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Gute Zahlen für Xing, neue Funktionen bei facebook und ein Viral-Hit von Böhmermann

Diese Woche drehte sich vieles um Wiesenhof, Facebook, Xing und natürlich Böhmermann

Diese Woche geht es in unserem Rückblick um den Fall "Wiesenhof", die neue Ausrichtung bei Facebook in Sachen Werbeplatzierungen, gesunde Zahlen bei Xing und um den aufregendsten Mann im deutschen Fernsehen: Jan Böhmermann

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Der Brand der Woche: Wiesenhof

Die Kritik am Unternehmen Wiesenhof begann schon 2009, als im Internet Videos aus dem Mastbetrieb im niedersächsischen Twistringen auftauchten. Zu sehen war, „wie Personen Hühnern ohne vorherige Betäubung unter anderem durch Festhalten am Kopf und Herumschleudern des Körpers das Genick brechen“, hieß es in dem Schreiben der Staatsanwaltschaft Verden, die daraufhin gegen den Fleischhersteller Wiesenhof wegen Tierquälerei ermittelte. Wiesenhof geriet ins Feuer der Kritik, in das gleich weitere Praktiken einbezogen wurden: Auch Angestellte, hieß es, würden nicht gerecht entlohnt. Laut Frankfurter Rundschau erhielten sie zwischen fünf und sechs Euro die Stunde.

Der Verein SOKO Tierschutz veröffentlichte in den kommenden Jahren weitere erschütternde Videos aus Wiesenhof Mastbetrieben, die Tierschutzorganisation PETA stellte 2010, 2011 und 2012 mehrere Strafanzeigen wegen Tierquälerei. Und Wiesenhof? Der Konzern blieb zu dieser Zeit eher wortkarg und äußerte sich kaum zu den Vorfällen. Um ihr eigenes Image nicht zu beschädigen, beendeten daraufhin mehrere Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Hof, darunter MC Donald’s im Jahr 2012. Mit dem Slogan „Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt“ fuhr der Geflügelhof damals nicht sonderlich gut.

Die Brände in den vergangenen zwei Jahren bringen Wiesenhof dieses Mal auf eine andere Art und Weise in die Nachrichten. Schon im Februar 2015 hatte es auf dem Schlachthof in Bogen gebrannt. Doch der Betrieb, in dem täglich 220.000 Hähnchen geschlachtet wurden, solle 2016 wieder aufgebaut werden, so das Statement der Geschäftsführung. Hier wurde die Brandursache bis heute nicht geklärt. Hinweise auf eine Brandstiftung hatten sich laut Polizei nicht ergeben. Im Februar 2016 demonstrierten dann Tierschützer auf der Baustelle, wo sie zwei Kräne besetzten.

Ob das Feuer am Ostermontag etwas mit Kritikern des Konzerns zu tun hat, wurde nicht bestätigt. Bis jetzt ist das Feuer aus ungeklärten Gründen ausgebrochen. Der Schaden durch den Großbrand dürfte nach ersten Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich liegen. Bei den ausgebrannten Gebäuden handelt es sich um eine Produktions- und eine Anlieferungshalle. Lebende Tiere sind nicht betroffen, weil der Schlachthof über die Osterfeiertage nicht produziert hatte.

Der Auftritt der Woche: Böhmermann

Was ist eigentlich deutsch? 10 Millionen Fahrradhelme, Jack Wolfskin-Jacken, Birkenstock Sandalen und Müsli? Vor neun Monaten wäre die Auswahl an Schlagworten möglicherweise so ausgefallen.  Tolerant, aber detailverliebt. Weltoffen, aber bis in die verschrobensten Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches korrekt. Warum einfach, wenn es auch schwer geht? Es gibt unzählige Charakteristika, die den Deutschen im 21. Jahrhundert beschreiben.

Doch seit der Flüchtlingskrise ist bekanntlich alles anders. Die Willkommenskultur kippte, Deutschland zeigte plötzlich ein sehr unfreundliches Gesicht: Der rasende Mob vor dem Bus voller Flüchtlinge im sächsischen Clausnitz steht stellvertretend für die hässliche Fratze des anderen Deutschlands anno 2016.

ZDF Comedian Jan Böhmermann hat sich diesen neuen Deutschen genauer angesehen und nach „Ich hab Polizei“ den nächsten Viral-Hit produziert – den Vierminüter „Be Deutsch“, der heute debütierte und auch als Single auf iTunes erhältlich ist.

„Achtung, Germans on the Rise!“, warnt Böhmermann gleich zu Beginn musikalisch und optisch unverwechselbar im Rammstein-Stil. Gesungen wird in englischer Sprache durchsetzt mit typisch deutschen Begriffen wie Grundgesetz und Dosenpfand. Die ganze Geschichte lesen Sie bei meedia.de.

Die Zahl der Woche: Xing

Wenn Sie einen neuen Job suchen, dann suchen Sie wo? Entweder bei einer Jobbörse oder bei Xing. Und genau deswegen ist das Karrierenetzwerk weiter auf dem Vormarsch: Eigenen Angaben zufolge hat die Burda-Tochter die Grenze von zehn Millionen Mitgliedern in der D-A-CH-Region, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz, geknackt. Im vergangenen Jahr sei das Mitgliederwachstum so hoch wie nie zuvor gewesen. Wie das Unternehmen bereits in seiner Mitteilung zur Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr erklärte, seien unter den nun rund zehn Millionen Nutzern 880.000 Xing-Premium-Mitglieder, die für die Dienste des Business-Netzwerkes zahlen.
Inklusive weiterer Angebote rechnet Xing mit insgesamt 10,5 Millionen Nutzern. Neben dem klassischen Web-Netzwerk-Geschäft haben die Hamburger in den vergangenen Jahren auch ihr Offline-Event-Angebot ausgebaut. 2015 schloss das Netzwerk mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 36,6 Millionen Euro – einem Plus von rund einem Viertel – ab. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 17,6 Millionen Euro, fast dreimal so viel wie im Vorjahr. Da hatte allerdings eine hohe Wertberichtigung das Ergebnis belastet. Im deutschsprachigen Raum ist Xing an den Mitgliederzahlen gemessen Marktführer. International führt LinkedIn mit seinen rund 400 Millionen Mitgliedern.

Die Veränderung der Woche: Facebook

Ab 12. April werden Instant Articles für alle Publisher bei Facebook zur Verfügung stehen. Kurz vorher hat Facebook noch einmal bei den Monetarisierungs-Möglichkeiten Hand angelegt. Wie ein Facebook-Mitarbeiter in der Facebook-News&Media-Gruppe bekannt gab, wird es folgende Neuerungen geben:

  1. Instant Articles wird direkt verkaufte, Rich Media Ads im Format 300×250 unterstützen. Das betrifft animierte Anzeigen sowie Video-Anzeigen mit und ohne Autoplay
  2. Am Ende der Instant Articles ist ein weiterer Werbeplatz vorgesehen. Bedingung ist aber, dass höchstens eine Anzeige auf dem Bildschirm zu sehen ist.
  3. Verbesserungen beim Audience Network. U.a. können Native Ads nun auch auf Android-Geräten ausgespielt werden und Video-, sowie Carousel Ads sind in Vorbereitung. Das Audience Network ermöglicht es Werbetreibenden, ihre Facebook-Kampagnen auf andere mobile Apps auszudehnen.
  4. Anzeigen in eingefügten Videos von Drittanbietern werden nun auch zugelassen. Sollte sich der Inhalt eines Instant Articles aber auf das Video beschränken, werden aber keine Video-Ads zugelassen.

Kommunikation

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