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Info-Paket zur Balanced Scorecard

Die wichtigsten Punkte zum Thema, sowie elf Gebote für ihre Einführung und interesssante Internet-Adressen.

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Damit Visionen wahr werden
Das Konzept
Die Scorecard-Anforderungen
Die elf Gebote der erfolgreichen Nutzung
BSC im Internet

Damit Visionen wahr werden
Das Konzept der Balanced Scorecard („Konzept der strategischen Anzeigetafel“) wurde Anfang der neunziger Jahre an der Harvard Business School von Robert S. Kaplan entwickelt. Die Balanced Scorecard verbindet finanzielle Steuerungsgrößen über Ursache-Wirkungs-Ketten mit den für die Geschäftsstrategie wesentlichen Perspektiven der Kunden, der internen Prozesse sowie dem Lernen und Wachstum (s. Grafik). Damit erhält das Management eindeutige und meßbare Steuerungsgrößen für den laufenden Managementprozeß. Erstmalig verbindet dieses Konzept sogenannte „weiche“, aber erfolgskritische Faktoren mit den harten, finanziellen Zielgrößen eines Unternehmens.

Die Balanced Scorecard ist nicht als ein reines Meßkonzept, Berichtssystem oder deterministisches rechenbares Modell zu verstehen. Sie ist vor allem ein Kommunikations- und Lernkonzept zur wirkungsvollen Implementierung von Strategien, die dafür sorgt, daß die Visionen und Strategien nicht nur in den Ordnern des Managements Patina ansetzen, sondern in die Köpfe der Mitarbeiter hineingelangen, und durch den Zwang zur Fokussierung alle in die gleiche Richtung denken und handeln.
Relativ große Bedeutung erlangte dieses Konzept bereits in den USA. Während die Zahlen aus dem Rechnungswesen eigentlich nur Auskunft über die Vergangenheit geben, liefert beispielsweise eine Balanced Scorecard Informationen über die schwer angreifbaren Assets eines Unternehmens, nämlich über seine Potentiale und sein Wissen. Damit ermöglicht die BSC eine Aussage über die Zukunft des Unternehmens.

Das Konzept
Die Balanced Scorecard bildet den strategischen Handlungsrahmen für den Managementprozeß. Ausgehend von den Kennzahlen der BSC, werden vier erfolgskritische Management-Teilprozesse nach dem Regelkreisprinzip verknüpft:

  • Klären und Übersetzen von Vision und Strategie in konkrete Aktionen;
  • kommunizieren und verbinden strategischer Ziele mit Maßnahmen;
  • aufstellen, planen, formulieren von Vorgaben und abstimmen der Initiativen;
  • Verbessern des Feedbacks und des Lernens.

In die Scorecard werden monetäre und nicht-monetäre Kennzahlen einbezogen. Es werden dabei Größen aufgenommen, die die Leistung der Unternehmenseinheit aus der externen Perspektive (Kapitalgeber, Kunden) und aus der internen Perspektive (Prozesse, Mitarbeiter) messen. Dabei kann es sich sowohl um nachlaufende Faktoren (gelten für jedes Unternehmen wie relativer Marktanteil) als auch vorlaufende Faktoren (Leistungstreiber, die hochgradig geschäftsspezifisch und damit wettbewerbsentscheidend sind) handeln.

Abbildung: Auszug einer Balanced Scorecard im Chemiebereich

Die Scorecard-Anforderungen
Die wirkungsvolle Implementierung von Strategien erreicht die Balanced Scorecard durch eine Reihe von Anforderungen:

  • Eine klare Formulierung der Visionen und Strategien eines Unternehmens, die in konkrete Ziele zu übersetzen sind. Die Scorecard ist nicht zur grundlegenden Formulierung der Ziele gedacht, sondern für deren Umsetzung.
  • Strategie- und visionsfokussierte Formulierung der Ziele in einer Balance zwischen finanziellen Zielen, Kundenzielen, Prozeßzielen und Lern-/Potentialzielen. Diese vier Perspektiven hängen miteinander zuammen.
  • Operationale Formulierung der Ziele und damit einer Steuerung zugänglich werden.
  • Definition von Aktionsprogrammen zu diesen Zielen. Dadurch sollen die Ressourcen auch dorthin gelangen, wo die wichtigsten strategischen Ziele gesehen werden.

