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GfK-Konsumklima-Index erreicht höchsten Wert seit August 2007

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist auch zum Jahresende 2013 überaus gut. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet, hat die Sparneigung ihren historischen Tiefststand aus dem Vormonat noch einmal deutlich unterboten. Insgesamt steigt der Konsumklima-Indikator, den die GfK monatlich durch Verbraucherinterviews ermittelt, im Januar 2014 auf 7,6 Punkte – nach 7,4 Punkten im Dezember 2013. Damit klettert der Indikator zu Beginn des neuen Jahres auf den höchsten Wert seit August 2007.

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Im letzten Monat des Jahres 2013 legt die Konjunkturerwartung noch einmal zu. Mit aktuell 23,3 Punkten liegt der Indikator mehr als 41 Zähler über dem Wert des Vorjahresmonats. Einen höheren Wert verzeichnete die GfK zuletzt im Juli 2011 mit gut 44 Punkten. Nach Einschätzung der Konsumenten nimmt die deutsche Wirtschaft mehr und mehr Fahrt auf.

Gegenwärtig wird die Konjunktur in erster Linie von der Binnenwirtschaft getragen. Das soll nach Meinung der Experten auch im kommenden Jahr so bleiben. Die sich abzeichnende Stabilisierung der Konjunktur in einer Reihe von Ländern des Euroraums dürfte auch den Exportaussichten wieder Impulse verleihen und die Investitionsneigung der Unternehmen stimulieren. Auch die deutsche Wirtschaft ist optimistisch. Im Dezember hat sich das ifo-Geschäftsklima nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat noch einmal leicht verbessert.

Einkommenserwartung sinkt nur leicht

Nach den überaus hohen Zugewinnen im Vormonat erleidet die Einkommenserwartung im Dezember wieder Einbußen. Das Minus von 5,7 Punkten ist jedoch weitaus geringer als der Zuwachs von mehr als zwölf Zählern im vergangenen Monat. Damit weist der Indikator aktuell 39,5 Punkte auf, was im Vorjahresvergleich noch immer ein Plus von mehr als 18 Punkten bedeutet. Folglich zeigt sich auch noch ein leicht steigender Trend. Damit kann die Einkommensstimmung laut GfK in diesem Monat nicht von den steigenden Konjunkturaussichten profitieren.

Offenbar befürchten einige Verbraucher, dass durch die gefassten Beschlüsse der Großen Koalition, etwa die Mütterrente oder die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bei mindestens 45 Beitragsjahren, künftig finanzielle Belastungen zur Finanzierung dieser Sozialleistungen auf sie zukommen. Die Tatsache, dass Entlastungen bei den Sozialbeiträgen, wie sie bei der Rentenversicherung derzeit möglich wären, nicht vorgenommen werden, wirkt vermutlich bereits mäßigend auf die Einschätzung dessen, was die befragten Konsumenten an Arbeitsentgelt erwarten.

Anschaffungsneigung: Sieben-Jahres-Hoch getoppt

Trotz aktuell gesunkener Einkommenserwartungen kann die Anschaffungsneigung zum Jahresende 2013 noch einmal zulegen. Mit einem Plus von 0,4 Punkten wird das Sieben-Jahres-Hoch aus dem November leicht übertroffen. Ein höherer Wert als die nun gemessenen 46,1 Punkte war zuletzt im Dezember 2006, also unmittelbar vor der Mehrwertsteuererhöhung, zu verzeichnen. Damit stabilisiert sich die Konsumlust auf einem außerordentlich hohen Niveau. Eine nach wie vor günstige Beschäftigungssituation und damit einhergehend ansehnliche Einkommenszuwächse für die Beschäftigten sind die wesentlichen Stützen der Konsumneigung. Zudem dürfte die Konsumneigung durch ihr Gegenstück, die Sparneigung, Rückenwind erhalten. Diese muss im Dezember wieder deutliche Einbußen hinnehmen und fällt auf einen neuen historischen Tiefststand.

(GfK/asc)

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