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„Heutzutage kämpft jeder Online-Anbieter mit Konversionsraten“

Dr. Jarg Temme verfolgt ein Geschäftsmodell, das darauf abzielt, Abbrecher eines Online-Kaufvorgangs doch noch zu Kunden zu konvertieren. absatzwirtschaft-online sprach mit dem Marketingmanager von Deal United über das Win-Win-Versprechen für Website-Besucher, Kunden und Werbepartner.

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Dr. Jarg Temme ist Geschäftsführer des Internet-Dienstleisters Deal United.

Herr Dr. Temme, Sie machen Besuchern, die sich bei einem Anbieter X zum Beispiel für eine DVD interessieren, die DVD aber nicht kaufen möchten, ein attraktives Angebot. Für den Kauf eines Produktes ihres Werbepartners Y, zum Beispiel ein Konzert-Ticket, erhält er die gewünschte DVD kostenlos. Nimmt der Markt Ihr Angebot an?

Dr. JARG TEMME: Sehr gut sogar, da wir für unsere Partner eines ihrer zentralen Probleme lösen: Konversionsraten. Heutzutage kämpft jeder Online-Anbieter mit Konversionsraten beziehungsweise deren Steigerung. Unser Modell setzt genau hier an und wandelt Nicht-Käufer doch noch in Käufer und steigert somit die Konversionsrate. Das Interesse an unserem Modell ist daher sehr groß und wird in unterschiedlichen Branchen eingesetzt.

Am Ende zahlt nicht der Kunde, sondern der Werbepartner das Produkt. Hat er damit auch Einfluss auf die ausgewiesenen Angebote oder spielt das keine Rolle?

TEMME: Das Produkt ist für den Werbepartner weniger wichtig. Für ihn zählt die Zielgruppe. Daher werden Werbepartner in der Zukunft die Möglichkeit erhalten für unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Preise zu zahlen.

Stellen Sie sicher, dass die Angebote der Werbepartner den Bedürfnissen potentieller Käufer entsprechen?

TEMME: Dies ist ein sehr zentrales Thema. Unser Ziel ist die Steigerung des Umsatzes unserer Online-Anbieter. Dies können wir aber nur erreichen, wenn wir jedem User schnell ein passendes Angebot einblenden. Wir entwickeln daher unsere Targeting Engine, die basierend auf dem Userverhalten Angebote auswählt, ständig weiter.

Ihre Werbepartner zahlen für neue Kunden. Sie selbst versprechen, diese Prämien ohne Begrenzung nach oben an Ihre Kunden weiterzureichen. Die Prämien gehen also über den Wert des zu finanzierenden Produktes hinaus? Wie berechnen Sie Ihre Provisionen?

TEMME: Das stimmt, Online-Anbieter haben auch die Chance mehr als den Produktpreis zu bekommen also mehr Umsatz pro Produkt zu erzielen. Jeder Online-Anbieter definiert einen Minimum Preis, den er von uns garantiert bekommt. Zahlt uns ein Werbepartner mehr als den Minimum-Preis, dann zahlen wir dem Online-Anbieter auch mehr aus. Wir finanzieren uns über eine Marge, die von der Prämie des Werbepartners abgezogen wird.

Ihr Geschäftsmodell arbeitet zurzeit vor allem in den Bereichen E-Commerce, Communities, Software und Gaming. Lassen sich die Produktbereiche beliebig ausdehnen?

TEMME: Hier sind keine Grenzen gesetzt. Das Modell lässt sich auf jeder Webseite anwenden auf denen Transaktionen durchgeführt werden, das heißt alle Webseiten, die versuchen, ein Produkt, ein Abo, eine Mitgliedschaft oder ähnliches zu verkaufen. Sollte der Preis eines Produktes über dem Prämienpreis eines Werbepartners liegen, arbeiten wir mit Preisrabatten, die über Gutscheine ausgezahlt werden.

Können Sie Ihren Kunden und Partnern handfeste Mediadaten liefern? Wieviele Kunden, die sich eigentlich verabschieden wollen, können Sie tatsächlich zu Kunden konvertieren?

TEMME: Die Konversionsraten sind sehr heterogen und hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Hierbei gilt es zwischen unseren Integrationen, wie zum Beispiel E-Mail-Kampagnen, Warenkorbabbruch-Layer, Seitenabbruch-Layer, Uninstall Screen und vielen weiteren zu differenzieren. Auf der anderen Seite müssen die unterschiedlichen Angebote unserer Partner und deren Attraktivität berücksichtigt werden, sodass eine allgemeine Aussage schwierig ist. Unser Ziel ist immer die Maximierung des Umsatzes unserer Partner.

Ihr Angebot zählt zu den kollaborativen Shoppinglösungen im Bereich E-Commerce. Welchen Stellenwert hat dieses Geschäftsfeld für das Marketing, heute und in den nächsten Jahren?

TEMME: Es ist eines der neuen und wachsenden Geschäftsfelder. Hier werden wir in der Zukunft noch viele spannende Modelle sehen, die die unterschiedlichsten Bedürfnisse abdecken werden. Ein Beispiel hierfür sind bereits die vielfältigen Cashback-Programme, die sich derzeit sehr erfolgreich am Markt positionieren. Das Gespräch führte Irmtrud Munkelt

www.dealunited.de

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