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Jungunternehmen wollen Software mieten

Junge Unternehmen stehen unter besonderem Druck. Noch schneller als ihre am Markt etablierten Konkurrenten müssen sie ihre Strukturen und Arbeitsabläufe an neue Anforderungen anpassen. Allerdings haben auch schnell wachsende Jungunternehmen dafür meist kein Kapital. Darum ist günstige und flexibel einsetzbare Mietsoftware eine attraktive Lösung für die Starter. Zwar ist das Interesse an sogenannten Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) groß, das Angebot am Markt allerdings gering. Das sind Ergebnisse des SaaS Trend Reports 2011 von Softselect im Auftrag von SAP.

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Die Erwartungen von Politik und Wirtschaft an jungen innovativen Unternehmen mit überdurchschnittlichem Wachstum ist groß: Sie sollen neue Technologien, Methoden und Arbeitsplätze bringen. Zugleich sind die personellen und finanziellen Mittel der sogenannten Gazellen gerade in ihrer Anfangsphase so gering, dass sie mit ihrem eigenen Wachstum kaum Schritt halten können. Die Nutzung von Mietsoftware könnte die Kassen der Jungunternehmen zumindest teilweise entlasten. Die Hamburger Unternehmensberatung Softselect hat 260 junge Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von mehr als 25 Prozent befragt, wie groß ihr Interesse ist, Software zu mieten. Vergleichswerte lieferte eine Anwenderbefragung von Softselect aus 2010 bei mittelständischen und großen Unternehmen.

Die Studie belegt, dass gerade junge Unternehmen wenige Berührungsängste mit dem Internet und modernen webbasierten Softwaresystemen haben. So wird bei den Neugründern das Internet um zwölf Prozent intensiver zur Informationsbeschaffung genutzt als bei der Gesamtheit der älteren Unternehmen. 24 Prozent mehr Gazellen nutzen außerdem das Netz zur Kundengewinnung, und auch beim Einsatz von Onlineshops liegen sie um sieben Prozent vorn. Darüber hinaus bestätigte mehr als die Hälfte der Befragten, dass ihnen der mobile Zugriff auf Kunden- oder Lagerdaten wichtig bis sehr wichtig ist. Mit zwölf Prozent wickeln doppelt so viele der Jungunternehmen kaufmännische Prozesse, insbesondere die Buchhaltung, über kostengünstige Webdienste ab.

Knappe Budgets erhöhen offenbar das Interesse an günstigen IT-Lösungen: Diejenigen Teilnehmer, die über keine eigene IT-Abteilung verfügen (62 Prozent), zeigten sich besonders interessiert an SaaS. Mehr als die Hälfte plant, in naher Zukunft Business Software zu mieten statt auf eigenen Servern zu installieren. Unter den älteren Unternehmen sind nur 24 Prozent an Mietsoftware interessiert. 33 Prozent der Jungunternehmen lehnen Mietsoftware allerdings ab, weil sie das Angebot als unzureichend erachten. Ein Drittel der befragten Unternehmen meldete zudem Sicherheitsbedenken gegenüber SaaS-Lösungen
an. Michael Gottwald, Geschäftsführer der Softselect GmbH, fordert: „SaaS-Anbieter müssen ihr Angebot aber dringend ausweiten und flexibilisieren, um individuelle Geschäftsfelder noch besser abzudecken.“ Das beobachtete Misstrauen gegenüber den gemieteten Programmen würde sich zerstreuen, sobald mehr bekannte Anbieter Softwaredienste über kundennahe Rechenzentren anböten.

Der vollständige Trend SaaS Report 2011 kann kostenfrei bestellt werden unter:

www.softselect.de

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