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GroKo hat nicht nur Fans, Ritter Sport klagt gegen Testurteil und Niederländer empören sich

Alles unterschrieben und jetzt kann es mit der Großen Koalition eigentlich losgehen. Wäre da nicht noch der Entscheid der SPD-Basis abzuwarten. Ein Ja zum Bündnis mit der CDU/CSU ist dabei gar nicht so sicher, wie es die Parteispitze der Sozialdemokraten gerne hätte. Für Ritter Sport fing die Woche nicht gut an, denn die Stiftung Warentest verteilte schlechte Noten. Die Schokoladenhersteller lassen sich das nicht gefallen. Genauso wenig wie ein Holländer, der mit einer rassistischen E-Mail konfrontiert wurde.

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Von Johannes Steger

Der Vertragsabschluss der Woche: Große Koalition steht (fast)

Nach wochenlanger Debatte und nächtlichem Verhandlungsmarathon steht sie nun endlich, zumindest auf dem Papier: die Große Koalition. Die Parteispitzen sind zufrieden und auch der Börse gefällt`s: Nach Bekanntgabe schnellte der Dax auf ein neues Allzeithoch. Also alles eitel Sonnenschein in Deutschland? Mitnichten, denn der Koalitionsvertrag ist zwar unterschrieben, aber die SPD-Basis muss darüber noch abstimmen. Und an der rumort es, wie Handelsblatt Online berichtet. Auf vielen Parteiseiten wird der Koalitionsvertrag heiß diskutiert und findet nicht immer die Zustimmung der Mitglieder. Auch anderswo finden sich Kritiker.

Deutschland darf also gespannt sein, wie die Basis entscheiden wird. Für das Satiremagazin Titanic ist die Entscheidung gefallen. Zumindest wenn es um die Antwortmöglichkeiten der Parteimitglieder geht.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Das Zusammenspiel von Markenführung und Personalwesen

>>>Jürgen Klopp bringt Opel an die Spitze

>>>„Werbungtreibende haben sich mit den Mediaagenturen ins Bett gelegt“


Das Testurteil der Woche: Mangelhaft, setzen!

Für Marketing und Presseabteilungen hat Super-Gau einen besonderen Namen: Stiftung Warentest. Zumindest dann, wenn die Kontrolleure schlechte Noten verteilen. Unlängst geschehen beim Schokoladenhersteller Ritter Sport. Die Tester bemängelten, dass das Aroma Piperonal fälschlicherweise als „natürliche Aromen“ deklariert worden sei und verpassten der Tafel „Voll-Nuss“ ein Mangelhaft. Der Konzern will sich das nicht gefallen lassen und kündigt Klage an, denn Ritters Aroma Lieferant bekräftigt, dass das Piperonal natürlich hergestellt sei. Und tatsächlich: Per einstweiliger Verfügung wurde den Warentestern die Deklaration „chemisches Piperonal“ bei Ritter Sport Schokolade untersagt. Für den Verzehr spielt das letztlich keine Rolle, denn der ist unbedenklich. Und so nehmen es die meisten wahrscheinlich mit Humor und naschen weiter.

Die Lektion der Woche: Erdkundestunde für US-Amerikaner

Den Amerikanern wird in Bezug auf ihre Weltsicht gerne viel nachgesagt. Sie seien engstirnig und würden davon ausgehen, dass der Rest der Welt immer noch mit Rauchzeichen kommuniziere. Die Seite Buzzfeed wollte den Vorurteilen auf den Grund gehen und bat US-Bürger, auf einer Blanco-Karte von Europa die korrekten Ländernamen einzutragen. Dabei kam heraus: Auch ein Universitätsabschluss schützt nicht davor, Finnland in Tschechien zu verorten oder Portugal als Westspanien zu benennen. So schlimm wie angenommen ist es dann aber doch nicht und welcher Europäer könnte wohl alle US-Bundesstaaten korrekt lokalisieren? Alle Europakarten auf Buzzfeed.com.

Der Aufschrei der Woche: „Ist nichts, ist ein Neger“

In den Niederlanden sorgt eine Jobabsage gerade für reichlich Furore. Denn im Nachbarland, das für seine Toleranz bekannt ist, wollte man einen Bewerber aufgrund seiner Hautfarbe nicht als IT-Trainee anstellen. Diese Begründung wollte ein Angestellter eigentlich nur seinem Chef per Mail zukommen lassen. Dumm nur, dass er statt auf Weiterleiten den Antwort-Button klickte und die rassistische Begründung an den Bewerber selbst schickte. Der machte das auf Facebook publik und entfachte damit eine Debatte über Alltagsrassismus sowie die besagte Firma und den Angestellten. Die bemühen sich jetzt um Schadenbegrenzung, mit ziemlich mäßigem Erfolg.

Digital

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Es ist der Albtraum jeder Marketingabteilung: Eine Werbung des eigenen Unternehmens löst in den sozialen Medien einen Shitstorm aus. Passiert ist dies zum wiederholten Male dem Kosmetikanbieter Dove. In den USA warb die zum Unilever-Konzern gehörende Marke für eine neue Waschlotion mit einem Kurz-Video, in dem farbige und weiße Models auftreten. Im Social Web geriet der Clip schnell unter Rassismus-Verdacht. Dove zog die umstrittene Werbung zurück und entschuldigte sich umgehend. mehr…

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