Suche

Anzeige

Junge Autokäufer verlangen viel Technologie für wenig Geld

Jüngere Kunden gehen nicht so hart mit dem VW-Konzern ins Gericht © Volkswagen AG 2014

Ein Großteil der jungen Verbraucher plant einen Autokauf innerhalb der nächsten Jahre. Das Thema Preisgestaltung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle – daneben sind vor allem technologische Innovationen entscheidende Kriterien. Die Generation Y wünscht sich Fortschritte in der Fahrzeugsicherheit.

Anzeige

„Die junge Generation birgt enormes Potenzial für die Automobilbranche – mehr als viele andere Altersgruppen“, erklärt Dr. Thomas Schiller, Leiter Automotive bei Deloitte. Das Consultig-Unternehmen hat für seine „2014 Global Automotive Consumer Study“ mehr als 23.000 Verbraucher aus 19 Ländern befragen lassen, davon über 8.500 aus Europa und rund 1.000 Personen aus Deutschland. Schiller sieht den Ergebnissen zufolge die Hersteller in der Pflicht, sich verstärkt mit den Wünschen und Bedürfnissen der zukünftigen Kunden auseinanderzusetzen. Beispielsweise müssten sie in autonome Fahrsysteme investieren.

Rund 75 Prozent der europäischen Generation Y planen, in den nächsten fünf Jahren ein Auto zu kaufen – 54 Prozent sogar innerhalb der nächsten drei. Ausschlaggebende Kriterien für die Kaufentscheidung sind bei deutschen Verbrauchern Treibstoffeffizienz (38 Prozent) und Kaufpreis (37 Prozent). Europaweit sind vor allem niedrige Unterhalts-/Instandhaltungskosten sowie Alltagstauglichkeit des Fahrzeugs wichtig – Ausstattung, Technologie und Umweltfreundlichkeit sind Preis und Nutzen nachgeordnet.

Trend zu alternativen Antrieben

Bereits heute glauben 44 Prozent der europäischen Verbraucher, dass sie in fünf Jahren ein Auto mit alternativem Antrieb fahren werden. Dafür sind 71 Prozent der Generation Y sogar bereit, mehr Geld auszugeben. Im Besitz von Automobilen mit Benzin- oder Dieselmotor sehen sich zukünftig nur noch 29 beziehungsweise 27 Prozent – dies steht im Gegensatz zu deren derzeitigen Marktanteilen. Innerhalb der alternativen Antriebe werden vor allem Hybrid-Konzepte vorne gesehen: 28 Prozent der Befragten meinen, in fünf Jahren ein Auto mit Hybrid-Motor zu fahren (Deutschland: 26 Prozent).

Neue Technologien sollen ebenfalls signifikante Vorteile bringen: 88 Prozent der Deutschen sehen diese Vorteile durch technologische Unfallprävention, 79 Prozent bei der Kraftstoffeffizienz. Die Generation Y befürwortet Innovationen in Sicherheitstechnik stärker als in Cockpit-Technologien. Europaweit wünschen sich 70 Prozent Technologien, die andere Fahrzeuge erkennen. Je knapp zwei Drittel wollen Systeme, die helfen, ein besserer Fahrer zu werden, beim Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit warnen oder automatisch vor gefährlichen Verkehrssituationen schützen. Jeweils rund 60 Prozent sind es unter den deutschen Befragten.

Vertrauen in autonome Fahrsysteme

Drei Viertel aller europäischen Verbraucher (Generation Y: 72 Prozent) sind an Fahrerassistenzsystemen wie Antiblockiersystem oder Antriebsschlupfregelung, interessiert. Fortgeschrittene Funktionen wie Tempomat oder Spurassistent stoßen sowohl unter jungen Verbrauchern als auch bei anderen Altersgruppen mit je knapp 60 Prozent auf gleich starkes Interesse. Vollautomatisch fahrende Automobile befürworten 39 Prozent der jungen Befragten.

Für die Entscheidung, welches Auto gekauft werden soll, nehmen sich Verbraucher viel Zeit. Mehr als die Hälfte verbringt mehr als zehn Stunden damit, sich eine Meinung zu bilden. In der deutschen Generation Y sind es sogar 60 Prozent. Wichtigste Einflussgruppen für junge Autokäufer sind hierzulande Freunde und Familie: 56 Prozent vertrauen ihrem Umfeld, daneben vor allem unabhängigen Testberichten im Internet (40 Prozent) und in den klassischen Medien (38 Prozent).

(Deloitte/asc)

Kommunikation

Nutzer geben das meiste Geld für Streaming- und Dating-Anwendungen aus

Marktpropheten sagen schon seit Jahren den Niedergang von Apps voraus. Neue Zahlen zeigen nun: Das Gegenteil ist der Fall. Noch nie beschäftigten sich die Nutzer länger mit den mobilen Anwendungen als im vergangenen Jahr. Und auch die Download- und Umsatzzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, wie eine Untersuchung des Analyseinstituts AppAnnie ergeben hat. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Roboter in der Arbeitswelt: Warum die Mehrheit der Deutschen die High-Tech-Kollegen ablehnt

Groß, orange und hinter einem Schutzzaun - die Vorstellung der Deutschen von Robotern…

Nielsen-Report zum Werbejahr 2018: TV-Werbemarkt erstmals seit 2009 im Minus

Wie sieht die Bilanz des deutschen Werbemarkts im Jahr 2018 aus? Er stagniert…

Vorbild Landwirte: Was sich die Digitalbranche von der Agrarwirtschaft abschauen kann

Erfolgreich in der Vergangenheit, unsicher für die Zukunft: Viele Unternehmen hadern auch im…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige