Suche

Werbeanzeige

„Journalists are the new Mad Men“ – Warum Verlage die besseren Agenturen sind

"Are journalists the new Mad Men?" fragt Inga Leister von Bauer Xcel Media und kommt zu dem Schluss: Ja, Verlage schlagen sich aufgrund von Glaubwürdigkeit und Qualität gar nicht so schlecht.

Werbeanzeige

Von Gastautorin Inga Leister, Digital Business Director Women, Youth & Food, Bauer Xcel Media

„Let us prove to the world that good taste, good art and good writing can be good selling“, forderte der Mad Man William Bernbach (Mitgründer von DDB) anno 1949. In den 60ern folgte die Creative Revolution in der Madison Avenue. MaFos flogen das erste Mal in den Mülleimer. Heute leben wir in der Content Revolution, der Information Overload ist omnipräsent. Warum sagen wir heute also nicht: ”Let us prove to the world that good writing, significant credibility and social sense can be good selling”?!

Good Writing – Qualität kommt von Qual

Dass Qualität von Qual komme, sagte schon Wolf Schneider, ehemaliger Leiter der Henri-Nannen-Schule. Auch wenn das drastisch ist, setzt Qualität auch heute eine solide Ausbildung voraus. Ein Fachredakteur versteht die Themen, über die er Inhalte publiziert, vom Text bis zum Social Video. Er kann Produkte und Marken dank Fachkenntnis einfacher und besser kontextualisieren. Ob Politik oder Kosmetik, Finanzen oder Autos: Das bringen die Experten in den Redaktionen quer durch alle deutschen Verlage und Branchen mit. Durch riesige Content-Datenbanken wird dieses Know-how neben der Manpower für jeden anzapfbar, das journalistische Wissen wird skalierbar! Das gilt nicht nur für nationale Kampagnen – Content und Reichweiten deutscher Publisher sind längst international.

Glaubwürdigkeit, die Belastungsproben standhält

Glaubwürdigkeit ist der Kern jeder journalistischen Marke, ihre Tradition und ihre Zukunft. Und von Jahr zu Jahr wird diese Glaubwürdigkeit nicht kleiner – sie wächst! Weil zum Beispiel immer mehr Daten zur Verfügung stehen, um zu verstehen, welcher Content für welche Zielgruppe relevant und glaubwürdig ist.

Ein Plus bringt außerdem Organisation: Verlage sind schon im „Content Pool“ geschwommen, als es den Begriff noch gar nicht gab! Redaktionen organisieren die Arbeit effizient und skalierbar in Teams von Experten, oft markenübergreifend. Sie sind längst gewohnt, dass Inhalte und Ansprache zu verschiedenen Auftraggebern passen. Und zu einer User-Zielgruppe: Denn nur wer den Inhalt einer Publisher Brand schätzt, kommt morgen auch als User zurück. Maximale Optimierung von Ansprache und Inhalte auf Glaubwürdigkeit, auch in Kampagnen, ist die Folge. Diese wichtige Symbiose mit der Zielgruppe spitzt sich weiter zu: Brands und sogar starke Persönlichkeiten in den Redaktionen werden selbst zu Influencern.

Social Sense – der kuschelige Teil

Die Publisher sind ein zentraler Content-Kontributor auf allen Social Media Kanälen, allein auf Facebook posten Redakteure aus Verlagen tausende von Posts pro Monat. Dementsprechend wissen Redaktionen, wie man social wirklich Zielgruppen erreicht. Sie „kuscheln“ auf allen Kanälen mit den Usern – und lernen neben allen Zahlen auch ganz genau, wie die User die Inhalte nach dem Klick wirklich finden. Wir hören zu und lernen von echten User-Interessen – für eine bessere Reach. Auch quantitativ: Werbepartner müssen ihre Zielgruppen in der Zusammenarbeit mit Publishern nicht suchen. Sie sind schon da! Auch das ist übrigens Handwerk. “Let us prove to the world that good writing, significant credibility and social sense can be good selling.”

Über die Autorin

Inga Leister leitet als Digital Business Director die Bereiche Women, Youth & Food der Bauer Xcel Media und ist damit verantwortlich für Portale wie Wunderweib, Cosmopolitan, Bravo und Lecker. Die Absolventin der Henri-Nannen-Schule war zuvor als Redaktionsleiterin von Brigitte Digital bei Gruner + Jahr.

Digital

Twitter-Quartalsbilanz: Der 280-Zeichendienst setzt den Turnaround fort

Der Aufwind hält an: Nach einem Ausrufezeichen im Weihnachtsquartal konnte Twitter seinen Wachstumskurs auch zum Jahresauftakt fortsetzen. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018 verzeichnete der 280-Zeichen-Dienst erneut steigende Erlöse und Erträge, die über den Analystenerwartungen lagen. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

„Balance zwischen Vielfalt und Tiefgang.“ Was die absatzwirtschaft auszeichnet, verrät die Jury des Marken Awards

Es ist das Jahr, in dem die absatzwirtschaft 60-jähriges Bestehen feiert. Und das…

Von Philips über die FDP bis hin zur Elbphilharmonie: Das sind die Finalisten des Marken Awards 2018

Die Jury des Marken Awards 2018 kam zusammen, um die Bewerber zu begutachten…

Opel vor schweren Zeiten: „Der Vertrieb läuft in die falsche Richtung und das ist eine große Gefahr für die Sanierung“

Die Ausgangssituation für die Sanierung von Opel/Vauxhall durch den französischen PSA-Konzern waren ursprünglich…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Content Marketing ist ganz sicher die Zukunft der Sichtbarkeit im Netz. Ich stimme der Autorin voll und ganz zu, wenn sie sagt: „Qualität kommt von Qual.“ Ein Text, der den Leser fesselt, der die gewünschten Botschaften zuverlässig zustellt und dann noch eine Interaktion oder Conversion auslöst bedeutet Schweiß. Das kann niemand automatisieren und an Praktikanten lässt sich das auch nicht outsourcen. Ergo: Sichtbarkeit im Netz wird verknappt und verteuert. Hier sehen wir vor Allem die kleinen Unternehmen in der Klemme. Sie sind umsomehr auf eine loyale Fanbase in sozialen Medien angewiesen, um sich hier Gehör zu verschaffen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige