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Hohe Investitionsbereitschaft im Interaktiven Handel

Der Interaktive Handel in Deutschland bleibt auch im Frühjahr 2013 in einer konjunkturell starken Phase. Lage und Erwartungen verbleiben auf hohem Niveau und damit deutlich über dem Niveau der deutschen Gesamtwirtschaft, wie die neueste Business-to-Consumer (B-to-C)-Händlerstudie des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) und des Unternehmens Creditreform Boniversum belegt. Das Rekordhoch aus dem Vorjahr werde jedoch nicht mehr ganz erreicht.

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Generell lässt sich im Frühjahr 2013 erkennen, dass das Geschäftsklima des Interaktiven Handels aus dem positiven Auftragsklima resultiert. Dies zeigen die Detailanalysen der aktuellen und künftigen Auftragseingänge sowie der zusätzlich abgefragten Bestellmenge. Die positive Konsumstimmung der deutschen Verbraucher spiegelt sich auch in einer entsprechenden Nachfrage wider.

Hohe Nachfrage nach Online-Angeboten

Die positivsten Bewertungen zeigen derzeit die größeren Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland, also diejenigen Unternehmen, die hohe Umsätze (mehr als fünf Millionen Euro) erzielen und zugleich viele Kunden (mehr als 100.000 Kunden in den letzten zwölf Monaten) aufweisen können. „Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die Nachfrage nach Online-Angeboten weiterhin ungebrochen hoch ist. Neben den größeren Unternehmen, sind es die Unternehmen der Teilbranchen Freizeit und Haushalt, die ihre aktuelle und zukünftige Geschäftslage derzeit am positivsten bewerten“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Boniversum.

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen hat sich im Frühjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht (2013: 83 Prozent; plus 2 Punkte). Die Perspektiven bleiben auch für die nächsten Monate insgesamt positiv, nicht zuletzt, da auch die Art der geplanten Investitionen Ausdruck des weiterhin bestehenden konjunkturellen Optimismus sind. Investitionen für Kapazitätserweiterungen (2013: 37 Prozent; plus 3) und für Innovationen (2013: 37 Prozent; minus 2) bleiben bei den Online- und Versandhändlern die mit Abstand meistgenannten Investitionsarten. Zum Vergleich: Die Investitionsneigung in der deutschen Gesamtwirtschaft blieb im 1. Quartal 2013 nahezu stabil (50 Prozent; minus 1 Punkt).

Umsatzsteigerungen durch Social-Media-Nutzung

Aktuell setzen sieben von zehn Unternehmen Social Media ein, um die Beziehung zum Kunden weiter zu vertiefen und einen noch besseren Austausch zu ermöglichen. Das entspricht einer Steigerung von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (2013: 70 Prozent). Facebook (2013: 93 Prozent; plus 2) sowie Youtube (2013: 50 Prozent; plus 7) bleiben die meist genutzten Social Media-Kanäle. Als meistgenannter Grund für die Nutzung wird ein „engerer Kontakt zum Kunden“ genannt (2013: 31 Prozent; plus 7). Zudem haben mehr Unternehmen als im Vorjahr ihren Personalbestand für Social Media weiter erhöht (2013: 31 Prozent; plus 9). Auch konnte bei jedem vierten Unternehmen durch Social Media der Umsatz gesteigert werden (2013: 24 Prozent; plus 6).

Senkung der Retourenquote möglich

In der aktuellen Analyse vom Frühjahr 2013 zeigt sich, dass es dem deutschen Interaktiven Handel in den letzten zwölf Monaten offenbar gelungen ist, die Retourenquote zu senken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation verbessert, da derzeit nur noch etwa jedes fünfte Unternehmen von steigenden Rücksendungen berichtet (2013: 20 Prozent; minus 5 Punkte). Und auch der Anteil der Unternehmen, die von sinkenden Rücksendungen sprechen, hat zugenommen (2013: 16 Prozent; plus 5). Nach den Worten von bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer, rechnen die befragten Unternehmen aktuell wieder mit einem leichten Anstieg (2013: 23 Prozent; plus 3). Letztlich sei der Rückgang der Retourenquote aber natürlich auch ein Ausdruck der Bemühungen, durch ein effizientes Retourenmanagement Kosten zu senken und damit die Ertragslage der Unternehmen zu verbessern.

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