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Genug gegruselt: Snap meldet Umsatzplus von 44 Prozent – Snapchat aber laufen die Nutzer davon

Endlich geht es bergauf: Bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen kann Snap die Wall Street zumindest teilweise versöhnen, obwohl der Stories-App-Anbieter weiter chronisch defizitär arbeitet und erneut eine tiefrote Geschäftsbilanz auswies. Analysten hatten allerdings mit noch schwächeren Ergebnissen gerechnet.

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Das Gespenst von Kylie Jenner schwebt weiter über Snapchat. Im Februar setzte die jüngste Kardashian-Schwester einen Tweet ab, der Snap in der Folge Milliarden Dollar Börsenwert kostete. Inhalt: „Öffnet Ihr Snapchat auch nicht mehr – oder geht es nur mir so? Oh, das ist so traurig“, ließ die 20-Jährige ihrem Frust über das Redesign freien Lauf.

Das war bei Kursen von knapp 19 Dollar. Die Snap-Aktie hat sich von dem Dolchstoß einer ihrer einst größten Fürsprecherinnen bis heute nicht erholt: Bei Kursen von 13 Dollar notierte Snap auch ein halbes Jahr später ein Drittel unter dem Jenner-Tweet-Level. Die Kardashian-Schwester wurde ihrem Ruf als Influencerin damit erstaunlicherweise auch in Finanzdingen gerecht.

Erstmals Nutzerrückgang bei Snapchat

Und nicht nur das. Auch die Nutzer folgen Jenners Einschätzung, denn erstmals seit dem Launch vor knapp sieben Jahren muss die App mit dem Geister-Logo einen Nutzerrückgang verkraften, den CEO Evan Spiegel auf das Redesign von Snapchat schob.

Gegenüber dem Vorquartal verbuchte Snapchat zwischen Anfang April und Ende Juni einen happigen Rückgang der täglich aktiven Nutzer um gleich drei Millionen auf 188 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchte der Stories-App-Anbieter noch einen übersichtlichen Zuwachs von 8 Prozent bzw. 15 Millionen täglichen aktiven Nutzern.

Verluste immer noch größer als Umsatz

Wie der Stories-Erfinder in der aktuellen Verfassung allerdings jemals in die Nähe der Profitabilität kommen will, bleibt auch nach Vorlage der Bilanz für das zweite Geschäftsquartal ein Rätsel: Snap verliert nämlich weiterhin mehr Geld als es überhaupt erlöst.

Zumindest konnte CEO Evan Spiegel mit der jüngsten Geschäftsbilanz die bereits deutlich reduzierten Erwartungen der Wall Street überbieten. Während Analysten im zweiten Quartal mit Umsätzen von 250 Millionen Dollar gerechnet hatten, konnte Snap tatsächlich Erlöse von 261 Millionen Dollar ausweisen (+ 44 Prozent) und befindet sich damit auf Jahressicht auf Kurs der ersten Umsatzmilliarde.

Nettoverlust von weiteren 353 Millionen Dollar

Auch der Verlust je Aktie fiel mit 14 Cent geringer aus als von Analysten prognostiziert (17 Cents je Anteilsschein). Unter dem Strich hat der Social Media-Pionier jedoch immer noch happige 353 Millionen Dollar netto verloren – eine Verringerung gegenüber dem Horrorverlust von 443 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Anleger wussten nicht recht, was sie mit dem weiter höchst bedenklichen Zahlenwerk anfangen sollten. Während die Aktie zunächst in Erleichterung über die leicht besseren Ergebnisse nachbörslich einen Sprung von acht Prozent auf über 14 Dollar machte, setzte sich nach Handelsschluss jedoch schnell die Erkenntnis durch, dass die Lage für Snapchat angesichts der Übermacht von Instagram, dokumentiert durch den ersten Nutzerrückgang der Konzerngeschichte, höchst bedenklich bleibt. Entsprechend dreht die Snap-Aktie dann auch wieder schnell ins Minus und notiert nach Abschlägen von zwei Prozent nun wieder unter 13 Dollar.

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