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Ignorierte Überkapazitäten machen Automarkt Probleme

Der weltweite Automarkt leidet laut Informationen der Automobilberatung International Car Concept (ICC) nach wie vor unter massiver Überproduktion. Keinen Zweifel gebe es daran vor allem für John Elkann, Vizepräsident von Fiat. Nach einer Konferenz über die Perspektiven für die Wirtschaft nach der Krise in Rom bleibe allein die Hoffnung, dass es am Ende der Autokrise weniger Produzenten geben wird.

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„Leider ist derzeit gerade das Gegenteil im Gange“, lasse sich Elkann im österreichischen Wirtschaftsblatt zitieren. Die Autoindustrie sei in der Lage, 50 Prozent mehr Autos herzustellen, als tatsächlich verbraucht werden. „Man müsste weniger in neue Produkte investieren. So könnte das Problem der Überkapazität bewältigt werden“, unterstreiche Elkann. Fiat versuche diesem Problem mit dem Chrysler-Abkommen Rechnung zu tragen.

Experten würden die weltweite Produktionskapazität der Autoindustrie für 2009 auf mehr als 90 Millionen Autos beziffern, was doppelt so vielen wie dem voraussichtlichen Absatz entspreche. „Die Überkapazitäten werden allerdings weitgehend ignoriert“, sagt Uwe Röhrig, Inhaber der Automobilberatung ICC. Das gewaltige Überangebot müsse dann um jeden Preis verkauft werden. Gewinneinbrüche seien nur eine Folge, zudem fehle Kunden „das Gefühl für den Wert des Autos“. Jeder Autokäufer frage sich, ob er alles herausgeholt habe, so der ehemalige Vertriebschef für Mercedes und Maybach. Die Abwrackprämie nutze bei alledem weniger den deutschen Unternehmen als den europäischen Herstellern und Zulieferern. Kompromisslose Kundenorientierung vermisse Röhrig manchmal in Deutschland. Seine Frage an die Adresse der Hersteller lautet: „Was ist es beispielsweise für ein Zeichen an Händler und Kunden, wenn die Autohersteller ihre Vertriebsabteilungen in Kurzarbeit schicken? Wann, wenn nicht jetzt ist die Zeit für den Vertrieb, in die Offensive zu gehen und auch neue Konzepte zu testen?“

www.icconcept.de

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