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Internet macht mobil – Revolution im Handymarkt, Absatzplus für Tablet-PCs

Der Trend ist eindeutig: Immer und überall online zu sein, entwickelt sich zu einer Selbstverständlichkeit. So hat die mobile Nutzung auch den Handymarkt revolutioniert. Die Zahl der Smartphones mit komfortabler Internetfähigkeit nimmt exorbitant zu. Das geht aus der gestern veröffentlichten Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) hervor.

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Von Roland Karle

Auch Tablet-PCs weisen deutliche Wachstumsraten auf, sind aber noch ein großes Stück von Massenmarktreife entfernt. Eine gute Nachricht für Anbieter digitaler Medieninhalte gibt es aber: Die Zahlungsbereitschaft für Apps nimmt zu.

Computer sind heute in nahezu allen Haushalten präsent. 92 Prozent der deutschen Bevölkerung unter 65 Jahren verfügt zu Hause über einen stationären PC oder ein Notebook. Wobei sich die beiden durchaus Konkurrenz machen: Inzwischen hat sich der Anteil der Notebooks auf 62 Prozent erhöht bei steigender Tendenz, denn mehr als 80 Prozent derjenigen, die über einen Computerkauf nachdenken, favorisieren dabei ein Notebook.

Sprunghaftes Wachstum der mobilen Internetnutzung

Während also „Kollege Computer“ nicht nur in den Büro zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden ist, zeichnet sich derzeit ein sprunghaftes Wachstum der mobilen Internetnutzung ab. „Die Option der mobilen Nutzung revolutioniert den Handymarkt“, heißt es in der aktuellen Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA). Sie wird seit 1997 jährlich erhoben mit dem Ziel, Akzeptanz und Nutzung digitaler Techniken in Deutschland kontinuierlich zu beobachten.

So sei ein regelrechter Ausstattungsschub bei Smartphones und anderen Handheld-Geräten wie Tablet-PCs und E-Readern zu verzeichnen. „In kurzer Zeit ist die Internetfähigkeit von Handys oder Smartphones zu einem zentralen Kaufkriterium geworden“, stellen die ACTA-Forscher fest. Noch vor zwei Jahren war lediglich für jeden Vierten (26 Prozent), der die Anschaffung eines Handys oder Smartphones plante, die Internetfähigkeit ein wichtiges Kaufkriterium. Das hat sich enorm verändert: Für zwei Drittel (66 Prozent) spielt es eine wesentliche Rolle, dass sie mit ihrem mobilen Gerät problemlos online gehen können.

Die riesige Nachfrage nach Smartphones hinterlässt auch Spuren im Herstellermarkt. Die Anteile im Handy-/Smartphone-Markt haben sich erheblich verschoben zugunsten von Samsung (24 Prozent), Apple (10 Prozent) und HTC (4 Prozent). Zwar liegt Nokia mit einem Marktanteil von 29 Prozent insgesamt noch knapp vorne, doch die Finnen haben seit 2009 acht Prozentpunkte eingebüßt. Auch für Sony, Motorola, LG Electronics und RIM (Blackberry) bewegt sich die Kurve nach unten.

Mit Spannung beobachten Marktinteressierte die Entwicklung bei Tablet-PCs. Vor allem Verlage versprechen sich von ihnen eine Belebung ihres Inhalte getriebenen Geschäfts. Dazu gibt es zwei Nachrichten. Die schlechte: iPad & Co sind noch weit davon entfernt, ein Medium für den Massenmarkt zu sein. Und die gute Nachricht: Der Anteil der Tablet-PC-Besitzer ist binnen eines Jahres von 2 auf 7 Prozent stark gestiegen, was aktuell knapp 4 Millionen Nutzern entspricht. Die kräftige Nachfrage dürfte anhalten: Weitere 10 Prozent, also gut 6 Millionen Konsumenten, planen in absehbarer Zeit den Kauf eines Tablet-Computers. Zum Vergleich: Während ihn vor zwei Jahren erst 15 Prozent der Personen unter 70 Jahren auf ihren Technikwunschzettel notiert hatten, sind es nun doppelt so viele (30 Prozent).

Bislang am weitesten verbreitet sind Tablet-PCs bei gut gebildeten, einkommensstarken 30- bis 49-Jährigen mit weitgehenden Computerkenntnissen, die in der Regel auch ein Smartphone nutzen. „Das iPad und seine Konkurrenten sprechen gegenwärtig vor allem die technische Avantgarde an“, heißt es in der Analyse des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach.

Gute Vertriebsaussichten für digitale Medienprodukte

Texte am Bildschirm zu lesen und partiell auch zu schreiben, ist für Internetnutzer zum Alltag geworden. „Aber längst nicht alle Nutzer der neuen Medien ziehen Texte am Bildschirm oder auf Displays den Texten in gedruckter Form vor. Die Vorlieben sind stark altersgebunden“, betonen die Studienautoren. Nur bei den unter 30-Jährigen berichte eine relative Mehrheit, dass sie „generell Texte am Bildschirm mindestens so gerne liest wie auf Papier“. Einen starken Einfluss haben diesbezüglich die konkret gemachten Leseerfahrungen. Die relative Mehrheit der Nutzer von internetfähigen Handheld-Geräten und besonders von Tablet-PCs und E-Readern liest Texte am Bildschirm mindestens so gerne wie gedruckte Texte. Diese Nutzerkreise wachsen zurzeit besonders dynamisch.

Die Flut an Anwendungsprogrammen für die mobile Kommunikation kommt nicht von ungefähr. Denn die Applikationen (Apps) treffen auf sehr weitgehende Akzeptanz, wie die ACTA bestätigt. 63 Prozent der Mobile-Nutzer insgesamt und 91 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs haben bereits Apps heruntergeladen. „Während im herkömmlichen Internet die Gratismentalität weit verbreitet ist und die Zahlungsbereitschaft tendenziell sinkt, verbessern sich im mobilen Internet die Chancen auf eine Monetarisierung von digitalen Angeboten, auch von redaktionellen Medienangeboten“, so das Fazit.

Annähernd die Hälfte (42 Prozent) der Mobile-User, die Erfahrungen mit Apps gesammelt haben, haben auch schon kostenpflichtige Angebote heruntergeladen. Unter den Tablet-PC-Nutzern sind es sogar 60 Prozent. Mehr als ein Viertel der Nutzer von Tablet-PCs nutze schon kostenpflichtige Medienangebote oder könne sich das gut vorstellen. Unter denjenigen, die zudem besonders an Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft und Forschung interessiert sind, ist es ein gutes Drittel.

Medien-Apps sind gefragt

Nutzung gegenüber Vorjahr signifikant gestiegen

Medium/Kategorie 2012 2011
Apps von Wochenmagazinen (1) 6,6 2,8
Apps von Tages-/Wirtschaftszeitungen (2) 3,2 1,4
Apps von reg. Tageszeitungen 4,5 1,8
Sport-Apps (3) 5,5 2,2
Apps von Nachrichten-TV (4) 7,8 3
Apps von Computermedien (5) 3,5 1,8

Angaben in Prozent, bezogen auf „weitester Nutzerkreis“
Nettozählung: (1) Focus, Der Spiegel, Stern, Die Zeit; (2) F.A.Z, SZ, Die Welt, Handelsblatt, FTD; (3) Kicker, Sport 1, Sportschau; (4) Tagesschau, n-tv, N24; (5) Chip, Computer Bild, Computerwoche, C’t magazin, PC Welt
Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutschsprachige Bevölkerung 14 – 69 Jahre
Quelle: Allensbacher Computer- und Technik-Analysen, ACTA 2011, ACTA 2012

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