Zur Steuerung des Wissens des Unternehmens greift die BSC auf Output-Größen und nicht auf Input-Größen zurück. Beispielsweise ließe sich der Faktor Know-how der Vertriebsberater über die Zahl der besuchten Tagesseminare erfassen. Doch diese Input-Größe sagt noch gar nichts über den tatsächlichen Know-how-Zuwachs aus. Als zu messender Output bietet sich die Cross-Selling-Rate an, denn es ist davon auszugehen, daß der Verkäufer dieses Ziel nur über einen Kompetenzzuwachs erreichen kann.

Die elf Gebote der erfolgreichen Nutzung
Prof. Lewy von der freien Universität Amsterdam stellte fest, daß 70 Prozent der BSC-Einführungen fehlschlagen. Aus einer gemeinsamen Untersuchung mit KPMG leitete Lewy zehn Gebote für eine erfolgreiche Einführung ab:

  1. Nütze BSC als eine Weg zur Realisierung von zuvor gesetzten strategischen Zielen.
  2. Stelle auf jeden Fall sicher, daß die strategischen Ziele schon vorhanden sind, bevor BSC eingeführt wird.
  3. Sichere, daß ein Mitglied der Unternehmensleitung (nicht aus dem Finanzbereich) BSC als Konzept unterstützt und daß die wichtigen Führungskräfte in der Linie dem Projekt zustimmen.
  4. Führe ein Pilotprojekt vor dem Gesamtprogramm durch.
  5. Mache eine „Eingangsprüfung“ für jede Geschäftseinheit, bevor man dort mit BSC arbeitet.
  6. Nutze BSC nicht, um zusätzliche Kontrolle „von oben nach unten“ zu erlangen.
  7. Arbeite nicht mit standardisierten Konzepten. BSC muß für das Unternehmen maßgeschneidert sein.
  8. Schätze die Notwendigkeit für Training und Kommunikation bei der Einführung von BSC hoch ein; glaube nicht, daß jeder von der Einfachheit der Idee begeistert ist.
  9. Bemühe dich weder um Komplexität noch um Perfektion.
  10. Denke daran, daß eine zusätzliche verwaltungsmäßige Belastung auftritt und die Kosten
  11. der periodischen Berichterstattung über BSC anfallen werden.

Quelle: McCunn, Paul: The Balanced Scorecard … The Eleventh Commandment, Management Accounting (UK), Dezember 1998, S. 34-36.

Zu diesen zehn Geboten gesellt sich noch ein weiteres: Beginne nicht mit der BSC-Einführung, wenn du nicht weißt, was Du eigentlich erreichen willst. Also: erst die Visionen und Strategien, und dann die BSC zu ihrer Umsetzung.

BSC im Internet
Das Internet bietet ein riesiges Angebot an Informationen zu diesem Thema. Falls Sie sich selber auf die Suche machen, probieren Sie auch die unterschiedlichen Schreibweisen „Balanced Scorecard“ und „Balanced Score card“ aus. Ein kleiner Tip: Bei der Suche wählen Sie, falls vorhanden, auch Suchalternativen nach Regionen wie Australien und Neuseeland oder USA. Es lohnt sich. Hier einige Sites, die es lohnt zu besuchen:

Balanced Scorecard Technology Council
Das Balanced Scorecard Technology Council ist eine Organisation für Förderung der Definition, des Verstehens und Anwendung von erstklassigen BSC-Implementierung in Industrie, Wissenschaft und Verwaltung. Das Angebot enthält u.a. Forschungsergebnisse/-projekte, Diskussionsforen, Veranstaltungen, Literatur.

www.balancedscorecard.de
Enthält ein Forum zur Balanced Scorecard mit u.a. Listen von Software-Unternehmen, die die Balanced Scorecard abbilden können, Literaturempfehlungen und Aufsätzen sowie eine Liste von Unternehmen, die dieses Instrument anwenden.

www.tse-hamburg.de
Unternehmensberatung mit einer umfassenden Beschreibung der Methode.

www.metabpr.com/bbs.htm
Diese Seite bietet einen ausgezeichneten Überblick (Definition, Anwendung, Nutzen) Anwendungsgebiete) über die Grundlagen der Balanced Scorecard.

Balanced Scorecard Corner
Nützliche Informationen und Links zur Balanced Scorecard.

The Balanced Scorecard Institute
Eine unabhängige Quelle für Anwendungen im öfentlichen Sektor. Aber nicht nur für diesen interessant. Unter anderem: Grundlagen der Leistungsmessung, Referenzen und Weblinks, Softwareprodukte.

Damit Visionen wahr werden

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