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Gründe für die Briefkastenfirma, Würstchen-Zoff bei Daimler und der Tesla Hype

Diese Woche geht es um Taylor Swift, Böhmermann, Tesla und Würstchen

Die Panamapapers sorgen für Aufregung, doch nicht jede Briefkastenfirma lässt auf kriminelle Machenschaften schließen. Bei Daimler muss man sich nicht um Abgaswerte sorgen, sondern um Würstchen. Und Tesla macht auf Apple und kreiert den Hype der Woche

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Der Scoop der Woche: Panamapapers

Panama – vielen war das bisher nur ein Begriff wegen des dortigen Kanals und der Janosch-Geschichte. Wahrscheinlich waren noch nicht viele hochrangige Politiker, Funktionäre, Diktator en oder Geschäftsmänner in Panama. Denn dann hätten sie gewusst, dass in Panama auch eine Kanzlei ihren Sitz hat, die ihnen eine Briefkastenfirma eröffnen kann. Zum Beispiel auf den Cayman oder den Britischen Jungferninseln. Also so etwas wie die Schweiz von früher, nur mit Palmen und Gebäuden, in denen so viele Firmen ihren Sitz haben, dass man dafür eigentlich eine ganze Straße bräuchte. Wozu das gut sein kann? Das reicht vom Verstecken von Bestechungsgeld bis hin zur Steuervermeidung. Veröffentlicht wurde das Ganze vom Recherchekonglomerat von Süddeutsche, WDR und NDR. Kaum geleakt, war der Skandal schon da. Ob isländischer und britischer Premierminister oder Oligarch – irgendwie sind alle betroffen. Dennoch empfiehlt sich bei aller Aufregung ein sachlicher Blick auf die Situation. Denn nicht jeder mit Briefkastenfirma im Tropenparadies ist gleich ein Betrüger. „Handelsblatt.com“ hat die guten Gründen dafür zusammengefasst.

Der Konflikt der Woche: Erdogan vs. Böhmermann

Die Überschrift des Absatzes trifft es dann doch nicht so ganz. Eigentlich müsste sie lauten: Erdogan vs. Böhmermann, Extra3, Deutschland, die Pressefreiheit, die Menschenrechte und eigentlich die ganze Welt. Denn der türkische Präsident hat es augenscheinlich nicht so mit der Kritik – besonders wenn es um ihn selbst geht. Nachdem das Fernsehformat Extra3 den Nena-Hit „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ satirisch auf Erdogan zuschnitt, musste der deutsche Botschafter dem obersten Politiker der Türkei einen Besuch abstatten. Pressefreiheit? Nicht mit Herrn Erdogan. Das stellt er selbst in seinem eigenen Land „eindrucksvoll“ unter Beweis. Auch Jan Böhmermann mischte danach mit und veröffentlichte einen Beitrag, der auf ziemlich gemischtes Echo stieß und rechtliche Konsequenzen haben könnte. Denn offenbar ermittelt die Staatsanwaltschaft Mainz gegen den Moderator. Wird das Erfolg haben? „Meedia“ hat sich mit einem Medienrechtler unterhalten.

Das Konfliktchen der Woche: Würstchenzoff bei Daimler

Kennen Sie das? Am Buffet gibt es immer einen, der sich den Teller so voll macht, dass selbst Eintagsfliegen noch Klaustrophobie bekommen könnten. Auch bei einer Hauptversammlung ist das so, da hatte Daimler extra Würstchen für seine Aktionäre aufgetischt. Die Rechnung hätte aufgehen müssen: 12.500 Würstchen für 5.500 Aktionäre. Der Hunger bzw. die Gier von manch einem machte dem Konzern aber einen Strich durch die Rechnung. Als eine Aktionärin einen anderen Aktionär auf seinen regen Appetit aufmerksam machte, kam es zu einem Streit. Vorsorglich rief man da lieber mal die Polizei. Braucht ja keiner, so ein Würstchengate. In Wolfsburg könnte man jetzt neidisch werden: Solche Probleme müsste man haben. „Handelsblatt.com“ hat es gemeldet. 

Die Erkenntnis der Woche: Wo bleibt Europas Tesla?

Wer vor ein paar Jahren Erkenntnisse über den Zustand der US-Automobilindustrie erlangen wollte, der musste nur einmal nach Detroit fahren. Industriebrachen, verlassene Stadtteile und eine Kriminalitätsrate, die selbst Al Capone aus der Stadt getrieben hätte. Heute ist das anders: Doch die Autoindustrie der Vereinigten Staaten sitzt nicht mehr an den Großen Seen im Norden, sondern im Westen. Da wo auch Google und Co. sitzen. Bei Tesla arbeitet man gerade an der Zukunft des Autos. Das kommt gut an: 276000 Vorbestellung für ein Modell, von dem ungefähr so viel bekannt ist wie von der nächsten iPhone-Generation. Das sollte in Europa für Unruhe sorgen, warnt Markenexperte Michael Brandtner.  In Amerika tut sich was. Detroit ist übrigens mittlerweile ein Eldorado für Start-Ups. 

Das Testimonial der Woche: Taylor Swift für Apple

Was haben Taylor Swift und Apple gemeinsam? Sie machen stets ihre eigenen Regeln. Ein einfacher Anschluss für Lan-Kabel? „Nö, da haben wir einen Aufsatz für“. Musik bei einem Streamingdienst für kleinste Cent-Beträge? „Nö, sollen die Leute schön mein Album kaufen“. Es wächst also zusammen, was zusammen gehört. Auch wenn Taylor Swift schon mal gegen Apples Musikdienst stänkerte, passen die beiden doch gut zusammen. Für einen Werbespot läuft die Sängerin jetzt über das Laufband. Mit überraschendem Ende.

Kommunikation

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