Suche

Werbeanzeige

Internet als Quelle für Marktforschung

Das Internet ist eine ergiebige Quelle für die Marktforschung, wird aber von Unternehmen bisher zu wenig genutzt. Zu diesem Schluss kam Christian Halemba, Unternehmensberater bei Mind Business, auf dem Marketing Solution-Forum in Düsseldorf. Die Kommunikation im Internet habe weitreichenden Einfluss auf die Kaufentscheidung der Konsumenten und die Wahrnehmung von Produkten und Dienstleistungen von Unternehmen und sollte stärker analysiert werden.

Werbeanzeige

Jahrzehntelang haben sich Kunden vor Kaufentscheidungen in erster Linie durch Fernsehsendungen, Stiftung Warentest oder redaktionelle Beiträge beraten lassen. An zweiter Stelle stand die Empfehlung des sozialen Umfeldes und weiter abgeschlagen lag die klassische Werbung als Kaufberater. Mit dem Aufkommen des Internets habe sich das Bild vollständig verändert, sagt Halemba. Das Netz ist bei der Informationsbeschaffung und beim Vertrauensvorsprung auf dem gleichen Level wie Freunde, Bekannte, Testzeitschriften und redaktionelle Beiträge. „Exemplarisch kann man das in der Branche für Telekommunikation erkennen. So beziehen 90 Prozent der Konsumenten, wenn sie ein Handy brauchen oder einen Mobilfunkvertrag, ihre Informationen aus dem Internet“, erklärt der Marktforschungsexperte.

Eine besondere Rolle in der Internetkommunikation spielen Foren. Dort veröffentlichte Informationen würden vom Konsumenten als authentisch wahrgenommen werden und die Kaufentscheidung erheblich beeinflussen. Monitoring-Tools hätten ergeben, dass zwar nur ein Prozent regelmäßig Beiträge in Foren verfasse, aber 90 Prozent der Internetnutzer, obwohl sie nie selber etwas schreiben, diese Beiträge lesen und glauben, sagt Halemba. Dennoch werden bislang nur 50 Millionen Euro für das Social Media-Monitoring ausgegeben und die erhobenen Daten kaum von Marktforschern genutzt.

Zwar sollten Unternehmen sich dem Social-Media-Monitoring bedienen, aber vorher genau überlegen welche Internetkanäle für die eigenen Produkte relevant sind und in die Web-Analyse einbezogene werden müssten. „Es gibt noch kein Instrumentarium für die vernünftige Messung von Netzwerkeffekten, Reichweite, Einfluss, Relevanz und Masse.“, so Halemba. Zudem müssten Entscheider genau überlegen, was das Unternehmen wissen will und was bereits aus internen Daten bekannt ist. gs

Mehr zum Thema Social Media Monitoring unter: www.absatzwirtschaft.de/social-media

www.mind-consult.net

Kommunikation

„Weil Hitler gerade nicht kann“: ZDF-„heute-show“ frisiert AfD-Plakate um und polarisiert damit im Social Web

"#heuteshow-Leaks: Das sind die neuen AfD-Plakate", schreibt die Redaktion der Satire-Sendung "heute-show" bei Facebook und Twitter. Dazu wurden vier Fotos veröffentlicht, die AfD-Wahlplakate zeigen, an denen die Satiriker vom ZDF Hand angelegt haben. Denn nun heißt es etwa "Bernd statt Börek" und "Weil Hitler gerade nicht kann." Im Social Web wurde die Aktion zum Hit, es gibt aber auch Kritik. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Sie snappen 30 Minuten am Tag: Snapchat meldet fünf Millionen deutsche Nutzer

Auf der diesjährigen Dmexco ist ein Newcomer vertreten, der in den vergangenen beiden…

Dekadente Luxusreisen: So originell binden Chefs ihre Mitarbeiter ans Unternehmen

Wie bindet man Mitarbeiter an eine Firma? Das Unternehmen UNIQ GmbH, zu dem…

Das sind die wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen um Ihren Workspace zu schützen

200.000 betroffene Computer in 150 Ländern, hunderte Millionen Dollar Schaden. Ein Erpressungstrojaner namens…

Werbeanzeige

Werbeanzeige