Ihre aktuellen Zahlen in Deutschland aus?

Sehr gut. Deutschland ist nach Frankreich unser zweitgrößter Markt. Wir sind nach Kundenreichweite Nr. 2 im Bereich der vollen On-Demand-Musikstreamingdienste und sind letztes Jahr um 348 Prozent gewachsen, also dreimal so stark wie der Gesamtmarkt.

Wo sehen Sie großes Wachstumspotenzial?

Wir wachsen vor allem über unsere starke B2C Marketing Strategie, die sich dadurch unterscheidet, dass wir auch massiv in TV Werbung investieren. Darüber hinaus wachsen wir über Partnerschaften. Gerade haben wir zum Beispiel unsere Partnerschaft mit Vodafone in Deutschland um weitere zwei Jahre verlängert.

Wie arbeiten Sie mit Werbekunden zusammen und welchen Content bieten sie denen an?

Werbekunden erreichen bei uns ein musikinteressiertes Millionenpublikum, das sie durch ein sehr spezifisches Targeting mit Audio, Display und Videowerbeformaten ansprechen können. Darüber hinaus, gibt es unsere Native Ads Formate, wie auch individuell auf den Kunden angepasste Sonderwerbeformen. Durch eine Partnerschaft mit Feature.fm können nun auch Interpreten ihre Songs innerhalb des Flows, der Deezer Mixe und öffentlichen Playlisten bewerben – passend zum Geschmack der Nutzer, so dass ein Mehrwert für beide Parteien geschaffen wird.

Welche weiteren Inhalte sind für 2017 geplant? Wo wollen Sie mit Deezer hin?

Wir wollen unser Wachstum noch weiter ausbauen, idealerweise auf Marketniveau oder sogar schneller als der Gesamtmarkt. Für 2017 planen wir noch mehr Deezer Originals, sprich Eigenformate zu produzieren, nachdem die ersten Versuche im Podcast-Bereich mit Micky Beisenherz, VICE oder Buddy Ogün sehr erfolgreich verlaufen sind.

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