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IKT-Standort Deutschland verbessert sich

Deutschland erreicht als Standort für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Vergleich der Top 15 IKT-Nationen in diesem Jahr gemeinsam mit Schweden Platz sechs. Damit verbessert sich Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz. Der Abstand zum führenden Südkorea ist wie im Jahr 2010 aber deutlich, zeigt der „Monitoring-Report Deutschland Digital 2011“. Die Studie wurde anlässlich des sechsten nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung in München vorgestellt.

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Die Benchmark-Studie, die TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie seit dem Jahr 2000 jährlich erstellt, analysiert den Status Quo der deutschen Informationswirtschaft im Vergleich zu den führenden IKT-Weltregionen mit insgesamt 14 Ländern. Im Bereich „Marktbedeutung“ verbessert sich die durchschnittliche deutsche Performance um einen Platz auf Rang fünf. Im Vergleich der infrastrukturellen Performance kommt Deutschland wie im Vorjahr auf Platz fünf, fällt jedoch im Bereich „Anwendungen“ in seiner durchschnittlichen Leistungsfähigkeit um drei Platzierungen auf Rang acht zurück. Das beste Ergebnis erzielt Deutschland beim „Anteil der Internet-Werbeumsätze am Werbemarkt“ mit Rang drei. Besonders schlecht schneidet die Bundesrepublik im Vergleich zu den anderen 14 Ländern mit Rang 13 bei der „Nutzung von sozialen Netzwerken durch Internetnutzer“ ab.

In einem mit IKT-Experten besetzten Workshop wurden die Ergebnisse des TNS-Benchmarks diskutiert und Handlungsempfehlungen erarbeitet, um Deutschland an die Weltspitze zu führen. Einerseits geht es aus Sicht der Experten darum, die Standortchancen auszubauen. Hier sollte der Fokus auf branchenübergreifende Industrie-Konvergenzfelder gerichtet sein. Die politische Unterstützung sollte sich gleichermaßen auf die Felder E-Energy/Smart Grids, E-Mobility, Smart Building/Smart Home und E-Health erstrecken. Die Experten empfehlen weiter, die staatliche Forschungs- und Entwicklungsförderung auf die branchenübergreifenden Wachstumsfelder Embedded Systems, Cloud Computing und IT-Sicherheit sowie auf die oben genannten Konvergenzfelder zu fokussieren. Darüber hinaus seien Fördermaßnahmen zur Marktumsetzung von Innovationen zu initiieren. Forschung und Entwicklung (FuE) sollte zudem steuerlich begünstigt werden, um den deutschen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen OECD-Mitgliedern abzubauen.

Genutzt werden müssten auch die Chancen eines zügigen Ausbaus digitaler Infrastrukturen mit dem Ziel eines Technologiemixes. Der Ausbau des mobilen Breitbands sei zügig voranzutreiben, damit sich neue Anwendungen im Massenmarkt durchsetzen können. Für Busisness-to-Business (B-to-B)-Anwendungen seien hohe Bandbreiten, Netzstabilität und Netzsicherheit zu gewährleisten. Andererseits geht es den Experten zufolge um die Beseitigung der wichtigsten Standortnachteile. Bei der Qualifizierung und Qualifikation sollte dem Fachkräftemangel durch qualifizierte Zuwanderung und verbesserte Ausbildung entschieden entgegengewirkt werden. Investitionen in Bildung seien noch wichtiger als Investitionen in Netze. Die Ausgaben für Bildung müssten bis zum Jahr 2015 auf sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht werden. Zeitnah anzupassen sei der digitale Rechtsrahmen. Denn Rechtsungleichheit im internationalen Wettbewerb und Rechtsunsicherheit vor allem bei Datenschutz und Urheberrecht bedeuteten für Deutschland einen Standortnachteil. Schließlich betonen die Experten die Internationalisierung des Mittelstands. Die kleinen und mittleren Unternehmen sollten auf ihrem Weg in die Internationalisierung von der Förderpolitik begleitet werden. So sei auch der Aufbau von mehr Global Playern und besseres Entrepreneurship am deutschen IKT-Standort möglich.

Die Langfassung der Studie sowie Charts zum TNS Infratest-Gesamt-Benchmark der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, eine ausführliche Swot-Analyse des Standortes und die Profile der untersuchten Länder können auf der Homepage des Marktforschungsunternehmens heruntergeladen werden.

www.tns-infratest.com

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