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„Impulse“ bleibt, Dschungelcamp kommt, Berliner Flughafen in der Schwebe

Die erste volle Arbeitswoche des neuen Jahres neigt sich dem Ende zu. Von Jahresanfangsruhe ist wenig zu spüren. Das Drama um den Berliner Flughafen geht in die nächste Runde. Jetzt wurden sogar die Bäume falsch gepflanzt. Aber es gab auch gute Nachrichten: Ein Teil der Belegschaft der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien wird übernommen. In einem Management-Buy-Out kauft Chefredaktuer Förster das Magazin "Impulse". Was sonst noch so diese Woche Thema war.

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Von Anne-Kathrin Keller

Mediennews der Woche: Chefredakteur Förster kauft Wirtschaftsmagazin „Impulse“

Ein Mittelstandsjournalist wird selbst zum Mittelständler und rettet einen Teil der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien. Chefredakteur Nikolaus Förster kauft dem Hamburger Verlag das Wirtschaftsmagazin “Impulse“ ab. Dazu gründet er die Impulse Medien GmbH und holt Immobilieninvestor Dirk Möhrle mit an Bord, der mit einem zweistelligen Minderheitsanteil einsteigt. Durch Möhrles Finanzspritze könne Förster das Magazin ohne Bankkredite kaufen, heißt es in der Branche. 20 Mitarbeiter der Mittelstandsredaktion der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien werden als Festangestellte übernommen. Dazu stoßen weitere freie Mitarbeiter, so dass das neue Team künftig 30 Köpfe umfasst. Bereits die kommende Februarausgabe von “Impulse“ wird von der neuen Firma produziert. Der Wechsel von Gruner + Jahr zum neuen Verlag wird am 15. Januar 2013 vollzogen, der Umzug in die neuen Redaktionsräume erfolgt im Februar.

Ebenso wurde heute bekannt, dass der Münchner Finanzen Verlag das Wochenmagazin „Börse Online“ kauft. Das Anlegermagazin gehörte ebenfalls zu den Gruner + Jahr Wirtschaftmedien. Zehn Redakteure werden übernommen. Zum Finanzen Verlag gehören die Titel „Euro“, „Euro am Sonntag“ und „Artinvestor“.

Jubiläum der Woche: Die deutsche Sesamstraße wird 40 Jahre alt

Die deutsche Sesamstraße hat diese Woche ihren 40. Geburtstag gefeiert. Am 8. Januar 1973 eroberten die bunten, sprechenden, übergroßen Plüschtiere Deutschlands Wohnzimmer und Kinderherzen. Dem US-Import schlug zunächst Kritik entgegen: Einige Fernsehsender schlossen die Sendung aus ihrem Programm aus. Sie sei pädagogisch nicht sinnvoll und verbreite unerträgliche Inhalte. Die Sesamstraße setze sich dennoch durch. Kinder lernten durch Graf Zahl Rechnen und Schreiben, durch Oscar aus der Mülltonne den Umgang mit Abfällen und durch Erni und Bert bekamen sie Infos über die politische Welt. Wir gratulieren Ernie und Bert, Kermit, Bibo, Krümelmonster und Co.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

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Start der Woche: Beginn Dschungelcamp

Heute Abend beginnt wieder das große Kakerlakenessen zur Primetime im Fernsehen. Das RTL-Dschungelcamp geht in die nächste Runde. Mit dabei sind wieder jede Menge Z-Promis. Unter anderem Helmut Berger –er war immerhin mal prominent -, Olivia Jones – wir sind gespannt wie sie ungeschminkt aussieht – und Mr. Dagobert Arno Funke. Das Novum 2013: Mit Iris Klein (Mutter von Daniela Katzenberger) und Allegra Curtis (Tochter von Tony Curtis) dürfen sogar Leute teilnehmen, die lediglich berühmte Verwandtschaft haben. Die Werbeindustrie freut das Format. Die Plätze sind ausgebucht. Bahlsen, blau.de und RaboDirect haben sich in ihrem Außenauftritt bereits die Dschungeloptik zugelegt. Los geht es heute um 21.15 auf RTL.

Imageschaden der Woche: Der Berliner Pannenairport

Wieder Ärger mit der Brandschutzanlage, 60 Kilometer Leitungen ohne Isolierung, falsch kalkulierte Abfertigungskapazitäten und nun 1036 falsch gepflanzte Bäume. Das Drama um den Berliner Flughafen nimmt kein Ende. Vier Mal wurde der Start bereits verschoben. Die Satireseite „Der Postillon“ fasst die Entwicklung zynisch zusammen: „Neue Zeitform Futur III eingeführt, um Gespräche über Berliner Flughafen zu ermöglichen.“ Bei allem Spaß und Witzen, die Pannen beim Berliner Flughafen bedeuten einen der größten Imageschäden für Deutschland der letzten Zeit.

Ebenfalls diese Woche kündigte Air Berlin an, dass Hartmut Mehdorn als Chef der Fluggesellschaft zurückgetreten ist. Der bisherige Strategie-Vorstand Wolfgang Proch-Schauer übernimmt seine Aufgaben zukünftig und soll die stark angeschlagene Fluggesellschaft weiter sanieren. Sowohl die Umsätze als auch das Image des Unternehmens haben in den letzten Jahren massiv gelitten. Die Herausforderungen für Proch-Schauer sind groß, nicht zuletzt, weil Air Berlin den neuen Berliner Flughafen als Drehkreuz nutzen will. Wann der allerdings kommt, bleibt fraglich.

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