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Gemeinsam mit dem Kunden – Die unterschiedlichen Spielarten des Collaborative Marketing

Melanie Lammers über Collaborative Marketing

Sie kennen Ihren Kunden nicht? Das ist aber schlecht. Laut der aktuellen „Global Trust in Advertising Survey" haben persönliche Empfehlungen online wie offline großen Einfluss auf die Meinungsbildung und Markenwahrnehmung. Daher lohnt es sich für Unternehmen, den Austausch mit ihren Kunden zu intensivieren

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Von Gastautorin Melanie Lammers, Gründerin und Inhaberin von Bamboo Consulting

Der glaubwürdigste Content stammt von den Konsumenten. Das belegt die aktuelle „Global Trust in Advertising Survey“, die vor kurzem von Nielsen erschienen ist. Empfehlungen von Freunden und Bekannten stehen mit 83 Prozent auf Platz 1 der glaubwürdigsten Werbeformen, gefolgt von Branded Websites (70%). Mehr als die Hälfte der Befragten (66%) halten Online- Konsumentenmeinungen für besonders vertrauenswürdig. Die Zahlen belegen, dass online wie offline persönliche Empfehlungen großen Einfluss auf die Meinungsbildung und Markenwahrnehmung haben. Es lohnt sich daher für Unternehmen, den Austausch mit ihren Kunden zu intensivieren.

Intensiver Dialog mit der Zielgruppe

Collaborative Marketing setzt genau hier an, denn es verbindet Unternehmen und Konsumenten über einen intensiven One-to-One-Dialog und schafft einen für beide Seiten gewinnbringenden Set-up. Größter Collaborative Marketing-Anbieter ist das Münchner Unternehmen trnd. Aus einem Pool von europaweit 1,7 Millionen registrierten Mitgliedern wählt der europäische Marktführer die richtigen Konsumenten für jede Kampagne nach einem ausgefeilten Scoring-Prinzip aus. Auswahlkriterien können Kauf- oder Produktinteresse, Persönlichkeitsmerkmale oder Empfehlungswahrscheinlichkeit sein, aber auch aktuelle Lebensumstände sowie Konsumverhalten.

Eine gezielte Konsumentenauswahl ist genauso entscheidend für den Erfolg einer Collaborative Marketing Kampagne, wie Qualität und Intensität des Dialogs mit ihnen.

Maggi will’s wissen

Welchen Erfolg eine exakt auf die Zielgruppe fokussierte Kampagne erzielen kann, beweist das Projekt von Maggi. Das Schweizer Unternehmen wollte ein verbessertes Produktsortiment vorstellen und gleichzeitig die Online-Reichweite dazu erhöhen. 5000 kochbegeisterte Konsumenten wurden dafür in einem intensiven digitalen One-to-One-Dialog mit Informationen und Materialien versorgt. Auf einem SEO optimierten Kampagnenblog auf trnd.com wurden das Projekt, das Maggi Team und die einzelnen Aktionen der Kampagne vorgestellt. Alleine unter dem Welcome-Post vom Maggi Team auf dem Projektblog zählte trnd über 7.400 Kommentare von Kochbegeisterten. Durch gezieltes Involvement der Teilnehmer und ein abgestimmtes Feedback-System konnte Maggi umfangreiche Einblicke in die Produkterfahrungen gewinnen.

Gezielt Content generieren

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Doch Collaborative Marketing Kampagnen können nicht nur Produkte bekannter machen, sondern auch gezielt Content für Owned und Earned Media generieren – und das genau dort, wo Unternehmen es am dringendsten benötigen, sei es auf den eigenen Kanälen oder auf den persönlichen Kanälen der User. Dazu gehören aussagekräftige Online Ratings und Reviews zu Marken und Produkten auf eCommerce-Plattformen, Online-Plattformen oder Earned Media auf Blogs, Facebook oder Instagram.

Konsumenten sind in der Lage, mehr zu tun – und vor allem: Sie wollen es auch. Mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen können sie Unternehmen bei Produktentwicklungen unterstützen und so hilfreiches Feedback an die Marke weitergeben. Vorteil: Das Risiko, mit dem Produkt auf dem Markt zu scheitern, sinkt. Zudem kann das Unternehmen das Feedback in seine Marketing-Strategie einfließen lassen.

Kampagnenkonzeption, passgenaues Targeting und kreatives Aufspannen von Themen über einzelne Produkte und Marken hinaus sind die Grundvoraussetzungen, um in der richtigen Zielgruppe relevante Gesprächsthemen zu schaffen.

Zur Autorin: Melanie Lammers ist Gründerin und Inhaberin von Bamboo Consulting in Hamburg, einer Agentur für Kommunikation, Kooperationen und Vertrieb. Sie hat in den vergangenen vier Jahren unter anderem für Erdbeerlounge und Ströer Digital WoM-Kampagnen initialisiert. Zuvor war sie unter anderem bei den PR-Agenturen Faktor 3 und ECC Brodeur Communications tätig.

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