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Gegen Facebooks Abwärtstrend? Instagram soll mit neuer Shopping-App zur Monetarisierung beitragen

Soll künftig eine eigene Shopping-App entwickeln: Instagram

Der Datenskandal um Cambridge Analytica hat Facebook in seinen Grundfesten erschüttert. An der Wall Street ist das Social Network unter Druck wie seit dem Börsengang nicht mehr. Höchste Zeit zu handeln: Instagram, die Facebook-Tochter, soll eine eigene Shopping-App entwickeln.

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Von Nils Jacobsen

Wie The Verge berichtet, plant Instagram eine eigenständige Shopping-App, die IG Shopping heißen und damit dem Pfad folgen könnte, den die Facebook-Tochter zuletzt mit der Standalone-Video-App IG TV eingeschlagen hatte.

IG Shopping dürfte ein neuer Versuch sein, die Reichweite von inzwischen einer Milliarde monatlich aktiven Mitgliedern stärker zu monetisieren und ein eigenes E-Commerce-Angebot aufzubauen.

Instagram peilt in diesem Jahr bereits 7 Milliarden Dollar Umsatz an

Nutzer könnten sich in der App gezielt Angebote von Marken ansehen, denen sie folgen und die Artikel dann direkt kaufen, berichtet das Techportal mit Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Wann Instagram die Shopping-App launchen wolle, sei indes noch nicht bekannt.

Das 2010 gestartete und 2012 von Facebook übernommene Foto-Netzwerk verfügt inzwischen über 25 Millionen Unternehmenskonten, von denen zwei Millionen Anzeigen schalten. Nach Erhebung von Marktforschern soll Instagram in diesem Jahr bereits sieben Milliarden Dollar zu den Gesamterlösen des Mutterkonzerns Facebook beitragen.

Facebook bleibt unter Druck: Sheryl Sandberg zeigt Reue, Analyst stuft herab

Das in den vergangenen Monaten stark unter Druck geratene weltgrößte Social Network kann neue Erlösquellen nur allzu gut gebrauchen. Ende Juli warnte Facebook, dass sich das Umsatzwachstum in Zukunft signifikant verlangsamen dürfte. “Die Wachstumsverlangsamung zusammen mit regulatorischen Risiken ergeben einen toxischen Cocktail” , ist Analyst Michael Nathanson vom Brokerhaus MoffettNathanson skeptisch und stufte gestern das Kursziel der Facebook-Aktie von 200 auf 175 Dollar zurück.

Operativ-Chefin Sheryl Sandberg bezog zum Datenskandal um Cambridge Analytica unterdessen in einem ausführlichen Porträt im Wall Street Journalerneut Stellung und erklärte, die fehlende Kommunikation und Aufklärung in den ersten fünf Tagen der Krise sei das bislang größte Versäumnis in der 14-jährigen Konzerngeschichte Facebooks gewesen. Trotzdem fühle sich Facebooks Vizechefin dem US-Internetgiganten weiter verpflichtet. “Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen”, wird Sandberg im WSJ zitiert.

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