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Jeder zweite Onlinekäufer lebt in einer Großstadt

Stadt oder Land – wo wohnen die deutschen Onlineshopper? Eine Befragung von rund 300 E-Commerce-Unternehmen ergab: 52 Prozent ihrer Kunden leben in Großstädten. Doch bei Käufern aus Orten unter 20.000 Einwohnern gibt es starke Zuwächse

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Die knappe Mehrheit der deutschen Onlineshopper wohnt in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern, zeigt eine Branchenstudie des Payment Service Providers Sage Pay. Aus Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern kommen 23 Prozent der Onlineshopper, aus ländlichen Gegenden  dagegen nur rund fünf Prozent.

Bessere Kundenbindungsaktivitäten

Fast 20 Prozent der befragten Händler werten die siedlungsgeographische Herkunft ihrer Kunden nicht aus und konnten demnach keine Angaben machen. José Martinez-Benavente, Business Development Manager Germany bei Sage Pay, kommentiert: „Wer weiß, woher seine Kunden kommen, kann sein Marketing, seine Kundenbindungsaktivitäten und seine zusätzlichen Service-Angebote besser zuschneiden.“ In Ballungsräumen Selbstabholung bestellter Waren ermöglichen. Das sei besonders wichtig für Handelsunternehmen, die aus dem klassischen Retail-Geschäft kommen und dieses nun mit einem Online-Vertriebsweg zu Multi-Channel-Strategie kombinieren. In Ballungsräumen sei es beispielsweise sinnvoll, die Selbstabholung bestellter Ware im Ladengeschäft anzubieten oder eine vereinfachte  Retouren-Abwicklung. „Solche Angebote sind ein Wettbewerbsvorteil – vorausgesetzt, Händler  wissen, woher ihre Kunden kommen und die internen Prozesse sind aufeinander abgestimmt“, betont Martinez-Benavente.

Shopping per Mausklick

Unabhängig der Tatsache, dass über 70 Prozent der Deutschen in Städten leben, nennt der Payment-Experte mögliche Motive für das derzeitige Übergewicht der Stadtbewohner unter den E-Commerce-Kunden: „Oftmals sind die Internetverbindungen in Ballungsräumen schneller. Volle Geschäfte und zu wenige oder überteuerte Parkplätze in der Innenstadt sprechen oft  für den Einkauf per Mausklick oder Tastendruck.“ Einzelhandels-Infrastruktur auf dem Land wird schlechter. Das Wachstumspotenzial des Onlinehandels mit Kunden aus ländlichen Gegenden wird sehr positiv eingeschätzt: Laut der Studie von Sage Pay verzeichnen bereits heute rund 40 Prozent der Shop-Betreiber überproportionale Zuwächse bei Käufern aus Ortschaften mit bis zu 20.000 Einwohnern. Vielleicht eine Folge der schlechter werdenden Einzelhandels-Infrastruktur auf dem Land? Laut dem deutschen Verband der Einzelhändler HDE könnten bis 2020 über 50.000 Ladengeschäfte für immer schließen.

Die Umfrage für die Neuauflage des E-Commerce Benchmark Reports wurde im Auftrag von Sage Pay vom Marktforschungsunternehmen TÜV Saar NetResearch durchgeführt. Die komplette Studie steht ab Januar 2015 zum kostenlosen Download bereit. Die derzeitige Studie ist www.sagepay.de/benchmark hier verfügbar. (Sage Pay/asc)

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