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In einer flachen Konsumwelt besticht die Exklusivität für alle

"Von mehr für weniger zu weniger für mehr" beschreibt das Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) die neue Entwicklung zu mehr Exklusivität. Das Restaurant «Momofuku Ko» in New York habe genau 14 Plätze, die das Management nur einzeln und nach dem Prinzip "first come first serve" vergibt. Das In-Lokal sei täglich innerhalb weniger Sekunden ausgebucht

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Selbst Oscarpreisträger könnten in David Changs neuem Feinschmecker-Restaurant keine Vorzugsbehandlung. Forscher des Instituts beobachten eine solche Verknappung bei einer wachsenden Zahl von Member-Only-Clubs und -Shops sowie bei Konzerten und Fussballspielen, die immer mehr zu VIP-Veranstaltungen werden. Selbst bei H&M und Gap finden die Trendexperten limitierte Kollektionen, wenn das Modelabel Clemens en August seine Kreationen zwei Mal im Jahr für jeweils drei Tage in ausgewählten Galerien und Museen präsentiert und verkauft.

„Basis dieser „Exklusivität für alle“ ist unsere immer flachere Konsumwelt, in der Schönes für alle erschwinglich ist und Lamborghinis gemietet sein können. Sie schürt die Sehnsucht nach Privilegien, um sich von den anderen abzuheben. Limitierter Zugang und
limitierte Kollektionen erzeugen willkommene neue Hierarchien. Dennoch steht die Demokratie für die neuen sozial engagierten Reichen – die «Scuppies» (=socially conscious upwardly-mobile people) – nicht zur Disposition. Sie wollen beides zugleich, mehr Demokratie und mehr Exklusivität. Zumal Objekte von demokratischer Exklusivität ihren Besitzern mehr Statusfaction verschaffen als Luxus-Raritäten, die nur wenige kennen und begehren“, kommentiert Alain Egli, Sprecher des GDI, in seinem aktuellen Trend-Radar.

www.gdi.ch

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