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Hat es sich ausgeglööcklert?

Harald Glööckler ist schrill, exzentrisch und vor allem geschäftstüchtig. Mit einer breiten Produktpalette seiner pompöösen Markenwelt ist der Designer äußerst erfolgreich. Mit der zweiten Staffel seiner Reality-Show geht es derzeit aber quotenmäßig steil bergab. Wird es langsam ein bisschen zu viel Glanz und Gloria?

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Von Johannes Steger

Vom Fertighaus über Porzellan und Pralinen bis hin zur Mode – wer will, kann sein ganzes Leben mit dem Konzept Glööckler ausstaffieren. Das sieht vor allem eins vor: Luxus für den kleinen Preis. Und natürlich jede Menge Glamour. Damit ist Harald Glööckler äußerst erfolgreich. Mit seiner 1990 gegründeten Marke Pompöös feierte er auf diversen Teleshopping-Sendern Verkaufserfolge. Es folgten unter anderem Kooperationen mit dem Bekleidungshersteller Bonprix, mit Rossmann-Kosmetik und Pralinen für den Supermarkt.

Was die perfekt manikürten Finger des Designers anfassen, wird zum Erfolg. Und auch die erste Staffel seiner Show „Glööckler, Glanz und Gloria“ war ein Quotenrenner: Seine extravaganten Outfits, das gewagte Make-up und die opernhaften Auftritte wurden zum Wiedererkennungswert und Markenzeichen. Und so mauserte sich der glamouröse Designer langsam aber sicher selbst zur einzigartigen Marke.

Die Marke Glööckler dehnt sich weiter

In einer Erhebung der Testimonial-Experten von cpi Celebrity Performance im Jahre 2012 erreichte der Designer Spitzenwerte in den Kategorien Einzigartigkeit, Bekanntheit und positives Abheben. Damit schaffte es Glööckler in die Kategorie „Attention Performer“. Sein cpi-Index von 42,5 Prozent kratzte sogar an dem Thron des Modeherrschers Karl Lagerfeld, der in der Kategorie einen Indexwert von 47,8 erreichte.

Und wer denkt, Glööckler würden langsam die Ideen ausgehen, der irrt: Zuletzt stellte er im glitzerverliebten Moskau eine Baby- und Kleinkindmodelinie mit dem passenden Namen „Princess for a Day“ vor. Und auch für die Inneneinrichtung ist einmal mehr gesorgt: Eine Designböden-Kollektion bringt nun Glamour in triste Heimwerkermärkte.

Kein Erfolg für „Glööckler, Glanz und Gloria“

So gar kein Erfolg will sich jedoch mit der zweiten Staffel von „Glööckler, Glanz und Gloria“ einstellen. Auch in der dritten Woche liegen die Einschaltquoten weit hinter den Rekordergebnissen der ersten Staffel. Nur noch wenige wollen dem Designer zuschauen. Für einen Abgesang auf seine Erfolgsgeschichte ist es jedoch mehr als verfrüht. Denn Produkte aus der Glööckler-Glitzerwelt verkaufen sich auch weiter. Vielleicht ist es medial aber auch einfach ein bisschen zu viel Glööckler gewesen. Da könnte sich das Sinken der Quote mit dem Genuss von zu viel Süßigkeiten vergleichen lassen: Irgendwann braucht es einfach eine Pause vom ganzen Zuckerguss. Das heißt aber nicht, dass die Begeisterung darüber auf Dauer vergangen ist.

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