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Im dritten Quartal 2008 zeigt sich der Werbemarkt weltweit noch stabil

Die globalen Werbemärkte bleiben insgesamt stabil. In den drei Monaten von Juli zu September 2008 wuchs der globale Werbemarkt - basierend auf den Medien Zeitungen, Zeitschriften, TV und Radio - um plus 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nielsen Global AdView Pulse veröffentlich einen Bericht zu den globalen Werbetrends.

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Als Hauptwachstumstreiber nennen die Medienbeobachter die Region Asien-Pazifik (plus 7,8 Prozent). Für den nordamerikanischen Werbemarkt melden sie ein Wachstum von plus 3,1 Prozent und für Europa ein deutliches Minus von 5,9 Prozent. Innerhalb der Asien-Pazifik-Region weist der Bericht hohe Zuwachsraten hauptsächlich in China (plus 16,9 Prozent), Indonesien (plus 16,7 Prozent) und Hongkong (plus 13,0 Prozent) aus.

Diese drei Märkte verzeichnen nicht nur das stärkste Wachstum innerhalb ihrer Region, sie wachsen auch weltweit am schnellsten. Im dritten Quartal 2008 zieht der Asien-Pazifik-Raum an den USA vorbei und führt jetzt auf dem Gebiet der Werbeausgaben mit einem globalen Anteil von 39,3 Prozent, was einem Anstieg von 2 Prozent entspricht.

Obwohl die Werbeausgaben in sechs der zehn europäischen Länder, die von Nielsen Global AdView Pulse beobachtet werden, im dritten Quartal ansteigen, reduzierten sich die Ausgaben in der Gesamtregion um minus 5,9 Prozent. Am stärksten betroffen sind die Märkte in Spanien und der Türkei. Die Werbeinvestitionen in Spanien fallen um minus 22,3 Prozent, während sich die Werbeausgaben in der Türkei um minus 37,3 Prozent reduzieren.

Unter den vier wichtigsten Mediengattungen verbuchen TV und Radio die höchsten Zuwächse. Das Fernsehen kann im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt plus 8,1 Prozent wachsen, obwohl die Ausgaben in diesem Medium im europäischen Raum um minus 6,6 Prozent zurückgehen. Radio bleibt in Nordamerika und Europa relativ konstant und kann im asiatisch-pazifischen Raum um plus 9,7 Prozent wachsen. Insgesamt verzeichnet das Medium weltweit ein Wachstum von plus 2,1 Prozent.

Die Werbeumsätze der Medien Zeitungen und Zeitschriften gehen in den USA und Europa zurück, während die asiatisch-pazifischen Werbeerlöse dieser Medien weiter steigen. Insgesamt reduzieren sich die Werbeaktivitäten in diesen Mediengattungen im dritten Quartal 2008 um minus 6 Prozent bei den Zeitschriften und minus 3,8 Prozent bei den Zeitungen.

Unter den Branchen fallen die Werbeausgaben der Automobilhersteller am stärksten. Die Automobil- und die Finanzbranche reduzieren ihre Werbeausgaben um minus 6,9 Prozent beziehungsweise minus 2,2 Prozent. Im gleichen Quartal investierten alle anderen Branchen indes stärker in Werbeschaltungen. Der Handel verzeichnet den höchsten Anstieg mit einem Plus von 13,6 Prozent, Unterhaltung wächst um plus 10,0 Prozent, während die Werbeaufwendungen der Branchen Bekleidung und Zubehör als auch Gesundheit jeweils um plus 7,6 Prozent steigen.

Das Branchenwachstum nach Regionen verhält sich sehr unterschiedlich: Automobil und Medien sind die einzigen Branchen im asiatisch-pazifischen Raum, die ihre Werbeaufwendungen nicht steigerten (minus 2,6 Prozent beziehungsweise minus 2,1 Prozent), Handel und Unterhaltung nehmen weltweit zu, Telekommunikation wächst hauptsächlich in der Asien-Pazifik-Region (plus 7,9 Prozent), bleibt allerdings in Europa stabil (plus 0,5 Prozent) und geht in Nordamerika (minus 1,1 Prozent) lediglich leicht zurück.

Die Branchen Verbrauchsgüter und Gesundheit erhöhen ihre Werbeausgaben in Nordamerika (plus 1,4 Prozent beziehungsweise plus 4,1 Prozent) und im Asien-Pazifik-Raum (plus 9,7 Prozent beziehungsweise plus 10,8 Prozent), während ihre Ausgaben in Europa sinken (minus 5,7 Prozent beziehungsweise minus 1,8 Prozent).

Obwohl die Automobilbranche den größten Rückgang ihrer Werbespendings im dritten Quartal 2008 verbucht, sind unter den von Nielsen identifizierten Top-20-Werbungtreibenden immerhin noch sieben Automobilhersteller. Insgesamt setzen sich die Top-20-Unternehmen aus den Branchen Gesundheit und Körperpflege, Telekommunikation, Lebensmittel und Getränke, Handel und Unterhaltung zusammen.

Die Top-20-Werbungtreibende weltweit: Procter & Gamble (1), Unilever (2), General Motors (3), Ford (4), L’Oreal (5), Toyota (6), Daimler Chrysler (7), Johnson & Johnson, (8), AT&T (9), Verizon Communications (10), McDonalds (11), Volkswagen Group (12), Honda (13), Nestle (14), Reckitt & Benckiser (15), Coca-Cola (16), Nissan (17), Sony (18), Glaxosmithkline (19) und Time-Warner (20).

www.nielsen.com

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