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IPTV empfangen erst 0,4 Prozent aller Fernsehhaushalte

IPTV, das Übertragen von TV-Programmen oder Filmen über ein digitales Datennetz, gilt als Zukunft des Fernsehens. Doch erst 0,4 Prozent aller Fernseh- und ein Prozent der Breitbandhaushalte in Deutschland empfangen die Programme der Anbieter.

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Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Next Generation TV“ der Beratung Deloitte. Danach gibt es derzeit drei Telekommunikationsunternehmen, die ein umfassendes IPTV-Paket in Kombination mit Telefonie und Internetanschluss (Triple Play) anbieten. Die Nutzerzahlen belaufen sich jedoch insgesamt bisher nur auf knapp 200 000 IPTV-Kunden. In Hongkong, Frankreich und den USA, aber auch in Spanien und Italien, konnte sich das Internetfernsehen wesentlich besser etablieren.

Faktoren wie Preis, Vermarktung, Service, Infrastruktur und vor allem angebotene Inhalte sind dafür ausschlaggebend. In den USA spielt beispielsweise die Differenzierung der IPTV-Anbieter über Services und Technik eine wichtige Rolle, während in Hongkong eine vorbildliche Infrastruktur sowie exklusive Inhalte für den Erfolg sorgen. Auch in Frankreich ist die Infrastruktur-Entwicklung weit fortgeschritten, zudem existiert eine ausgesprochen konkurrenzfähige Preispolitik – diese überzeugt ebenfalls in Italien und Spanien viele Verbraucher.

Um eine interessante Alternative zu Terrestrik, Kabel und Satellit zu bieten, müssen IPTV-Anbieter vor allem eins tun, nämlich die Kunden mit interessanten Angeboten überzeugen. „Die hiesigen Preise lösen bei den Kunden keine Wechselbereitschaft aus, die Infrastruktur ist noch nicht optimal ausgebaut, und überdies kann sich die IPTV-Plattform programmlich noch nicht von Kabel und Satellit differenzieren“, umreißt Klaus Böhm, Senior Manager Media bei Deloitte, die Lage in Deutschland.

Eine weitere Herausforderung für die Anbieter und Vermarkter ist eine Einigung im Hinblick auf die Mediawährung. „Dass es nicht verschiedene Währungen geben darf, ist allen klar“, sagt Harald R. Fortmann, Vizepräsident des BVDW und Managing Director bei Advertising.com Deutschland. „Es wird da definitiv eine Kooperation zwischen AGOF und AG.MA geben.“ Eine Einigung sei auch in Sicht. Der Experte rechnet damit, dass die Zusammenarbeit bald starten wird. sfoe

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