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„German Model“ soll Privatsphäre der US-Amerikaner schützen

Wie streng der Datenschutz gerade im Hinblick auf die Kommunikation per Internet geregelt sein soll, beschäftigt Politiker in Europa schon lange und in den USA inzwischen auch. Während auf europapolitischer Ebene an einer vergleichsweise strengen Datenschutznovelle gearbeitet wird, die allen Bürgern die Kontrolle über die Löschung der eigenen Daten ermöglichen soll, hat die US-amerikanische Regierung die sogenannte „Privacy Bill of Rights“ in die parlamentarische Debatte eingebracht. Dieser Gesetzentwurf soll den Schutz der Privatsphäre erstmals umfassend regeln. Denn bisher konnten Unternehmen nahezu unbegrenzt auf private Daten zugreifen und diese zu Werbezwecken aufbereiten und veräußern. Nur bestimmte, besonders sensible Informationen sind in den USA bereits gesetzlich geschützt.

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Rob Rachwald, Security Strategist bei Imperva, einem Anbieter von Sicherheitslösungen, erwartet durch die Privacy Bill of Rights erhebliche Auswirkungen für die Security-Branche. Auch in den USA sei jetzt zu erwarten, dass Endanwender zukünftig das Recht darauf haben, über die Verwendung ihrer Daten informiert zu werden und die Daten sicher verwahrt zu wissen. In naher Zukunft sei davon auszugehen, dass neben der sicheren Speicherung der Daten auch die Transaktionssicherheit eine größere Rolle spielen wird. „Momentan ist nur schwer einzuschätzen, wie weit die neuen US-Gesetze gehen werden. In den USA spricht man vom ‚German Model’, wenn es um besonders strenge Datenschutzrichtlinien geht“, erklärt Rachwald.

Die USA werde sich angesichts des bis dato relativ „laxen Umgangs“ mit persönlichen Daten nicht direkt zu einem strengen Verfechter der Privatsphäre entwickeln, aber es gebe zwei wesentliche Trends, die wahrscheinlich umgesetzt würden: „Nach deutschem Vorbild werden vermutlich auch US-Bürger zukünftig der Verwendung ihrer Daten zustimmen müssen, falls die Informationen in einer Datenbank gespeichert werden sollen. Zusätzlich werden die in der Finanzbranche verbreiteten PCI-Sicherheitsstandards, die derzeit erst in einigen US-Staaten Verwendung finden, zukünftig eine noch weitere Verbreitung erfahren.“ Bei der Entwicklung von Richtlinien nämlich sei das „German Model“ – gesetzliche Vorgaben, die durch eine Behörde durchgesetzt werden – vermutlich nicht nach dem Geschmack der eher liberalen US-Bürger.

www.imperva.de

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