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Inflationsängste bremsen die Kauflust

Leicht sinken wird im April der Konsumklimaindex, den die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt hat. Die Stimmung der deutschen Verbraucher habe ihr hohes Niveau im März dieses Jahres nicht weiter verbessern können; sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung hätten Einbußen hinnehmen müssen. Der Gesamtindikator prognostiziere nach genau sechs Punkten im März für April einen Wert von 5,9 Punkten.

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Ein zuletzt unsicherer gewordenes internationales Umfeld sowie wachsende Inflationsängste haben nach Informationen der GfK im März dafür gesorgt, dass die Verbraucherstimmung leicht an Wert verloren hat. Diese Faktoren hätten damit die nach wie vor günstigen Rahmenbedingungen für die Verbraucher – steigende Beschäftigung und Einkommen – überlagert. Dennoch bleibe das Niveau der Konsumstimmung weiterhin recht hoch. Mögliche Effekte der Natur- und Umweltkatastrophe in Japan könnten allerdings noch nicht berücksichtigt werden, da zum Zeitpunkt des verheerenden Erdbebens und seiner Folgen die Verbraucherbefragung bereits abgeschlossen war.

Nach den geringen Einbußen im Vormonat müsse die Konjunkturerwartung im März etwas stärkere Verluste hinnehmen; das Minus betrage 7,6 Punkte. Mit aktuell 49,5 Punkten (45 Punkte im März 2010) sei das Niveau aber nach wie vor ausgesprochen hoch. Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie rasant zunehmende Energie- und Rohstoffpreise sorgen der neuesten Konsumklimastudie zufolge in erster Linie dafür, dass die überaus große Dynamik der Konjunktur in 2010 in diesem Jahr etwas nachlassen wird. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im vergangenen Jahr mit 3,6 Prozent so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Der Rückgang der Einkommenserwartung falle mit minus 2,4 Punkten vergleichsweise moderat aus, der Indikator weise aktuell 40,5 Zähler auf (plus 27 Punkte im Vergleich zum Vorjahr). Die anhaltend positive Beschäftigungsentwicklung und damit einhergehend steigende Löhne und Gehälter seien die wesentlichen Einflussfaktoren für die guten Einkommensaussichten. Die exzellente wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen habe diese in die Lage versetzt, Lohn- und Gehaltserhöhungen vorzuziehen und Einmalzahlungen zu gewähren. Dies stabilisiere die Kaufkraft vieler privater Haushalte und dürfte zu einem beträchtlichen Teil negative Effekte durch die zuletzt gestiegenen Inflationsängste gedämpft haben.

Auch die Anschaffungsneigung kann laut GfK im März ihren Wert vom Vormonat nicht halten. Der Indikator verliert 4,6 Punkte und weist 34,3 Zähler auf (plus elf Punkte im Vorjahresvergleich). Die anziehende Inflation zeige offenbar verstärkt Wirkung und sorge dafür, dass die Anschaffungsneigung zuletzt zwei Monate in Folge nachgegeben hat. Die Erfahrung zeige, dass steigende Preiserwartungen der Konsumenten meist dämpfend auf die Konsumneigung wirken. Die Bedeutung des privaten Konsums wird nach Überzeugung der Konsumforscher aber noch wachsen, falls sich die Exporte aufgrund der steigenden Risiken im internationalen Umfeld nicht mehr so rasant entwickeln werden, wie Wirtschaftsexperten noch vor einigen Wochen erwarteten.

www.gfk.de

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