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Internetökonomie fördert Trend zu „Prosumern“

Der Besitz von Einrichtungsgegenständen, Büchern oder Kleidungsstücken wird heute im Vergleich zu früheren Generationen häufig nicht mehr als dauerhaft angesehen, sondern von vornherein als zeitlich begrenzt. Indem Nutzer nicht mehr nur als Käufer oder Konsumenten beziehungsweise „Con-sumer" auftreten, sondern auch als Anbieter von Produkten oder Produzenten beziehungsweise „Pro-ducer“ agieren, beteiligen sich „Prosumer" immer häufiger an der Leistungserbringung dessen, was ursprünglich in die Zuständigkeit von Unternehmen fiel.

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„Prosuming birgt Chancen für einen nachhaltigen Konsum, indem sich die Einstellungen zum Güterbesitz verändern: Weg vom Anhäufen von Produkten und Waren hin zu einer Auktionskultur, die durch temporären Besitz und Wiederverkauf gekennzeichnet ist“, sagt Prof. Birgit Blättel-Mink, Soziologin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Sie beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit und stellt fest, dass das Vermarkten gebrauchter Güter im Internet beispielsweise zur Folge hat, dass Produkte länger genutzt und zusätzliche Umweltbelastungen durch Neukäufe vermieden werden können.

Um künftige Perspektiven des Phänomens „Prosuming“ zu beleuchten, findet am 26. und 27. März eine Tagung unter dem Titel „Prosumer Revisited. Zur Aktualität der Prosumer-Debatte“ auf dem Campus Bockenheim statt. Dabei werden Ergebnisse eines von Prof. Blättel-Mink, dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung sowie dem Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gestarteten Projekts zur Konsumentenforschung vorgestellt. Zudem soll geklärt werden, in welcher Weise und mit welchen Intentionen Prosumer Einfluss auf das Produktdesign nehmen sowie welchen Nutzen Banken davon haben, dass Prosumer Dienstleistungen wie Online-Banking selbst erbringen.

www.prosumer-research.de

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