Suche

Anzeige

Google Analytics auf mehr als 20 000 deutschen Websites

Mehr als 20.000 deutsche Websites lassen ihr Besucheraufkommen von Google erfassen und auswerten. Mit Google Analytics, dem kostenlosen Angebot zur Messung und Auswertung von Besucherbewegungen auf Websites (allgemein genannt: Web Analytics), liefert das amerikanische Unternehmen den Betreibern von fast der Hälfte der populärsten 50.000 deutschen Online-Angebote Statistiken zur Anzahl und den Bewegungen ihrer Besucher, zu deren technischen Merkmalen und der Beliebtheit von Werbung, Produkten oder Inhalten.

Anzeige

Die Untersuchung des Berliner Beratungsunternehmens Ideal Observer belegt die deutlich dominierende Stellung von Google auch im Bereich der Analyse von Besucherbewegungen auf Websites. Nach Auswertung der 50 000 beliebtesten deutschen Online-Angebote findet sich der entsprechende Code für die Erfassung auf vielen großen deutschen Publikumsseiten (zum Beispiel bild.de, stern.de oder wetter.de), auf Online-Shops wie mobile.de, my-hammer.de und lastminute.de, auf Social-Web-Angeboten wie wer-kennt-wen.de, jappy.de und lokalisten.de und dazu auf unzähligen weiteren kleinen und großen Websites. Dass die deutschen Datenschutzbeauftragten von einer Nutzung des kostenlosen Services abraten, scheint für die Betreiber keine Rolle zu spielen.

Hinter Google haben sich zwei Unternehmen einen großen Teil des Marktes gesichert: Omniture und etracker. Omniture, der amerikanische Weltmarktführer für hochwertige Systeme im Bereich Web Analytics betreut sehr viele trafficstarke Angebote, ist aber auch bei eCommerce-Seiten und Unternehmenspräsenzen (siemens.de, volkswagen.de, daimler.de) stark vertreten. etrackers Markt liegt eher bei kleineren Seiten, die mit geringerem Budget auf eine professionelle Performance-Auswertung nicht verzichten wollen, betreut aber auch große Kunden (bahn.de, o2online.de, ard.de).

Mit deutlichem Abstand dahinter folgen drei Anbieter von Premium-Web-Analytics-Systemen: Sitestat von niederländischen Anbieter Nedstat, Webtrends, früher einmal Marktführer auf dem Gebiet Traffic-Analyse und Webtrekk, ein schnell wachsendes Unternehmen aus Berlin. So unterschiedlich die Lösungen im Einzelnen auch sind, bieten sie ihren Kunden doch, wie Omniture auch, ein hochklassiges, professionelles System zur Messung und Optimierung der Online-Angebote. Bemerkenswert ist auch, wie viele Unternehmen bei der Messung der Popularität und Effektivität ihrer Online-Präsenzen mit kostenlosen, eher beschränkten Lösungen auskommen: Statcounter, Piwik, PPHlogger, AWStats und wie sie alle heissen, kommen zusammen auf tausende erfasster Seiten, deren Betreiber mit einfachen Auswertungen offensichtlich zufrieden sind.

Für die Untersuchung wurden die von www.alexa.com ausgewiesenen beliebtesten deutschen Domains (.de) automatisch nach dem Vorkommen entsprechender Codes zur Registrierung des Traffic durchsucht. Die aus dem Alexa-Rang abgeleitete Rangfolge der Beliebtheit in Deutschland (Traffic Rank) wurde zur Gewichtung der Verbreitung genutzt. Die Suche nach Code im Quelltext der Websites nutzt öffentlich zugängliche Quellen, muss dafür aber mit Unzulänglichkeiten hinsichtlich einer vollständigen Erfassung rechnen. So können Analytics-Lösungen, die allein serverseitig arbeiten oder deren Code auf den Seiten getarnt ist, nicht erfasst werden. Die Ergebnisse unterschätzen dadurch den Einsatz der Analytics-Systeme, zeigen aber ein zuverlässiges Bild über die Verhältnisse der Verbreitung der Systeme untereinander.

Mehr Informationen unter www.idealobserver.de/web-analytics-tools/ finden Interessierte weitere detaillierte Auswertungen zur Verbreitung der Systeme, Aufstellungen zu den einzelnen von den Systemen betreuten Websites und eine Suche nach den Systemen bestimmter Websites.

Kommunikation

Nutzer geben das meiste Geld für Streaming- und Dating-Anwendungen aus

Marktpropheten sagen schon seit Jahren den Niedergang von Apps voraus. Neue Zahlen zeigen nun: Das Gegenteil ist der Fall. Noch nie beschäftigten sich die Nutzer länger mit den mobilen Anwendungen als im vergangenen Jahr. Und auch die Download- und Umsatzzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, wie eine Untersuchung des Analyseinstituts AppAnnie ergeben hat. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

60 Prozent der Bewerber wollen Gehaltsangaben in Stellenangeboten

Der Januar ist Hauptsaison für die Jobsuche, doch wie können sich Unternehmen in…

Roboter in der Arbeitswelt: Warum die Mehrheit der Deutschen die High-Tech-Kollegen ablehnt

Groß, orange und hinter einem Schutzzaun - die Vorstellung der Deutschen von Robotern…

Nielsen-Report zum Werbejahr 2018: TV-Werbemarkt erstmals seit 2009 im Minus

Wie sieht die Bilanz des deutschen Werbemarkts im Jahr 2018 aus? Er stagniert…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige