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Galaxy S III gegen iPhone 5 – Samsung eröffnet Werbekrieg gegen Apple

Mit seiner Anti-iPhone-Kampagne sorgt Samsung für ordentlichen Ärger bei den Applefans. Mit einem Fernsehspott und einer Printkampagne vergleicht Samsung das iPhone mit dem Galaxy S III und kommt zu dem Schluss: Apple hat nichts zu bieten, was Samsung nicht schon längst hat. Auch Nokias Marketingabteilung beginnt gezielt gegen Apple zu schießen.

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Von Anne-Kathrin Keller

Samsung und Apple sind nicht gut aufeinander zu sprechen – das dürfte inzwischen jedem klar sein. Samsung hat jetzt die nächste Runde im Werbekrieg zwischen den beiden Megakonzernen eröffnet. Das koreanische Unternehmen hat in den US-Printmedien unter dem Slogan „It doesn’t take a Genius“ eine Printwerbekampagne gestartet, die einmal mehr klar macht, was Samsung denkt: Man braucht kein Genie zu sein, um das bessere Smartphone zu erkennen, wenn man das neue iPhone 5 neben das Galaxy S III legt.

Die Printkampagne ist klar gehalten. Das Samsung S III und das iPhone 5 von Apple werden gegenübergestellt und nüchtern verglichen. Betont werden neben den Funktionen, die das S III im Gegensatz zum iPhone 5 zu bieten hat, dass Samsung sich beim Stecker an den Marktstandard hält, Apple aber nicht.

Alte, frustrierte Applekunden

Der Fernsehspot der Kampagne knüpft an den Clip „The Next Big Thing is Already Here“ von 2011 an. Die Szene: Ein Samsungnutzer steht in der Warteschlage vor einem Applestore. Er wartet nicht selbst, sondern hält den Platz für seine alten, grauhaarigen Eltern frei und zeigt sein Galaxy-Handy. Die Applefans machen sich gegenseitig hilflos Mut und betonen, dass sie immerhin den coolsten Adapter der Welt mit dem neuen iPhone geliefert bekommen. Es wird klar: Das iPhone kann nicht mithalten. Ein älterer Applefan zeigt sich beeindruckt und sagt mit Blick auf die Funktionen des Samsung-Handys: „Das kriegen wird auch – vielleicht nicht jetzt, aber bestimmt beim nächsten Mal“.

Die Applecommunity ist sauer über die Kampagne, der Öffentlichkeit gefällt sie zumindest. Das Video wurde bei Youtube bereits über 10 Millionen Mal geklickt und vielfach verbreitet. Mit dem Vorläuferspot „Next Big Thing“ hat Samsung bereits vor einem Jahr einen echten Viralerfolg verbuchen können.

Werbestrategie nach Applevorbild

Samsung geht mit der Kampagne aber auch ein Risiko ein. Bisher konnte nicht nachgewiesen werden, dass derart vergleichende und gegen den Konkurrenten gerichtete Werbung in der Technologiesparte erfolgreich sind. Apple selbst hat den Grundstein für vergleichende Werbung gelegt. Als sich Apple zum ersten Mal als Marke definieren wollte, produzierte das Unternehmen die Kampagne „1984“ mit der das damals junge Unternehmen den damaligen Marktführer IBM als starres, kreativloses Unternehmen dargestellt hat.

Dass sich Samsung über Apple und seine Kunden lustig macht, ist im Prinzip nichts Neues. Allerdings ist diese Werbekampagne deutlich härter als die Vorgänger und wird intensiver geschaltet. Samsung schlägt mit dem direkten Vergleich in die Kerbe, in die auch Journalisten, die Techbranche und Analysten nach der Vorstellung des neuen iPhones geschlagen haben.

Abkehr vom Irrglauben

Bereits während der iPhone Präsentation wurde deutlich, dass das neue Modell zwar konkurrenzfähig ist, nicht aber neue Maßstäbe setzen kann. Einige Features wie die Bezahlfunktion, die Samsung bereits hat, hat Apple nicht zu bieten. Schnell war klar, die Entscheidung für ein Apple-Handy bleibt auch in Zukunft so etwas wie eine Glaubensfrage. Die Kampagne „It doesn’t take a Genius“ setzt genau hier an. Nüchtern soll in der Printkampagne gezeigt werden, dass Samsung mehr zu bieten hat. Im TV Spot soll den Applefans ihr Irrglaube dann emotionaler und fast schon zynisch vorgespiegelt werden.

Der Werbekrieg wird aber schon längst nicht bloß von den Konzernen geführt. Die Unternehmen können sich auf ihre Fans verlassen. Die Marketer von Samsung und Apple müssen im Prinzip nur eine Idee liefern, den Rest machen die Markencommunity. Sie weiten die Kampagne aus, liefern neue Ideen und verbreiten die Ergebnisse. So auch jetzt. Apple-Fans haben sofort reagiert und ihre eigene Anzeige veröffentlicht. Der Produktvergleich aus Sicht der Apple-Jünger stützt sich vor allem auf das angeblich geklaute Design und technische Spezifikationen.

Nokia schaltet sich ein

Auch Nokia schaltet sich in den Werbekrieg ein und hebt die Vorteile des Lumia gegenüber dem iPhone in den Vordergund. Auf Twitter posteten die Finnen unter dem Hashtag #switchtolumia, das Lumia 920 biete kabelloses Aufladen, einen auch mit Handschuhen bedienbaren Bildschirm und eine einzigartige Kamera. Besonders die Betonung der Kameraleistung irritiert, denn dafür wurde Nokia bereits mit irreführender Werbung abgestraft. Es konnte nachgewiesen werden, dass Beispielbilder mit denen Nokia geworben hatte, nicht mit einer Lumia geschossen worden sind.

Auch der Hashtag #changetolumia hat bereits Kritik hervorgerufen. Im Zentrum stand der bisher unbekannte Releasetermin des Lumia. Dennoch macht es Sinn für Nokia, sich in den Werbestreit mit einzuklinken und somit zu demonstrieren, dass es mit den beiden Marktführern mithalten kann. Neueste Gerüchte sagen, Anfang November sei Nokia soweit das Lumia auf den Markt bringen zu können. Das dürfte für das Weihnachtsgeschäft gerade noch reichen. Über den Erfolg von Lumia dürfte vor allem der Preis entscheiden.

Hier der Werbespot in voller Länge:
It doesn’t take a Genius – Samsung versus Apple

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