Suche

Anzeige

Gabriel gibt nicht auf: Streit um Fusion Edeka-Tengelmann

Gabriels Sorgenfalten wegen der Fusion von Edeka und Kaisers Tengelmann

Eine schwierige Woche für Kaisers Tengelmann. Die Richter des Oberlandesgericht Düsseldorf haben die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka gestoppt. Bundesminister Sigmar Gabriel will sich weiterhin für eine Fusion einsetzen, vor allem wegen der hohen Arbeitnehmer-Zahl. Den Mitarbeitern droht sonst die Kündigung

Anzeige

Die hatten seine Ministererlaubnis für die Fusion des Handelsmarktriesen Edeka mit dem schwächelnden Konzern Kaiser’s Tengelmann kassiert. Insbesondere der Vorwurf der Befangenheit steht weiterhin im Raum.

Die Gegenwehr

Gabriel soll im Vorfeld Gespräche mit den Vorständen von Edeka und Tengelmann geführt haben – nicht aber mit dem Konkurrenten Rewe, der auch Interesse an einem Kauf hatte. Für Gabriel steht allerdings fest: Das Gerichtsurteil enthalte eine Reihe falscher Tatsachenbehauptungen. Die Juristen hätten falsche Termine für Gespräche genannt, die er mit Beteiligten geführt habe und daraus falsche Schlussfolgerungen gezogen. „Deshalb wird das Bundeswirtschaftsministerium jetzt auch die möglichen Rechtsmittel prüfen und danach auch einlegen, um das Urteil zu revidieren.“ Gabriel sagte vor Kameras, sein Haus werde Rechtsmittel prüfen, um das Urteil zu revidieren. Er respektiere die Entscheidung, akzeptiere sie aber nicht.

Gabriel hatte im März  den Zusammenschluss der beiden Handelsriesen genehmigt – allerdings mit Auflagen und hatte so einen Einspruch des Bundeskartellamtes überstimmt.

Was passiert mit Tengelmann?

Viele Kaiser’s Tengelmann-Filialen werden ohne die Übernahme mittelfristig wohl geschlossen werden. Ohne Ministererlaubnis dürfte die Supermarktkette vor dem Aus stehen. Die Presse spekulierte einen Verkauf an Rewe, doch dieser dürfte auf dieselben kartellrechtlichen Problme treffen wie beim Verkauf an Edeka. „Diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben derzeit auf dem Arbeitsmarkt nicht die beste Situation. Und sie erleben nun noch einmal Monate der Unsicherheit. Vor allen Dingen besteht nun noch einmal die Gefahr, dass das Unternehmen Kaiser’s Tengelmann zerschlagen werden könnte. Und das bedeutet dann den Verlust von bis zu 8000 Arbeitsplätzen“, äußert sich Gabriel auf der Pressekonferenz.

Digital

Chinas Social-Credit-System: Aus Big Data wird Big Brother

Wer online ökologische Produkte bestellt, ist ein guter Mensch, wer stundenlang Computerspiele zockt, ein schlechter: Der chinesische Staat geht vor wie Amazon oder Alibaba. China plant ein digitales Punktesystem, um gute von schlechten Bürgern zu unterscheiden. Den Boden dafür haben die Marketingstrategien der Digital-Unternehmen geebnet. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Snapshot: Warum das lineare Fernsehen keine Zukunft hat und Netflix & Co auf der Überholspur sind

Die aktuelle Snapshot-Umfrage unter Marketing- und Kommunikationsprofis zeigt, dass Netflix und anderen Streamingdiensten…

Chinas Social-Credit-System: Aus Big Data wird Big Brother

Wer online ökologische Produkte bestellt, ist ein guter Mensch, wer stundenlang Computerspiele zockt,…

Ausruf der „China-Brand-Initiative“: China entdeckt die Macht der Marken

Die Chinesen sind schlau, sehr schlau. Wenn sie ein Problem oder eine Chance…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige