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Jeder zweite will nicht für Musik-Streaming zahlen

Gerade bei jüngeren Nutzer wird Musik hören immer wichtiger

Jeder zweite Verbraucher in Deutschland ist laut einer Umfrage nicht bereit, für Musik-Streaming Geld auszugeben. Dabei unterscheide sich die Einstellung stark in verschiedenen Altersgruppen, wie eine Studie des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ergab

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Unter den jüngeren Nutzern würden hingegen über 60 Prozent für Musikübertragung aus dem Netz zahlen, so die Studie. Ihre Preisvorstellungen liegen der Erhebung zufolge jedoch deutlich unter den heutigen Tarifen der Anbieter. Knapp 30 Prozent wären bereit, bis zu drei Euro im Monat auszugeben und 22 Prozent vier bis sieben Euro. Die Preisspanne von 8 bis 11 Euro, in die die heutigen Abo-Preise passen, findet gut jeder Zehnte annehmbar.

Bei den über 46-Jährigen seien fast zwei Drittel nicht an Bezahlangeboten interessiert. Für die Studie wurden im Frühjahr 2015 1023 Menschen im Alter ab 18 Jahren befragt.

Kostenlose Testphase sollen anlocken

Die meisten Anbieter machen vom Freemium-Geschäftsmodell Gebrauch. Dabei soll der Kunde nach einer kostenlosen Testphase ein Premium-Abonnement abschließen. Für einen monatlichen Betrag zwischen fünf und zehn Euro wird dann der unbegrenzte Zugang zur Musikbibliothek freigeschaltet. Umfangreiche Musikbibliotheken und einfache Bedienung sind die wichtigsten Auswahlkriterien für Musikstreaming-Dienste, neben dem Preis. Fast 70% der befragten Streaming-Nutzer legen besonders großen Wert auf einen günstigen oder sogar kostenlosen Service und fast 80% sind bereit, Werbeeinlagen zwischen den gespielten Tracks zu akzeptieren, um den Dienst kostenlos nutzen zu können. Für rund 28% der Streaming-Nutzer ist Werbefreiheit dagegen ein Argument für den Abschluss eines zahlungspflichtigen Abonnements.

CD-Verkauf mit leichtem Rückgang

„Das Streaming stellt zwar die Möglichkeit des Musik-Konsums völlig auf den Kopf,der deutsche User kehrt seiner Sammlung zugunsten eines ‚Mietmodells‘ aber bislang nicht so schnell den Rücken zu“, so Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie e.V. In Deutschland trug die CD zuletzt nach wie vor den Großteil des Musikgeschäfts mit einem Umsatzanteil von 60,6 Prozent. Die Rückgänge bleiben im Vergleich zu anderen Ländern bisher moderat.

Und in Zukunft?

Die Umsätze mit Musikstreaming können bis zum Jahr 2017 mit 125 Millionen Euro einen Anteil von 18 Prozent an den Gesamtumsätzen mit digitaler Musik erreichen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 28 Prozent.

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