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Für globalen Internetverkehr sind immer weniger Netzwerke verantwortlich

Das Web wird von einigen wenigen „Hyperriesen" dominiert, wie der „Internet Observatory Report" von Arbor Networks, der University of Michigan und dem Merit Network zeigt. Danach sind für 30 Prozent des darüber vollzogenen Schriftverkehrs nur 30 Unternehmen verantwortlich, wobei sechs Prozent allein auf Spitzenreiter Google entfallen.

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Der Datenverkehr fließe immer direkter und somit weniger über klassische Tier-1-Netzwerke, also internationale Transit-Betreiber. Die Datenanalyse von 256 Exabytes, die einer Milliarde Gigabytes entsprechen, belege zudem, dass Peer-to-Peer-Traffic (P2P) an Bedeutung verloren hat. Dies sei auch auf Vorteile von Video-Streaming im Web zurückzuführen. Darüber hinaus scheint die Hochblüte von P2P hinsichtlich der Nutzung des Internets zu Ende zu sein. Denn während Anwendungen wie Filesharing vor zwei Jahren noch für 40 Prozent des weltweiten Traffic-Volumens verantwortlich waren, seien es heute lediglich 18 Prozent. Demgegenüber sei das Web mittlerweile für mehr als die Hälfte des Verkehrs verantwortlich. Das liegt offenbar nicht zuletzt an Web-Videos. „P2P bedeutet Kopfschmerzen“, lässt sich Craig Labovitz, Chefwissenschaftler bei Arbor Networks, im Magazin Wired zitieren. Denn bei P2P-Downloads müsse vor dem Ansehen gewartet werden, bis dieser abgeschlossen sei, wohingegen Nutzer bei Web-Angeboten wie Youtube oder Hulu einfach ein Video starten könnten.

Deutlich verändert habe sich vor allem die Angebotsseite. Während sich der Internet-Verkehr noch vor fünf Jahren proportional auf zehntausende Unternehmens-Webseiten aufgeteilt hat, würden gegenwärtig einige wenige Hosting-, Cloud- und Content-Anbieter das Internet dominieren. An der Spitze der 30 Hyperriesen stehe mit sechs Prozent des Traffics Google, zu denen neben bekannten Namen wie Facebook, Youtube oder Microsoft auch Content-Delivery-Netzwerke (CDNs) wie Limelight zählen. Waren 2007 laut Labovitz noch mehrere Tausend Netzwerke für die Hälfte des Datenverkehrs verantwortlich, seien es nun insgesamt etwa 150. Die Grundlage für die Analyse hätten über zwei Jahre gesammelte Traffic-Statistiken aus 110 Netzwerken gebildet. Beim Monitoring seien zeitweise mehr als zwölf Terabit pro Sekunde erfasst worden. Das Ergebnis dürfte Arbor Networks zufolge die größte Studie des globalen Internetverkehrs seit dem Start des kommerziellen Internets Mitte der 1990er sein. pte

www.arbornetworks.com,
www.umich.edu,
www.merit.edu

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